Wird dieser Mann Marine Le Pen besiegen?

Emmanuel Macron könnte Marine Le Pen bei der Präsidentschaftswahl gefährlich werden. Besonders junge Franzosen setzen auf den Polit-Star.

Er sagt, er sei weder links noch rechts, sondern fortschrittlich. Außerdem gilt Emmanuel Macron als freigeistig und optimistisch. Er strahlt Jugend und Energie aus, und wird von seinen Fans als Weltbürger gefeiert. In Zeiten, in denen Populisten wie Donald Trump, Marine Le Pen oder Frauke Petry massenhaft Anhänger mobilisieren, begeistern die aufgeklärten Ideen des studierten Philosophen immer mehr Franzosen. Sein gutes Aussehen tut sein Übriges.

Am 7. Mai will Macron bei der Präsidentschaftswahl gegen Marine Le Pen antreten – und gewinnen. Die Chancen stehen gar nicht schlecht. Viele - vor allem junge -  Franzosen hoffen, dass der 39-Jährige gegen die Rechtspopulistin triumphiert und das Land ins "21. Jahrhundert führen wird", wie er ankündigte. Die Front-National-Chefin wird beim ersten Durchgang im April voraussichtlich die meisten Stimmen bekommen. Ihr Gegner im finalen Duell am 7. Mai könnte dann Macron heißen.

Der junge Polit-Star steht für alles, wofür Le Pen nicht steht

Seine Anhänger feiern Macron als „französischen Obama“ oder wahlweise als "Frankreichs John F. Kennedy." „Anti-Trump“ träfe es aber wohl genauso: Macron sieht sich als Verfechter einer pluralistischen Gesellschaft, eines geeinten Europas und einer globalisierten Wirtschaft. Er steht für Einwanderung und gegen Abschottung und bezeichnet sich selbst als „überzeugten Europäer.“

Seine unabhängige Bewegung „En marche“ (was soviel bedeutet wie „in Gang setzen“) richtet sich wie die populistischen Parteien gegen das politische Establishment, aber eben nicht rückwärtsgewandt, sondern progressiv. Laut „heute-journal“ soll seine Anti-Partei bereits 160.000 Mitglieder zählen - „das wären mehr als die sozialistische Regierungspartei vorweisen kann“, rechnet Theo Koll im ZDF vor.

Wer ist Emmanuel Macron?

Macron studierte Philosophie an einer Elite-Uni, danach absolvierte er die Elite-Verwaltungshochschule École nationale d’administration (ENA). Er machte Karriere als Investmentbanker und heiratete 2007 seine rund 20 Jahre ältere frühere Französisch-Lehrerin, die drei erwachsene Kinder mit in die Ehe brachte.

Schließlich wurde Macron Berater des sozialistischen Präsidenten François Hollande, der ihn 2014 zum Wirtschaftsminister machte. Nach innerparteilichen Turbulenzen gab Macron 2016  bekannt, dass er die politische Bewegung „En Marche“ gegründet habe und 2017 als unabhängiger Präsidentschaftskandidat antreten werde.

Gewinnt er, könnte er der Hoffnungsträger eines ganzen Kontinents werden: "Europe d'abord!" ("Europa zuerst!") als Antwort auf den aufkeimenden Nationalismus, der nicht nur in Trumps "America First!" Ausdruck findet.

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