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"Beitrag zum Energiesparen" Erster Discounter ändert Öffnungszeiten im Winter

Werden die Supermärkte in Zukunft etwas alle eher schließen, um Energieengpässe zu vermeiden? 
Werden die Supermärkte in Zukunft etwas alle eher schließen, um Energieengpässe zu vermeiden? 
© Rido / Adobe Stock
Um Energie zu sparen, setzen zahlreiche Filialen von Aldi Nord jetzt auf kürzere Öffnungszeiten. Was bedeutet das für Kund:innen?

Steigende Stromkosten und Lieferengpässe: auch die Supermärkte kriegen die Folgen der Energiekrise langsam aber sicher zu spüren – vor allem jetzt, wo es auf den Winter zugeht. Der Discounter Aldi Nord hat nun seine Konsequenzen daraus gezogen und will ab November die Öffnungszeiten zahlreicher Märkte kürzen. Doch was bedeutet das konkret für uns?

"Beitrag zum Energiesparen"

Bei vielen in Vergessenheit geraten: auch zu Corona-Zeiten gab es Einschränkungen in den Öffnungszeiten. Viele Lebensmittelgeschäfte mussten aufgrund des Lockdowns ihre Geschäfte um 20 Uhr schließen. 

Jetzt gibt es die nächste Krise. Was bei vielen Unternehmen schon im Gespräch war, hat die Discounterkette Aldi Nord nun offiziell verkündet. Betroffene Filialen, die sonst um 21 oder 22 Uhr ihre Pforten schließen, sollen die Märkte einheitlich um 20 Uhr zumachen, um damit "aktiv einen Beitrag zum Energiesparen" zu leisten, heißt es in einem Statement auf dem Kurznachrichtendienst "Twitter".

Zunächst soll die Maßnahme aber nur auf den kommenden Winter begrenzt sein. Märkte, in denen längere Öffnungszeiten vorgegeben sind, bleiben davon allerdings ausgenommen. "Das betrifft beispielsweise Märkte in Einkaufszentren sowie Filialen, wo die Kundenfrequenz zwischen 20 und 21 Uhr besonders hoch ist", teilte ein Unternehmenssprecher am Mittwoch mit.

Öffnungszeiten dauerhaft kürzen?

Heiße Diskussionen um mögliche Einschränkungen der Ladenöffnungszeiten stieß laut "Lebensmittel Zeitung" bereits Thomas Gutberlet, Geschäftsführer der Supermarktkette Tegut, an. Sind die kürzeren Öffnungszeiten etwa dauerhaft die Lösung? "Kurzfristig würde eine Reduzierung helfen; langfristig würde es das Berufsbild im Einzelhandel wieder attraktiver machen", wird Gutberlet im Fachblatt zitiert.

Im Moment sieht es dennoch nicht so aus, als würden die Wettbewerber es Aldi Nord gleichtun, im Gegenteil. Ein Firmensprecher der Rewe-Gruppe teilte mit, eine Verkürzung der Öffnungszeiten zur Energieeinsparung werde weder bei den Rewe-Supermärkten noch bei der konzerneigenen Discounterkette Penny erwogen. 

verwendete Quellen: tagesschau.de 

mre Brigitte

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