Diese Mädels machen uns Mut: "Unsere Brüste sehen beim Sex toll aus, auch wenn sie unperfekt sind!"

Feminismus hat nichts mit Männerhass zu tun, das beweisen Jana und Teresa aus München. Im Interview erklären sie uns stattdessen, wie man es schafft, sich selbst zu lieben und damit anderen Frauen Mut macht.

Ich bin jetzt mal ganz ehrlich. Es gibt selten Tage, an denen ich denke: Mega! Ich sehe heute echt gut aus! Denn im Grunde plagen auch mich ständig Selbstzweifel. Die Kilos verharren eisern auf meinem Hintern, meine Haare sind viel zu dünn, als das ich mit ihnen irgendwas machen könnte (Ciao, Fischgrätenzopf!) und wenn ich lache, habe ich keine Oberlippe mehr. (Dafür aber gaaaanz viel Zahnfleisch!)

Das ist natürlich alles nicht das Ende der Welt, manchmal fühlt es sich aber trotzdem so an. Wenn ich mir dann auch noch die vermeintlich perfekten Bloggerinnen bei Instagram angucke, ist die Beauty-Apokalypse nicht mehr weit. Erde tu' dich auf und verschluck mich. Oder zumindest meine Cellulite und die viel zu dünne Oberlippe.

Aber genug mit der Heulerei! Ein Gespräch mit zwei jungen Frauen hat mich zurück auf den Boden der Tatsachen geholt. (Danke dafür an dieser Stelle – auch im Namen meiner Freundinnen!) Teresa und Jana haben kürzlich den Blog 'These Girls' gegründet. Einen Blog, der uns Frauen nicht nur aus der Seele spricht, sondern vor allem Mut macht.

Wir Frauen sollten uns gegenseitig unterstützen, denn am Ende versteht uns doch keiner so gut wie eine andere Frau. Wir glauben an diese weibliche Energie.

Feminismus hat nichts mit Männerhass zu tun!

Und es funktioniert! Ihre Texte treffen den Nerv der Zeit, denn die Frau von heute ist bereit für modernen und saucoolen Feminismus – inklusive einer gehörigen Portion Humor.

Wir hatten den Eindruck, dass man auf den einschlägigen Seiten meist in eine Schublade gesteckt wird. Wir wollen einfach nicht mehr lesen, wie man in vier Wochen 20 Kilo abnimmt. Keiner ist perfekt und wir Frauen müssen untereinander lockerer damit umgehen.

"Wir müssen mit uns selbst klarkommen!"

Warum also nicht mal eine Hommage an die eigenen Brüste schreiben? Oder eine Story über Cellulite? Denn auch wenn Teresa und Jana gerne ins Fitnessstudio gehen, sich gesund ernähren und so gut wie möglich aussehen wollen, haben sie Dellen an den Oberschenkeln. Na und? Soll sie doch jeder sehen! Gerne auch ganz plakativ als Aufmacher auf dem Blog und auf Instagram.

Empowernd und inspirieren zu sein, hat nichts mit dem Aussehen zu tun. Wir wollen niemand sein, der immer mit erhobenem Zeigefinger durch die Welt geht. Wir sehen den ganzen Tag Bilder von wunderschönen Frauen, aber am Ende des Tages muss man mit sich selbst klarkommen.

Selbstakzeptanz – klingt das nicht leichter gesagt als getan? Eigentlich nicht! Denn wenn es nach den 'These Girls'-Mädels geht, müssen wir endlich lernen, das Frausein zu zelebrieren – in all seinen Facetten und ohne uns ständig verunsichern zu lassen. Schon gar nicht durch Instagram und Co.: "Jeder kann selbst entscheiden, was er sieht. Möchte ich die super dünne Bloggerin sehen oder nicht? Wenn es mir nicht gut tut, kann ich ihr entfolgen. Und wenn sie mich inspiriert, umso besser."

"Selbstbewusstsein - dein Körper braucht dich!"

Doch so schön es auch ist, wenn uns andere Menschen bestärken, so müsse die eigentliche Kraft immer noch von uns selbst kommen. Sich darauf konzentrieren, was man an sich liebt – laute die Devise. Und alles andere lieben lernen.

Dabei könne vor allem der eigene Freundeskreis helfen, im besten Fall also Menschen, die eine positive Energie geben und nicht sagen: "Oh Gott, überleg dir, ob du dieses Kleid wirklich kaufen möchtest, weil es ist träger- oder ärmellos." Es gibt kein zu groß oder zu klein, wenn du dich in deiner Haut wohlfühlst, so Jana und Teresa weiter.

Das Label 'Plus Size' finden sie deswegen absolut lächerlich: "Vor allem, wenn man bedenkt, dass viele Plus-Size-Models Größen tragen, die einfach Standard sind. Ganz abgesehen davon, dass jeder Größe eine Standardgröße ist."

"Viele haben immer noch dieses festgefahrene Bild im Kopf. Wir finden das so veraltet!"

Dass das noch nicht jeder so sieht, ist den beiden Münchnerinnen hingegen bewusst. "Viele haben immer noch dieses festgefahrene Bild im Kopf. Wir finden das so veraltet!" Stattdessen solle man selbst entscheiden, was man mit seinem Körper macht.

Wir müssen den Mut haben, zu sagen: 'Ja, meine Brüste sehen nackt beim Sex toll aus, auch wenn sie nicht perfekt sind! Frausein kann bedeuten: 'Hey, ich rasiere mich ganz bewusst nicht.' Oder aber auch: 'Hey, ich bin unzufrieden, Ich lass' mir die Brüste machen.'

Übrigens plagen auch Jana und Teresa hin und wieder Selbstzweifel. Denn am Ende des Tages sind auch saucoole Feministinnen nur Menschen. 

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