Dieser Supermarkt verschenkt abgelaufene Lebensmittel an seine Kunden

Lebensmittelverschwendung ist eines der großen Probleme unserer Zeit - deswegen verschenkt dieser Markt nun abgelaufenes Essen an seine Kunden.

Der Joghurt ist seit gestern abgelaufen - doch ist er wirklich ungenießbar? An dieser Frage scheiden sich die Geister. Während viele den Becher gnadenlos wegwerfen würden, können andere den Inhalt auch Tage später noch genießen. Denn: Das Mindesthaltbarkeitsdatum sagt schließlich nicht, dass der Inhalt am Folgetag verdirbt.

Doch eins ist klar: Supermärkte dürfen abgelaufene natürlich nicht verkaufen. Tonnenweise Essen landet deswegen Jahr für Jahr im Müll - so sind die Regeln. Ein Rewe-Markt aus Bad Brückenau bei Fulda verschenkt nun als einer von ganz wenigen Märkten in Deutschland abgelaufene Lebensmittel an seine Kunden.

Was steckt hinter dem Food-Sharing-Regal?

Seit einigen Wochen steht in dem Markt der Familie Hauke ein Regal mit der Aufschrift "Zu gut für die Tonne - Foodsharing". Hier können sich Kunden des Marktes bedienen und alle Lebensmittel kostenlos mitnehmen. Allerdings ist das Mindesthaltbarkeitsdatum der Lebensmittel immer erreicht oder überschritten.

Ein Schild an dem Regal erklärt: "Jeder darf sich bedienen, jeder darf selbst entscheiden, wieviel er mitnehmen möchte. Und das ganz ohne Kosten – und ohne schlechtes Gewissen." Das Regal steht dabei hinter der Kasse, sodass Kunden noch nicht einmal etwas kaufen müssen, um die Lebensmittel vor der Tonne zu retten.

Warum wird das Essen nicht an Bedürftige gespendet?

Die örtliche Tafel wird von dem Markt auch beliefert. Allerdings können die Unterstützer hier nicht alle Arten von Lebensmitteln annehmen. Der übliche Weg geht so: Kurz vor Ablauf des Haltbarkeitsdatums bietet der Rewe-Markt die Lebensmittel der Tafel an, alles was übrig bleibt und abläuft, kommt ins Food-Sharing-Regal.

Markt-Chef Sebastian Hauke: "Dabei geht es nicht um die Versorgung der Bedürftigen. Das ist weiter die Aufgabe der Tafeln, die wir ebenso tatkräftig unterstützen. Es geht nur darum, mit Lebensmitteln respektvoll umzugehen und nichts sinnlos in die Tonne zu werfen."

Und wenn ich mir den Magen verderbe?

Eins ist klar: Jeder, der sich bei den Gratis-Lebensmitteln bedient, muss selber wissen, was er da tut. Die Kunden wissen, dass die Lebensmittel abgelaufen, aber in der Regel noch gut sind. Dennoch warnt ein Schild an dem Regal auch: "Wir garantieren nicht für die Unbedenklichkeit der Produkte aus unserem Food-Share-Regal. Die Haftung geht bei Mitnahme auf den Endverbraucher über."


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