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Monica Lierhaus bereut die OP, die ihr Leben rettete

Monica Lierhaus bereut die OP, die ihr Leben rettete
© Getty Images / Andreas Rentz
TV-Moderatorin Monica Lierhaus kämpft noch heute mit den Folgen ihrer Hirnoperation. Noch einmal würde sie die OP nicht machen, sagte sie in einem Interview.

Monica Lierhaus war einst die "Miss Sportschau". Bis zu dem Tag, an dem in ihrem Gehirn eine Arterie platzte. Im Januar 2009 unterzog sich die erfolgreiche Sportmoderatorin einer Hirnoperation. Nach schweren Komplikationen lag sie vier Monate lang im Koma. In einem emotionalen Interview, das sie zusammen mit ihrer Mutter Sigrid der Hannoverschen Allgemeinen Zeitung gab, spricht die heute 45-Jährige über ihre Krankheit und ihren Weg zurück ins Leben.

Noch heute fällt Monica Lierhaus das Laufen schwer. "Meine Gangart nervt mich nach wie vor sehr", sagt sie. Sie sei auf dem Stand eines Kleinkindes gewesen, als sie aus dem Koma erwachte. Heute sei gesundheitlich zu 85 Prozent wieder hergestellt.
Ihrer lebensrettenden Hirnoperation steht sie kritisch gegenüber: "Ich glaube, ich würde es nicht mehr machen", gesteht sie. Auch der Einwand ihrer Mutter, dass sie dann tot wäre, bringt sie nicht von ihrer Meinung ab. "Egal. Dann wäre mir vieles erspart geblieben."

"Falsche Zeit, falscher Ort, das weiß ich jetzt auch."

Im Gespräch äußert sich die Moderatorin auch zu ihrem TV-Comeback im Februar 2011 bei der Verleihung der Goldenen Kamera. Ihr Auftritt bewegte viele Menschen, sorgte aber auch für Kritik. Dennoch bereut sie nichts: "Es war ein Befreiungsschlag für mich. Ab da war klar: So bin ich jetzt. So müsst ihr mich nehmen - oder eben nicht. Von da an konnte ich frei draußen herumlaufen. Vorher wurde ich angestarrt wie ein Monster. Leute haben die Straßenseite gewechselt. Jetzt ist es besser. Der Abend hatte also auch etwas Gutes."

Vor laufender Kamera machte Monica Lierhaus ihrem Lebensgefährten Rolf Hellgardt einen Heiratsantrag. Eine Entscheidung, die sie heute anders treffen würde: "Ich wollte Rolf etwas zurückgeben, weil er so wahnsinnig viel für mich getan hatte. Falsche Zeit, falscher Ort, das weiß ich jetzt auch." Die beiden haben sich inzwischen getrennt. Unter Tränen sagt sie: "Schade. 18 Jahre. Aber die Welt geht nicht unter. Die Welt dreht sich weiter. Ja. Ich habe so viele Rückschläge meistern müssen - das bekomme ich jetzt auch noch hin."

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