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Neue Studie Diese Corona-Maßnahme ist die wirksamste von allen

Neue Studie: Diese Corona-Maßnahme ist die wirksamste von allen
© Zigres / Shutterstock
Welche Maßnahme hilft am meisten bei der Bekämpfung der Pandemie? Forscher haben die verschiedenen Regeln ausgewertet.

Schul- und Restaurantschließungen, Ausgangssperren und Kontaktbeschränkungen, Mund-Nasen-Schutz und Desinfektionsmittel – es wird vieles ausprobiert, um die Corona-Pandemie einzudämmen.

Bislang leider mit mäßigem Erfolg. Die Zahlen steigen, und noch immer ist teilweise unklar, wo die Menschen sich genau anstecken und welche Maßnahmen wirken. In immer mehr "Modellregionen" nach dem Vorbild von Tübingen will man nun herausfinden, ob mit intensiven Testungen Lockerungen gefahrlos möglich sind oder nicht. Ob das gutgeht, weiß im Moment aber noch niemand.

Da kommt die Nachricht gerade recht, dass Wissenschaftler*innen der Universität Oxford zusammen mit anderen europäischen Forschern herausgefunden haben, welche Maßnahmen die Ausbreitung des Virus' am effektivsten bremsen. Wie stern.de unter Berufung auf die dpa berichtet, haben sie dafür in 114 Regionen Europas untersucht, welche Maßnahmen den R-Wert am effektivsten drücken – diese "Reproduktionszahl" gibt an, wie viele Menschen eine infizierte Person ansteckt. Liegt der Wert über 1, steigt die Zahl der Neuinfektionen, die Krankheit breitet sich also weiter aus. Ist sie kleiner als 1, gibt es immer weniger Neuinfektionen, bis die Pandemie schließlich endet.

Diese Corona-Maßnahmen sind am effektivsten

  1. Kontaktverbote sind am wirksamsten. Dabei gilt: Je strenger sie ausgelegt werden, desto effektiver sind sie. Die Begrenzung von Treffen auf maximal zwei Personen hat demnach den größten Effekt und reduziert den R-Wert um rund 26 Prozent. Bei weniger strengen Kontaktbeschränkungen nimmt der Effekt schnell ab.
  2. Nächtliche Ausgangssperren sind den Forschern zufolge ebenfalls ziemlich wirkungsvoll. Sie können den R-Wert um rund 13 Prozent senken.
  3. Die Schließung der Gastronomie liegt mit zwölf Prozent Reduktion in einem ähnlichen Bereich.

Um diese Werte berechnen zu können, haben die Wissenschaftler*innen sowohl die Corona-Fallzahlen als auch die verhängten Maßnahmen von August 2020 bis Januar 2021 in mehreren europäischen Ländern analysiert und auf die einzelnen Maßnahmen heruntergebrochen. In diesem Zeitraum war die hochinfektiöse britische Variante B.1.1.7 allerdings noch nicht die vorherrschende Virus-Variante. Die Studie wurde auch noch nicht von Fachleuten begutachtet oder in einem Fachmagazin veröffentlicht.


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