VG-Wort Pixel

Fliegen und Corona: 5 Dinge, die sich für Passagiere jetzt ändern

Corona und Fliegen: Frau mit Maske
© Damian Pankowiec / Shutterstock
Fliegen sieht zu Zeiten von Corona anders aus. Wer jetzt in ein Flugzeug steigt, muss sich auf einige Corona-Regeln einstellen. Wir geben den Überblick.

Mal eben in den Urlaub oder eine andere Stadt fliegen – das war vor Corona. Doch die Pandemie hat nicht nur unseren Alltag zu Hause, sondern auch unseren Bewegungsraum verändert. Wer früher selbstverständlich im Sommer in andere Länder gereist ist, überlegt sich dieser Zeiten zweimal, ob er in ein Flugzeug steigen möchte. Das liegt nicht nur an der Klima–, sondern aktuell vor allem an der Coronakrise.

Wie sicher das Transportmittel Flugzeug wirklich ist, lässt sich nicht vollständig klären. Etwa alle drei Minuten sollen Lüftungssysteme die Luft zwar vollständig ausgetauscht haben. Direkte und umliegende Sitznachbarn können sich vor Viren trotzdem kaum schützen. Zudem soll die Ansteckungsgefahr in geschlossenen Transportmitteln am größten sein, wie Experten warnen. Ausschließen lässt sich ein Risiko also nicht. Denn fest steht: Abstand halten, ist in den engen Maschinen schwierig. Und eine Maskenpflicht dürfte insbesondere auf Langstreckenflügen unangenehm werden. Trotzdem, oder gerade deswegen, haben sich zahlreiche Fluggesellschaften neue Regeln überlegt, mit denen das Corona-Risiko beim Fliegen reduziert und der Flug so angenehm wie möglich gestaltet werden soll. Wir geben den Überblick.

Vor und während des Flugs: Abstand halten!

Am Flughafen gilt die Abstandsregelung von mindestens 1,5 Metern. Diese soll auch am Check-in und bei der Sicherheitskontrolle eingehalten werden. Die Europäische Luftsicherheitsbehörde empfiehlt zudem, Menschen mit Symptomen generell von Flügen abzuraten. An den Eingängen der Flughäfen sollen Hygienemaßnahmen getroffen, also beispielsweise Desinfektionsmittel bereitgestellt werden. Der Eintritt soll zudem limitiert werden – beispielsweise sollte nicht mehr die gesamte Bekanntschaft mitkommen, um sich zu verabschieden. 

Übrigens gilt die offizielle Empfehlung, auch in Flugzeugen Abstand zu halten und daher Plätze oder sogar ganze Reihen im Flieger frei zu lassen. Inwiefern die Gesellschaften diese Maßnahme jedoch umsetzen, ist fraglich. Hier hilft es, vor der Buchung explizit beim Anbieter nachzufragen. Viele Fluggesellschaften haben auf ihren Websites spezielle Corona-Hinweise veröffentlicht.

Auf diesen Flügen gilt Maskenpflicht

Die EASA empfiehlt generell allen Passagieren und Crewmitgliedern das Tragen einer Maske – und zwar ab Eintritt des Flughafens bis zur Ankunft am Ziel. Der Mund-Nasen-Schutz sollte zudem alle vier Stunden gewechselt  werden. Ob eine Maskenpflicht eingeführt wird, obliegt der Fluggesellschaften. Aktuell gilt sie bereits für Flüge der Lufthansa-Flotte, bei Condor und Easyjet. Ryanair weist hingegen bisher lediglich auf die Handdesinfektion hin, Passagiere müssen an Bord keine Maske tragen. 

Im Flugzeug möglichst wenig anfassen

Im Flugzeug – und auch am Flughafen – sollen möglichst wenig Gegenstände angefasst werden. Mitarbeiter sind zudem angehalten, Fluggäste immer wieder auf die Handhygiene, Nies- und Hustenetikette und Abstandsregelungen hinzuweisen. Wer sich nicht daran hält, soll laut EASA dem Flugzeug verwiesen werden können. 

Tomatensaft? Lieber nicht.

Der Bordservice soll eingeschränkt werden. Dazu rät die EASA und manche Fluggesellschaften haben die Empfehlung bereits umgesetzt. Bei der Lufthansa ist der Bordservice zum Beispiel verringert, der Verkauf ganz gestrichen. Auch bei Condor und Easyjet sollen eingeschränkte Bordservice-Zeiten gelten, bei Ryanair werden nur verpackte Snacks ausgegeben. 

Im Flugzeug auf Klo 

Um die Corona-Maßnahmen auch in der Kabine so weit wie möglich einzuhalten, sollen Schlangen an den Toiletten vermieden werden. Wie diese Regelung eingehalten werden soll, bleibt den Fluggesellschaften überlassen. Passagiere von Ryanair müssen sich zukünftig zum Beispiel eine Erlaubnis bei der Crew holen, bevor sie die Waschräume aufsuchen. 

Urlaub am Meer? Kann dieses Jahr unter Umständen sehr teuer werden – oder ziemlich günstig.
Mehr

Fliegen zu Corona-Zeiten wird also zu einer kleinen Herausforderung – für Passagiere, aber auch Mitarbeiter. Übrigens dürfte auch die Zeitersparnis durch den Flugweg in nächster Zeit nicht mehr gegeben sein. Experten rechnen mit einer erhöhten Dauer der Prozesse vor dem Boarding, Passagiere müssen zum Teil bereits vier Stunden vor Abflug am Flughafen sein. 

verwendete Quellen: EASA, Der Spiegel, MDR, Deutschlandfunk, ADAC


Mehr zum Thema