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Maskenpflicht! Welche Schutzmasken sind sinnvoll?

Corona aktuell: Frau mit selbstgenähter Schutzmaske
© SimonTheSorcerer / Shutterstock
In ganz Deutschland gilt Maskenpflicht, etwa beim Einkaufen oder im öffentlichen Nahverkehr. Doch welche Schutzmasken sind wirklich sinnvoll? Ein Überblick.

Das Coronavirus beherrscht dieser Tage das Weltgeschehen und Menschen in allen Ländern fragen sich: Wie schütze ich mich am besten vor einer Infektion? Für Deutschland gilt seit Kurzem eine Maskenpflicht in vielen Bereichen des öffentlichen Lebens, etwa beim Einkaufen im Supermarkt oder bei der Benutzung des öffentlichen Nahverkehrs. Eine Übersicht dazu, in welchen Ländern wo Maskenpflicht gilt, gibt es hier bei der Bundesregierung.

Durch das allgemeine Tragen der Masken soll verhindert werden, dass das Coronavirus sich durch virushaltige Tröpfchen, wie sie etwa beim Sprechen oder Husten entstehen, weiter ausbreiten kann. Darum ist es wichtig, dass so viele Menschen wie möglich die Schutzmasken tragen.

Doch welche Schutzmasken sind für wen sinnvoll und welche Stoffe schützen am besten? Die Redaktion von Vergleich.org hat dazu eine hilfreiche Infografik erstellt. 

Corona aktuell: Infografik Atemschutzmasken
© Vergleich.org / Pressestelle
  • Mund-Nasen-Schutz (MNS): schützt nur das Umfeld und wird vom Klinikpersonal zum Fremdschutz benötigt. 
  • FFP2 / FFP3 - Maske ohne Ventil: schützt sowohl den Träger als auch das Umfeld – für Klinikpersonal unabdingbar.
  • FFP2 / FFP3 - Maske mit Ventil: schützt nur den Träger – im Krankenhausalltag benötigt.
  • Selbstgebastelte Maske aus Baumwolle: schützt in erster Linie das Umfeld und auch geringfügig den Träger – nicht für intensivmedizinischen Bereich, Ärzte nähen sich Masken teils selbst.
  • Schal / Halstuch: mäßiger Schutz für Träger und Umfeld, größere Tröpfchen werden aufgehalten.

Welche Masken bieten welchen Schutz?

Man unterscheidet zwischen dem Mund-und-Nase-Schutz (MNS) aus Papier oder Vlies und so genannten FFP-Masken ("Filtering Face Piece") aus gehärtetem Papier oder Stoffen. Masken ab der Schutzklasse FFP2 schützen mit einer Durchlässigkeit von maximal 6% effektiv vor Viren, FFP3-Masken filtern sogar bis zu 99 % der Atemluft-Belastung, jedoch fällt mit ihnen auf Dauer das Atmen schwer. 

"Ein MNS schützt weniger den Träger selbst als das Umfeld im Falle einer symptomlosen Infektion des Trägers, auch wenn dies wissenschaftlich noch nicht abschließend gesichert ist", erklärt Martin Kunitschke von Vergleich.org. Zumindest wird dadurch das Aussondern größerer Tröpfchen an die Umgebung verhindert. Im besten Fall kann eine eigene Schmierinfektion vermieden werden, indem man sich nicht direkt ins Gesicht fasst.  Im schlimmsten Fall entsteht durch das Tragen ein falsches Sicherheitsgefühl, wodurch zusätzliche essentielle Hygiene-Maßnahmen vernachlässigt würden. Vor allem FFP-3-Masken bieten zwar ausreichend Schutz, sind aber unabdingbar für Klinikpersonal mit direktem Kontakt zu Infizierten. 

Die Bundesregierung informiert dazu: "Die Bedeckung von Mund und Nase in selbst genähter Form ist kein Eigenschutz, kann aber im öffentlichen Raum, auf dem Weg zur Arbeit, beim Arzt oder Einkaufen hilfreich sein. Die medizinischen Schutzmittel, wie OP—oder FFP2- und FFP3-Masken brauchen jetzt andere. Diese drei Masken, OP-Maske und FFP-Masken, die sind dem professionellen System vorbehalten. Also sprich den Ärzten in den Kliniken, insbesondere in den Intensivstationen, den Praxen, aber auch dem Pflegepersonal."

Nicht jede Gesichtsmaske ist gleich - darauf müsst ihr achten.
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Welche Alternativen gibt es zu Schutzmasken?

Die Wirksamkeit von selbstgenähten Masken, Tüchern oder auch Schals hängt hauptsächlich von der Dichte des verwendeten Stoffs ab – zu empfehlen sind kochfester Baumwollstoff und zusätzlich eingenähter kochfester Vlies. Ein flexibler Nasenbügel erhöht zudem den Schutz. Ein dichter Schal kann ebenfalls nützlich sein. 

"Wenn Sie durch den Stoff pusten und keinen Luftzug auf der anderen Seite spüren, ist der Schal bzw. das Tuch dicht genug und als Mundschutz geeignet", erklärt Martin Kunitschke von Vergleich.org. Da jegliche Art von Mundschutz in erster Linie dem Fremdschutz dient, kann somit laut Christian Drosten, dem Virologen der Charité, eine Ausbreitung des Virus zumindest verlangsamt werden, womit man effektiv zu Entlastung des Gesundheitssystems beiträgt. 

Was muss ich beim Tragen einer Gesichtsmaske beachten?

  • Die Community-Maske bzw. die Stoffbarriere sollte eng anliegend aufsitzen und während des Tragens nicht angefasst werden.
  • Sobald die Gesichtsmaske feucht ist, verliert sie ihren Schutz und sollte gewechselt werden.
  • Stoffmasken sollten regelmäßig nach der Verwendung gewaschen werden, bestenfalls in der Kochwäsche bei mindestens 60 Grad.
  • Daher empfiehlt es sich, sich zwei Masken zu beschaffen, die abwechselnd getragen werden können.
  • Eine Maske sollte jeweils unbedingt nur von einer Person verwendet werden.
  • Darüber hinaus sollten alle die allgemeinen Verhaltens- und Hygiene-Regeln stets einhalten.

Wie schütze ich mich generell vor einer Infektion mit Covid-19?

Um bestmöglich vor einer Corona-Infektion geschützt zu sein, empfiehlt das Robert-Koch-Institut die Einhaltung einer breitgefächerten Hygiene- und Verhaltens-Etikette. 

Dazu gehört regelmäßiges und gründliches Händewaschen (mindestens 20 Sekunden), das Einhalten von Husten- und Nies-Regeln (mit Abstand zu Personen, in Taschentuch oder Armbeuge mit anschließendem Händewaschen) sowie ein Abstand von mindestens 1,5 Metern zu Mitmenschen.

Darüber hinaus sollten wir uns so wenig wie möglich ins eigene Gesicht fassen, um die Aufnahme möglicher Krankheitserreger über Augen-, Nasen- oder Mundschleimhäute zu vermeiden. Wer Krankheitssymptome verspürt, sollte wenn möglich zu Hause bleiben und Kontakt zu anderen Menschen vermeiden. 

Corona-Verdacht: Was muss ich jetzt tun?

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mh

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