Fridays for Future: Spahn fordert "konkrete Maßnahmen" von den Schülern

Seit Wochen gehen Schülerinnen und Schüler freitags für Klimaschutz auf die Straße. Nun reagiert Gesundheitsminister Jens Spahn. Er sagt: "Bleibt politisch, aber werdet konkret!"

Jens Spahn (CDU) meldet sich zu den anhaltenden Klimaprotesten zu Wort. Schülern, die im Rahmen der "Fridays for Future"-Demonstrationen ihren Sorgen und ihrem Ärger Luft machen, ruft er zu: "Werdet konkret!"

In einem Gastbeitrag für die Wochenzeitung "Die Zeit" schreibt der Gesundheitsminister: "Mich freut das politische Engagement. Wer die Schüler ernst nimmt, muss sie gleichzeitig fragen: Wie soll es konkret weiter gehen? Was schlagt ihr vor, welche Folgen haben eure Vorschläge für wen - und wie gehen wir konkret mit diesen Folgen um?"

Erinnerungen an Lindner

Spahns Äußerungen erinnern ein wenig an Aussagen von FDP-Chef Christian Lindner, der vor wenigen Wochen sinngemäß sagte, Klimaschutz sei eine Aufgabe für Profis – die demonstrierenden Schüler würden die Gesamtzusammenhänge nicht erfassen und die Konsequenzen nicht verstehen.

Kritik auch am Schule-Schwänzen

Kritisch sieht Spahn auch – wie viele andere Politiker –, dass die demonstrierenden Schüler während der Schulzeit auf die Straße gehen. Er schreibt: "Gegen wen oder was streikt ihr? Wen setzt ihr mehr unter Druck: eure Lehrer, die Politiker, eure Eltern - oder euch selbst? Würde es eurem Anliegen nicht sogar mehr Nachdruck verleihen, nur nach der Schule zu demonstrieren?"

So reagiert das Netz

Auf Twitter schlägt Jens Spahn für seine Äußerungen eher Ablehnung entgegen: Die User kritisieren den Gesundheitsminister für seine Forderungen und halten ihm den Spiegel vor. Einige Beispiele:

Greta Thunberg wieder in Deutschland

Unterdessen hat die 16-jährige Greta Thunberg, die die Klimaproteste ins Rollen gebracht hatte, einen weiteren Deutschland-Besuch angekündigt. Die Schwedin möchte an diesem Freitag mit anderen Schülern die Berliner "Fridays for Future"-Demo unterstützen. Anschließend reist sie nach Potsdam, um dort am Institut für Klimafolgenforschung mit Experten zu diskutieren. Ob das Jens Spahn konkret genug ist, ist nicht überliefert.

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