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Omikron Wieso du deinen Schnelltest jetzt in Rachen UND Nase machen solltest

Corona-Selbsttests: Rachen und Nase
© Winterimages / Shutterstock
Omikron dominiert das Infektionsgeschehen in Deutschland und befällt erst Rachen, dann Nase. Was bedeutet das für die Selbsttests?

Omikron ist anders: noch viel infektiöser als seine Vorgängerin Delta, aber offenbar auch weniger bedrohlich im Krankheitsverlauf. Und noch etwas unterscheidet diese Virusvariante von anderen: Zu Beginn einer Infektion scheint sie vor allem den Rachen zu befallen. Das bedeutet auch: Wir sollten unsere Schnelltests jetzt anders machen als früher.

Können Antigen-Schnelltests Omikron erkennen?

Ja. Fast alle Antigen-Schnelltests scheinen Omikron gut zu erkennen, das haben internationale Untersuchungen inzwischen gezeigt. Denn die Tests reagieren nicht auf das Spike-Protein, das bei Omikron stark verändert ist, sondern auf das sogenannte N-Protein, das dem von Delta sehr ähnelt.

Wie sollte ich mich jetzt am besten testen?

Omikron verhält sich offenbar etwas anders im menschlichen Körper als Delta und Co. Christine Falk, Präsidentin der Deutschen Gesellschaft für Immunologie und Professorin an der Medizinischen Hochschule Hannover, sagte "Zeit Online", dass Omikron zu Beginn einer Infektion vor allem den Rachen befalle. Während frühere Virusvarianten zunächst vor allem in der Nase zu finden waren, scheint Omikron dort erst mit Verzögerung anzukommen. Das bedeutet: Um Omikron früh entdecken zu können, ist es wichtig, nicht nur in der Nase einen Abstrich zu machen, sondern auch im Rachen.

Björn Meyer, Virologe und Experte für Virusevolution an der Universitätsklinik Magdeburg, sieht das ähnlich: "Man gewinnt bei einer Omikron-Infektion ein bis zwei Tage, wenn man den Schnelltestabstrich auch im Rachen macht und nicht nur in der Nase". Dieser Vorsprung kann im Ansteckungsgeschehen entscheidend sein, weil man sich früher von anderen Menschen isoliert.

Beim Antigen-Selbsttest Proben aus Rachen und Nase zu entnehmen, ist vor allem ratsam für Menschen, die noch keine Symptome haben. Johannes Knoblauch, Leiter der Krankenhaushygiene, sagte zur Hamburger Morgenpost: "Hat man bereits Symptome, ist es egal, denn das Virus hat sich dann schon in Nase und Rachen ausgebreitet." Doch bis sich die ersten Symptome zeigen, können fünf, sechs Tage vergehen.

Auch der US-amerikanische Epidemiologe Eric Feigl-Ding forderte auf Twitter, dass wir unsere Teststrategie an Omikron anpassen sollten: Während ein Test über die Nase noch negativ ausfalle, könne ein Abstrich aus dem Rachen bereits positiv sein.

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Antigen-Selbsttest: So wird's gemacht

In Zeiten von Omikron sollte man Antigen-Selbsttests nun in zwei Schritten durchführen: erst einen Abstrich im Rachen vornehmen und dann in der Nase. Hier findest du eine Schritt-für-Schritt-Anleitung für den Nasen-Rachen-Abstrich. Übrigens: Das Robert Koch-Institut (RKI) empfiehlt grundsätzlich, bei Corona-Tests eine Probe aus Rachen und Nase zu entnehmen.

sar Brigitte

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