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Corona-Maßnahmen verschärft Hier sind private Treffen jetzt ganz verboten

Corona: Frau mit Maske alleine am Fenster
© fizkes / Shutterstock
Die Corona-Maßnahmen wurden in Schleswig-Holstein verschärft: Flensburg hat als erste norddeutsche Stadt eine Ausgangssperre verhängt – und verbietet private Treffen gänzlich.

Das Coronavirus breitet sich trotz Lockdown weiterhin in Deutschland aus. Während die vom Robert-Koch-Institut gemeldeten Neuinfektionen seit einigen Wochen zurückgingen und Hoffnung schöpften, befindet sich das Land aktuell in einem diffusen Infektionsgeschehen.

Corona-Maßnahmen in Flensburg verschärft

In manchen Landkreisen wird bereits die neue Inzidenzgrenze von 35 unterschritten, wie beispielsweise in Frankfurt (Oder). In anderen wollen die Zahlen wiederum einfach nicht sinken: In Flensburg wurde laut NDR ein Inzidenzwert von 181,9 Corona-Infektionen pro 100.000 Einwohner*innen innerhalb der letzten sieben Tage gemeldet.

Nun muss die Stadt reagieren. Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Daniel Günther hat laut NDR bei einer Pressekonferenz in Kiel neue Maßnahmen verkündet – und eine Verschärfung der bisherigen. Die Anregungen dazu sollen aus Flensburg selbst kommen, wo die steigenden Inzidenzwerte mit Sorge beobachtet wurden.

Private Treffen verboten

Flensburg verhängt somit als erste Stadt in Norddeutschland eine nächtliche Ausgangssperre. Ab Sonnabend sollen die Menschen ihr Zuhause zwischen 21 Uhr am Abend und 5 Uhr morgens nicht verlassen. Ausnahmen seien der Weg zur Arbeit oder Arztbesuche. Das Ausgangsverbot gilt zunächst für sieben Tage.

Zudem werden die Kontaktbeschränkungen in der Stadt massiv verschärft: Private Treffen sind zukünftig in Flensburg vollständig verboten. Man darf somit als Haushalt auch keine einzelne außenstehende Person mehr sehen. Das Kontaktverbot gilt sowohl für den öffentlichen als auch privaten Raum.

"Ich weiß, dass das eine weitere Einschränkung der Freiheit der Menschen ist. Wir merken aber einfach, dass die bisherigen Maßnahmen nicht ausreichen", verteidigte Daniel Günther die Maßnahmen im privaten Bereich auf der Pressekonferenz. Auch bei dieser Regelung sind Ausnahmen geplant – zum Beispiel für getrennt lebende Paare oder Kinder von getrennt lebenden Eltern. Auch Krankenhaus- und Pflegeheimbesuche sollen im Sonderfall möglich sein.

verwendete Quellen: NDR, RTL, Kieler Nachrichten


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