VG-Wort Pixel

Ferrero, Maggi & Co. Deswegen gibt es immer mehr Lebensmittelrückrufe

Ferrero, Maggi & Co.: Frau beim Einkaufen
© d3sign / Getty Images
Immer wieder erleben wir, dass Produkte wegen gesundheitsschädigender Gründe aus dem Verkauf genommen werden. Aber warum gibt es in letzter Zeit so viele Rückrufe? 

Immer öfter hören wir von zurückgerufenen Lebensmitteln. Gerade noch gab es die große Salmonellen-Warnung von Ferrero und nun rückt Maggi nach wegen möglichen Metallteilchen in bestimmten Produkten. In den letzten Jahren haben sich die Lebensmittelwarnungen gehäuft. Produktwarnung.eu gibt bekannt, dass jede Woche in Deutschland im Schnitt zwei Lebensmittel zurückgerufen werden. 

Schwere Folgen ohne Warnung

Meistens sind es einzelne Chargen, die betroffen sind, doch die Folgen können sich als sehr erheblich erweisen. Es kann zu leichten bis schwerwiegenden Erkrankungen oder Verletzungen kommen. In wenigen Fällen sogar zum Tod. Um so wichtiger ist es, die Informationen mit Kund:innen zu teilen. 

Doch dies wird nicht immer getan. Oliver Barthel, Chefredakteur von produktwarnung.eu verrät im Interview mit FOCUS, dass es sogenannte stille Rückrufe gibt. Verbraucher:innen bekommen von diesen in der Regel gar nichts mit. Die jeweiligen Produkte werden zurückgerufen, bevor sie schlussendlich in den Handel gehen. 

Warum gibt es vermehrt öffentliche Rückrufe?

Barthel berichtet ebenfalls, dass die vermehrten Rückrufe von den Unternehmen selber aus gingen, da sie trotz der Gefährdung des eigenen Images sensibler mit dem Thema umgingen. Die Sorge, mit einem Shitstorm in der Öffentlichkeit umgehen zu müssen, wenn ein Rückruf versäumt wurde, sei viel zu groß, um irgendetwas zu riskieren. Wichtig sind also regelmäßige Kontrollen. 

Das Unternehmen Ferrero hatte beispielsweise in den letzten Wochen erst einzelne Chargen, dann alle Produkte, die innerhalb eines bestimmten Zeitraums verkauft wurden, zurückgerufen. Der Grund waren Salmonellen, an denen mindestens 150 Menschen erkrankt waren. Für Kinder oder Menschen mit schwachem Immunsystem kann dies lebensgefährlich sein, die Salmonellen-Symptome sind schwerwiegend.

Was kannst du tun, wenn du einen Mangel entdeckst? 

Nicht nur die Unternehmen können im Rahmen ihrer Produktion Kontrollen durchführen und so Mängel entdecken. Auch durch Verbraucher:innen werden diese festgestellt, leider erst dann, wenn der Fehler vorher nicht festgestellt wurde. Was könntest du in dem Fall tun?

Erst mal sollte auf jeden Fall sichergestellt werden, dass der Mangel nicht aus Versehen selbst entstanden ist – etwa beim Öffnen oder Verarbeiten des Produktes. Wenn dies ausgeschlossen werden kann, sollte sowohl das Unternehmen als auch die zuständige Lebensmittelbehörde informiert werden. Bewahre in dem Fall das vollständige Produkt und den Kaufbeleg unbedingt auf, denn ohne dies können keine genaueren Untersuchungen gemacht werden. 

Verwendete Quelle: Focus.de

mka Brigitte

Mehr zum Thema