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Neue Familienministerin sorgt für Schwung: Das will sie jetzt ändern!

Franziska Giffey, unsere neue Familienministerin
© Sean Gallup / Getty Images
Bundesfamilienministerin Franziska Giffey will Erzieherinnen künftig genauso gut bezahlen wie Lehrerinnen. Schließlich sei ihre Arbeit auch genauso viel wert.

Erzieherinnen in Kitas verdienen monatlich bis zu 1000 Euro weniger als Lehrerinnen in Grundschulen. Unsere neue Familienministerin Franziska Giffey findet das unfair und will Erzieherinnen künftig deutlich besser bezahlen. 

Gegenüber der "Bild am Sonntag" sagte sie: „Kitas sind Bildungseinrichtungen. Und aus meiner Sicht verdienen Erzieherinnen und Erzieher, auch jene, die im Ganztagsbetrieb im Hort arbeiten, eine Bezahlung ähnlich wie Pädagogen, die etwa in der Grundschule arbeiten.“

Konkret: Wie groß ist der Gehaltsunterschied wirklich?

Momentan bekommen Erzieher im Schnitt rund 2600 Euro brutto. Grundschullehrer erhalten diesen Betrag oft netto – als Einstiegsgehalt! Sind sie verbeamtet, genießen sie zudem weitere Vorzüge wie Unkündbarkeit und Privatversicherung.

Dabei sei die Arbeit von Erzieherinnen (mindestens) genauso viel wert, da sie "die Basis für die Zukunft unserer Kinder und damit für die Zukunft der Bundesrepublik legen“, so die 39-Jährige. Deshalb will sie den Erzieher-Job auch durch eine Ausbildungsvergütung attraktiver machen.  

Wer soll das bezahlen?

Einen konkreten Plan, wo das Geld für die Anhebung des Lohnniveaus herkommen soll, hat die SPD-Politikerin noch nicht. Allerdings ist ihr das Projekt wichtig genug, um es zu einer Gemeinschaftsaufgabe zu machen. "Da sind alle gefragt, Bund und Länder", sagte Giffey.

Immerhin geht es darum, Kindern den Weg in ein selbstständiges Leben zu ebnen, egal, welchen sozialen Hintergrund sie haben. "Was wir heute nicht in unsere Kinder investieren, wird später viel, viel teurer", so die Ex-Bürgermeisterin von Neukölln. 

Spitze gegen die AfD

Generell will Giffey die Gleichberechtigung von Männern und Frauen weiter vorantreiben – und sieht dabei zum Beispiel den wachsenden Einfluss der AfD als Stolperstein. Sie sagt: "Frauenrechte sind von vielen Seiten bedroht. Da muss ich mir nur die Fraktion der AfD im Bundestag angucken mit ihrem extrem geringen Frauenanteil."

Ihr Rat an alle Frauen: "Weitermachen. Nicht unterkriegen lassen. Frauen können alles.“ Hoffen wir, dass sie uns das beim Kampf für gerechtere Gehälter vormacht! 💪

 

sus

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