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Vom Sofa- zum Maskenhersteller: 5 Marken, die zur Coronakrise ihre Produktion umstellen

Corona aktuell: Mundschutz
© Volanthevist / Getty Images
Die Coronakrise hat die Welt im Griff. Doch es gibt in dieser Zeit auch positive Nachrichten: Viele Unternehmen haben ihre Produktion umgestellt, um Krankenhäuser zu unterstützen.

Es sind Nachrichten wie diese, die uns in der Coronakrise einen kleinen Lichtblick verschaffen. Denn ausgerechnet während Zeiten der sozialen Isolation scheint die Menschheit zusammenzurücken.

Hilfsbereitschaft, Solidarität und Loyalität sind es, die man heutzutage spürt, wenn man auf die Straße geht – oder Nachrichten wie diese liest: Gleich mehrere Unternehmen geben derzeit bekannt, ihre Produktion umzustellen. Alle ziehen an einem Strang, unser Ziel ist dasselbe – die Coronakrise gemeinsam durchzustehen und Menschenleben zu retten.

Wir stellen fünf Marken vor, die gerade statt Möbeln, Dessous oder Matratzen Atemmasken und Schutzkleidung herstellen. Und sagen: Danke!

FAMA: Mundschutz statt Möbel

Eigentlich produzieren sie Möbel. Jetzt nähen sie Masken. Der Sofa-Hersteller "FAMA" zeigt gerade auf eindrucksvolle Weise, wie Solidarität aussieht. Denn als in spanischen Kliniken der Ruf nach Atemschutzmasken laut wurde, reagierte das Unternehmen sofort – und zwar gemeinsam: "24 Stunden später waren wir dabei, 1000 Masken zu verlängern und zuzuschneiden, und das Nähteam bereitete seine Arbeitsplätze vor, um mit dem Nähen dieser Masken zu beginnen", berichtet FAMA-Designer Félix Lépez derzeit auf dem Firmenblog. Mitarbeiter seien – unter strikten Hygienemaßnahmen – freiwillig zur Arbeit gekommen, selbst an einem Feiertag, um unter Tränen weiter Masken zu nähen. López beschreibt die Produktionsumstellung "nicht als ein Projekt von FAMA, sondern der Menschen, die bei FAMA arbeiten". 

Mey: Aus Dessous werden Schutzmasken

Auch die Mitarbeiter des Dessous-Labels "Mey" aus Albstadt beschäftigen sich dieser Tage mit Mundschutz statt Unterwäsche: "Die Anfragen von medizinischen Einrichtungen haben sich in den letzten Tagen derart gehäuft, dass wir uns dazu entschlossen haben, zeitnah in die Fertigung eines funktionalen Mund- und Nasenschutzes einzusteigen", erklärte Matthias Mey gegenüber "TextilWirtschaft". 

Breckle: Von der Matratze zur Maske

Als das Coronavirus noch ein weit entfernter Erreger schien, beschäftigte sich die Firma "Breckle" bereits maßgeblich mit Masken statt Matratzen. Die Schutzmasken werden direkt an öffentliche Einrichtungen wie Kliniken geliefert. 400.000 Stück werden nun produziert!

"Unsere Näherinnen haben auf die Umstellung großartig reagiert“, zeigt sich Gerd Breckle in der Pressemitteilung begeistert vom Einsatz seiner Mitarbeiter*innen.

Groupe Clarins: Desinfektionsmittel statt Make-up

Auch Pflege-Hersteller stellen ihre Produktion um. Die französische "Groupe Clarins" informiert aufgrund der Coronakrise nicht über mehr neue Make-up-Kollektionen – sondern über die Herstellung von Desinfektionsmittel. In einer Pressemitteilung heißt es: "Unser Ziel ist, die Produktion des Handdesinfektionsmittels so lange fortzusetzen wie es notwendig und unter gesundheitlich angemessenen Bedingungen für die Mitarbeiter in unseren Fabriken möglich ist." Die Desinfektionsmittel werden dem französischen Gesundheitssystem zur Verfügung gestellt.

H&M: Schutzkleidung statt Streetwear

Auch "H&M" ist wie immer im Trend – und produziert ab sofort Schutzkleidung für medizinisches Personal. Dafür würden Produktionsmitarbeiter weltweit zusammen arbeiten und versuchen, länderübergreifend Menschen in der Coronakrise zu helfen – vor allem denen, die an vorderster Front im Gesundheitssystem gegen das Coronavirus kämpfen.

verwendete Quellen:Textilwirtschaft.de, Fama, Mey, Tagesspiegel, Breckle Weida, H&M, Groupe Clarins


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