DHL-Erpressung: Polizei rät zur Vorsicht – das müsst ihr beachten!

Ein Unbekannter erpresst den Zustelldienst DHL – mit in Paketen versteckten scharfen Bomben. Die Polizei warnt jetzt: Sendungen an Privatpersonen seien nicht auszuschließen.

DHL: Fahrzeug und Zusteller
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Nach dem Fund einer Paketbombe in Brandenburg rät die Polizei zur Vorsicht. Das am Freitag bei einem Apotheker in Potsdam abgegebene Päckchen war offenbar hochgefährlich: Der oder die Täter nähmen bei einer Explosion schwerste Verletzungen oder sogar Tote billigend in Kauf, warnte Brandenburgs Innenminister Karl-Heinz Schröter.

Nach Erkenntnissen der Ermittler will der Absender den Zustelldienst DHL erpressen. Der oder die Täter zeichnen offenbar schon für eine weitere gefährliche Sendung Anfang November verantwortlich. Es sei nicht auszuschließen, dass künftig sowohl kleinere Unternehmen als auch Privatpersonen in den Fokus des Erpressers gelangen, heißt es seitens der Polizei.

"Wer ein auffälliges Paket zugestellt bekommt, nicht öffnen, denn das könnte die Auslösung bewirken", appelliert Innenminister Schröter. "Wenn Leuten etwas seltsam vorkommt, sollte unbedingt die Polizei gerufen werden", zitiert unter anderem das "ZDF" einen Polizeisprecher.

Stutzig werden sollten Empfänger bei folgenden Hinweisen:

  • Kein Paket bestellt
  • Gar kein oder kein eindeutiger Absender
  • Rechtschreibfehler
  • Herausragende Drähte
  • Flecken und Verfärbungen am Paket


DHL soll dem oder den Unbekannten einen Millionenbetrag zahlen – ansonsten drohen weitere Anschläge. Das geht aus einem QR-Code hervor, der sich in dem am Freitag zugestellten Paket befand und den die Polizei nach der Sprengung des Päckchens rekonstruieren konnte. Die Bombe enthielt Nägel und einen sogenannten Polenböller, einen in Deutschland nicht zugelassenen Feuerwerkskörper.

Die Staatsanwaltschaft ermittelt nun wegen Herbeiführung einer Sprengstoffexplosion und versuchter schwerer räuberischer Erpressung. Rund 25 Experten arbeiten derzeit an der Aufklärung des Falls – bislang ohne Erfolg. Wer Hinweise zum Täter geben kann oder Verdächtiges beobachtet hat, sollte sich an die Telefonnummer 0331-505950 oder die nächstgelegene Polizeistation wenden.

Update: Ein am Montag in der Thüringer Staatskanzlei in Erfurt gefundenes verdächtiges Paket hat sich als harmlos erwiesen. Die verdächtige Sendung entpuppte sich als zusammengerollte Kataloge.

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