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20-jähriger Londoner ertrunken Er sprang in die Themse, um ein Leben zu retten

20-jähriger Londoner ertrunken: Tower Bridge
© QQ7 / Shutterstock
Jimi Olubunmi-Adewole beobachtete, wie eine Frau in die Themse stürzte. Er zögerte nicht – und sprang hinterher, um ihr zu helfen. Doch sein Einsatz endete tragisch.

In der Nacht vom 24. auf den 25. April ging ein Notruf bei der Londoner Polizei ein. "Wir wurden etwa zwölf Minuten nach Mitternacht angerufen, es gab Meldungen über eine Frau, die nahe der London Bridge in die Themse gestürzt war." Die Polizei und ebenfalls alarmierte Rettungskräfte machten sich sofort auf den Weg. Es war dunkel, die Nacht war relativ kalt und das Wasser der Themse "bewegt", heißt es. Keine guten Voraussetzungen für eine Rettungsaktion. Jede Sekunde zählte.

Das wussten aber nicht nur die Polizisten, sondern auch zwei Passanten war der Ernst der Lage klar: Die beiden jungen Männer hatten neben mehreren anderen Menschen mit angesehen, wie die Frau ins Wasser gefallen war. Die beiden zögerten nicht lange – und sprangen hinterher. Einer von ihnen war der 20-jährige Jimi Olubunmi-Adewole. Doch der Versuch, ein Leben zu retten, endete tragisch. Während die Rettungskräfte, die bald darauf eintrafen, einen der Männer und auch die Frau lebend aus dem Wasser holen und medizinisch versorgen konnten, war Olubunmi-Adewole in den Wellen verschwunden.

Mitten in der Nacht sprang der 20-Jährige in die Themse

"Traurigerweise konnten wir trotz einer umfangreichen Suche mit Polizeihubschraubern, Tauchern und zahlreichen Beamten den Mann nicht ausfindig machen. Um sechs Uhr am folgenden Morgen wurde jedoch eine Leiche gefunden, bei der es sich vermutlich um den Vermissten handelt", meldete die Polizei. Dieser Verdacht sollte sich bald darauf bestätigen: Jimi Olubunmi-Adewole war bei dem verzweifelten Rettungsversuch ums Leben gekommen. "Seine Angehörigen wurden verständigt und werden von Beamten der Londoner Polizei betreut."

Freunde, Kollegen und Verwandte des 20-Jährigen, der in Nigeria geboren wurde und nach dem Besuch einer Wirtschaftsschule für eine gemeinnützige Organisation in London arbeitete, äußerten sich bestürzt über seinen Tod. Seine Arbeitgeber würdigten Olubunmi-Adewole mit bewegenden Worten: "Er hatte ein reines Herz und war immer hilfsbereit." Ein Freund äußerte sich: "Du warst selbstlos wie immer, und daran wird man sich erinnern! Ruhe in Frieden, mein Bruder."

Quelle: "Metro"

Dieser Artikel erschien ursprünglich auf stern.de.


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