Trump gibt erstes TV-Interview: DAS sind seine wahren Pläne als US-Präsident!

Abschiebungen, Mauerbau, Gesundheitsreform: Donald Trump erklärt in seinem ersten TV-Interview nach dem Wahlsieg an, wo es für die USA langgehen soll.


Schon während des Wahlkampfes schockte Donald Trump immer wieder mit aggressiven Verbalattacken und vollmundigen Versprechen über seine Vorhaben als neuer US-Präsident. So wolle er eine Mauer zu Mexiko bauen, Millionen von Migranten abschieben oder das Gesundheitssystem "Obamacare" abschaffen.

Und nun, nach der Wahl? In seinem ersten TV-Interview nach dem Wahlsieg nimmt der 70-Jährige in der CBS-Sendung '60 Minutes' nun erneut Stellung zu seinen Plänen – und schlägt dabei wesentlich besonnenere und zuweilen auch unpräzisere Töne an.

Seine Aussagen im Überblick:

  • Abschiebungen

Donald Trump kündigt an, drei Millionen Migranten abzuschieben. Vor allem Kriminelle, Bandenmitglieder und Drogendealer sollen die USA zeitnah verlassen müssen. "Wir schaffen sie außer Landes oder wir sperren sie ein", sagte er im Interview laut 'Bild'. Übrigens: Im Wahlkampf sprach der Immobilien-Mogul noch von elf bis zwölf Millionen Abschiebungen!

  • Mauerbau

Auch an diesem Plan wird der 45.US-Präsident festhalten – allerdings mit Abstrichen. So könne es an einigen Stellen auch nur "etwas Einzäunung" geben.

  • Syrien

Der IS muss bekämpft werden – das machte Trump deutlich. Wie genau er das anstellen wolle, verriet er hingegen nicht. Nur, dass er einen anderen Kurs fahren werde, als Barack Obama. Gegen den syrischen Präsidenten Assad werde Trump hingegen nicht kämpfen, denn das würde einen Kampf gegen Russland bedeuten.

  • Obamacare 

Im Wahlkampf hieß es noch, er wolle die von Barack Obama ins Leben gerufene Gesundheitsreform komplett abschaffen. Nun revidiert er seine Aussage: Mindestens zwei der Regelungen werde er behalten. So dürfen Krankenversicherungen auch weiterhin keine Versicherten ablehnen und Kinder bis 26 Jahren, die noch Zuhause leben, dürfen auch in Zukunft über die Eltern mitversichert werden.

  • Homo-Ehe

An der Legalisierung der Homo-Ehe werde Trump hingegen nicht rütteln. "Das ist entschieden, das ist jetzt das Recht", sagte er.

  • Abtreibung und Waffengesetz

Dazu hat der neue US-Präsident eine deutliche Meinung – und die wird er durchsetzen. Dazu werden für das Oberste Gericht nur Kandidaten nominiert, die klar gegen Abtreibung und für das Recht auf Waffenbesitz sind. Schon im Wahlkampf kündigte er an, den Besitz von Waffen an Schulen in Zukunft wieder zu erlauben.

  • Gehalt 

Trump werde auf das übliche Präsidenten-Gehalt von 400.000 US-Dollar jährlich verzichten. Stattdessen akzeptiere er lediglich einen symbolischen Dollar pro Jahr.

  • Hillary Clinton

Er hat sie im Wahlkampf zerrissen, wollte sie sogar ins Gefängnis bringen. Im TV-Interview äußerte er sich hingegen versöhnlich. So sei Clinton "sehr stark und klug" und ihr Anruf, in dem sie ihm zum Wahlsieg gratulierte, sei "reizend" gewesen. Sogar Ehemann Bill Clinton sei "sehr, sehr nett" gewesen.

  • Personal

Trump fährt eine klare Linie, das machen auch seine Personalentscheidungen deutlich: So holt er den ultra-rechten Stephen Bannon ins weiße Haus. Nachdem er in den letzten Monaten die Wahlkampagne von Trump leitete, wird er nun sein Chefstratege und führender Berater. Zu ihm gesellt sich der republikanische Parteivorsitzende Reince Priebus als Stabschef.

"Steve und Reince sind hoch qualifizierte Führungspersönlichkeiten, die gut in unserer Kampagne zusammengearbeitet und uns zu einem historischen Sieg geführt haben. Jetzt werde ich sie beide bei mir im Weißen Haus haben, um daran zu arbeiten, Amerika wieder groß zu machen."

ag
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