Warum hamstern jetzt alle Leute Mehl?

Aus Angst vor dem Coronavirus horten gerade viele Menschen Lebensmittel und lassen sich zu Hamsterkäufen verleiten. Doch warum ist ausgerechnet Mehl in vielen Supermärkten ausverkauft? Wir erklären, was dahintersteckt.

Leere Mehl-Regale in den Supermärkten

In den sozialen Netzwerken sieht man dieser Tage immer wieder die gleichen Bilder: Leere Supermarktregale, in denen ursprünglich Nudeln, Dosenravioli oder Mehl lagerten. Doch während man sich bei Nudeln oder Konservengemüse noch denken kann, was sich daraus kochen lässt, sieht es bei Mehl schon anders aus: Warum genau wird das Getreide gehamstert? Dafür gibt es zwei Erklärungen:

  • Mehl ist sehr lange haltbar: Helle Mehle wie Weizen- und Roggenmehl können bis zu ein Jahr lang gelagert werden, wenn man sie kühl, trocken, lichtgeschützt und gut verschlossen aufbewahrt. Aus diesem Grund steht Mehl auch auf der Notfall-Vorratsliste des Bundesamts für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK). Vollkornmehl hält sich aufgrund des höheren Fettgehalts allerdings nur maximal acht Wochen.
  • Aus Mehl kann man mit wenigen Zutaten Grundnahrungsmittel herstellen: Durch die Zugabe von Wasser, Trockenhefe, Salz und gegebenenfalls Öl kann man beispielsweise Brot und andere Teigwaren backen. Zusammen mit Eiern und Milch lassen sich aus Mehl schnell Pfannkuchen zubereiten oder ihr könnt Nudeln selber machen.

Brauche ich einen Notfallvorrat?

Dennoch ist es nicht sinnvoll, angesichts des Coronavirus in Panik zu verfallen und zehn Kilogramm Mehl auf Vorrat zu kaufen. Laut Einschätzungen des Handelverbands Deutschland sind keine Engpässe zu erwarten, die Versorgung der Bevölkerung sei gewährleistet. Die Checkliste des BBK bezieht sich zudem nicht auf das Coranavirus, sondern auf Katastrophensituationen wie Hochwasser oder Sturm – für diese Szenarien ist es sinnvoll, einen Vorrat im Haus zu haben, mit dem man zehn Tage ohne Einkauf überbrücken kann. Hier erklären wir, wie ihr einen Notvorrat anlegen könnt.

Desinfektionsmittel ausverkauft? Ganz einfach selber herstellen!

Neben Lebensmitteln zählen dazu auch Medikamente, Hygieneartikel oder Gegenstände, die im Falle eines Stromausfalls nützlich sind, wie etwa Campingkocher, Streichhölzer, Taschenlampen und Batterien. Tierbesitzer sollten außerdem daran denken, Fressen für Hund, Katze und Co. vorrätig zu haben. 

Möchtest du dich mit anderen über Bevorratung und Hamsterkäufe austauschen? Dann schau doch mal in der BRIGITTE-Community vorbei, wo bereits rege über das Thema diskutiert wird.

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