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Elterngelddebatte Nun kontert die Union mit diesem Vorschlag

Elterngelddebatte: Nun kontert die Union mit diesem Vorschlag
© pikselstock / Adobe Stock
Die Debatte ums Elterngeld geht weiter: Die Union will das Elterngeld ausweiten statt es für Gutverdienende zu kürzen. Damit sollen Väter ermutigt werden, mehr Elternzeit zu nehmen.

Anfang Juli wurde bekannt, dass Bundesfamilienministerin Lisa Paus (Grüne) plant, das Elterngeld ab einem zu versteuernden Jahreseinkommen von 150.000 Euro zu kappen. Aktuell liegt die Einkommensgrenze bei 300.000 Euro.

Der Aufschrei war groß: Die Unternehmerin Verena Pausder startete eine Petition gegen die Kürzungspläne, die inzwischen mehr als 590.000 Mal unterzeichnet wurde. "Die Elterngeld-Streichung ist ein katastrophales Signal gegen Kinder, gegen die partnerschaftliche Vereinbarkeit von Beruf und Familie und gegen die Chancengerechtigkeit von Männern und Frauen - all das ist kein Fortschritt, sondern ein massiver Rückschritt!", heißt es im Petitionstext.

Neuer Elterngeld-Bonus für Väter?

Nun springt die Union auf den Zug auf und fordert statt einer Kürzung eine Ausweitung des Elterngeldes. Genauer: CDU und CSU plädieren dafür, die Bezugsdauer des Elterngeldes um weitere zwei Monate auf bis zu 16 Monate auszuweiten. "Wir wollen auch Väter ermutigen, stärker als bisher die Elternzeit zu nutzen. Dafür wollen wir einen neuen Elterngeld-Bonus schaffen: Wenn sowohl Vater als auch Mutter Elternzeit nehmen, soll der Anspruch auf das Elterngeld um weitere zwei Monate (12+4) steigen“, zitiert die "Bild" die CSU.

Die geplante Kappung des Elterngeldes für Gutverdienende ist hochumstritten. Während die einen Sturm gegen die geplante Kürzung laufen, fordern andere, Familien in prekären Verhältnissen viel stärker zu unterstützen. Erst kürzlich wurde bekannt, dass das Familienministerium deutlich weniger Geld für die geplante Kindergrundsicherung zur Verfügung haben werde als geplant: Statt zwölf Milliarden Euro jährlich plane Lisa Paus nur noch mit zwei bis sieben Milliarden Euro. Zuvor hatte Finanzminister Christian Lindner (FDP) gesagt, dass er für die Reform nur zwei Milliarden Euro jährlich veranschlagen möchte.

Verwendete Quellen: Bild.de, Tagesspiegel, Zeit.de

Dieser Artikel ist zuerst auf ELTERN.de erschienen.

sar Brigitte

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