Schulen sollen Toiletten für drittes Geschlecht bekommen

Mädchentoiletten, Jungstoiletten – und bald auch diverse Toiletten? Offenbar könnte es schon bald ein stilles Örtchen fürs dritte Geschlecht an unseren Schulen geben. Erste Überlegungen werden in Bayern geführt – und prompt wird Kritik laut.

Toiletten für drittes Geschlecht
Letztes Video wiederholen
Als nächstes Video folgt in 5 Sekunden:
Melania Trump im Weihnachtsfieber
Melania Trump versprüht amerikanischen Weihnachtsspirit

Wäre diese Entscheidung ein Schritt in die richtige Richtung oder öffnet sie das Tor für Mobbing? Das fragen sich Experten, nachdem erste Überlegungen laut werden, demnächst dreierlei Schultoiletten anzubieten.

Bayern als Vorreiter

Konkret waren die Gedankenspiele in Bayern aufgekommen: Neue Schulen könnten demnach stille Örtchen für Junge, Mädchen und das dritte Geschlecht anbieten. Hintergrund ist, dass im Geburtsregister demnächst nicht mehr nur die Wahl zwischen "männlich" und "weiblich" gilt, sondern auch eine dritte Möglichkeit besteht. Ähnlich sieht es heute schon in den meisten Stellenausschreibungen aus, die "divers" als eigenes Geschlecht angeben: "Suche Fachkraft (m/w/d)"

Geburtsregister, Stellenausschreibung – und demnächst auch Schulklos? Der Vorstoß aus Bayern stößt nicht nur auf Jubelstürme. Denn was im ersten Moment schlicht und ergreifend modern und zeitgemäß klingt, irritiert Kritiker: Ruft man mit der Dreifach-Unterteilung nicht erst geschlechtsidentitäre Verwirrung bei Kindern aus? Und vor allem: Öffnen die "diversen Toiletten" nicht Mobbing an unseren Schulen Tür und Tor?

Beide Lager haben ihre Argumente und streiten leidenschaftlich. So jubeln die einen über Gleichberechtigung, während die anderen anmerken, dass noch kein Kinderpsychologe nachgewiesen habe, dass junge Schüler sich ihrer sexuellen Identität bewusst sind.

Noch steht nichts fest

Zeit für Diskussionen bleibt noch: Im Moment sind die Überlegungen über das dritte Schulklo nur eben das: Überlegungen. Konkrete Planungen für eine Umsetzung gibt es weder in Bayern, noch im Rest der Republik. Auch wenn sich schon Experten aus allen Ecken des Landes zu Wort melden und die Überlegungen wahlweise feiern oder kritisieren.

Übrigens: Es gibt auch eine andere Überlegung, wie man das dritte Geschlecht in Sachen Toiletten integrieren könnte. Und zwar indem man nicht drei verschiedene Toiletten anbietet – sondern nur eine einzige. Unisex-Toiletten gelten als eine mögliche Lösung im Streit um Geschlechteridentität, weil sie niemanden benachteiligen oder bevorzugen. Hier könnte dann jeder einfach eintreten um auszutreten – egal ob Junge, Mädchen oder nichts von beidem.

Wie siehst du das Ganze? Stimm jetzt ab:

Videotipp: Junge wird wegen dieses Bildes von der Schule geschmissen – dabei ist es nur …

Aus der Klasse geworfen für diese Zeichnung - doch die Erklärung ist zum Totlachen
fm
Themen in diesem Artikel

Unsere Empfehlungen

Brigitte-Newsletter

Brigitte-Newsletter

Trends und Tipps aus den Bereichen Mode & Beauty, Reise, Liebe und Kochen - lies zum Wochenstart das Beste von Brigitte.