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Corona-Ausbruch im Berghain 3.300 Menschen nach 2G-Party kontaktiert

Corona-Ausbruch: Berghain
© illpaxphotomatic / Shutterstock
Nach einer Party im Berghain in Berlin wurde ein Corona-Ausbruch gemeldet. 3.300 Menschen wurden kontaktiert.

Es war gerade einmal das erste Wochenende nach der Eröffnung. Das Berghain, der wohl legendärste Club in Berlin, hat wieder aufgemacht. Und prompt wurde ein Corona-Ausbruch gemeldet.

Am Wochenende um den 10. Oktober sollen sich mehrere Menschen im Club befunden haben, die anschließend positiv auf das Coronavirus getestet wurden. Laut Berliner Morgenpost handele es sich lediglich um eine einstellige Zahl an Infizierten, die bislang gemeldet wurden. Die Folgen sind jedoch drastisch: Insgesamt mussten 3.300 Menschen kontaktiert werden.

Corona-Fälle nach 2g-Party

Es soll sich bei der Party um eine 2g-Veranstaltung gehandelt haben, deren Regeln streng kontrolliert wurden. Besucher:innen des Clubs berichten, dass am Eingang sowohl Corona-Pass als auch Personalausweis vorgezeigt werden musste. Auch die Kontaktdaten wurden hinterlassen – damit im Fall der Fälle über eine Infektion informiert werden konnte. Um die Angabe falscher Daten zu vermeiden, soll der Einlass nur mit Vorlage der Bestätigungsmail gewehrt worden sein. 

Jetzt sollen Tausende Menschen eine Mail erhalten haben. Den Betroffenen wird empfohlen, sich testen zu lassen und bei Symptomen einen PCR-Test zu machen. 

Laut "rbb24" war es nicht der erste Ausbruch dieser Art. Bereits nach der Eröffnung des Berghains sollen rund 2.500 Menschen kontaktiert worden sein, nachdem 19 Infizierte dem Club gemeldet worden waren. Auch auf weiteren 2g-Veranstaltungen soll es in letzter Zeit zu Infektionen gekommen sein, allerdings lediglich im unteren, zweistelligen Bereich.

Wenn Menschen nach einer Veranstaltung über den Kontakt mit einer infizierten Person informiert werden, ist das erst einmal ein gutes Zeichen. Denn es beweist, dass die Kontaktverfolgung funktioniert hat. Für Geimpfte dürfte dieses Prozedere zukünftig zur Normalität gehören – denn die Impfung schützt zwar vor einem schweren Verlauf, aber nicht zu 100 Prozent vor einer Infektion. Dann heißt es vor allem: achtsam sein. Wer geimpft und Kontaktperson ist, soll sich laut Corona-Warn-App mit der Hausarztpraxis kurzschließen, Symptome beobachten und gegebenenfalls einen PCR-Test machen.

Brigitte

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