Galeria Kaufhof: Weniger Gehalt, kein Weihnachtsgeld – sonst Job-Verlust

Die Warenhauskette Galeria Kaufhof will rund 21.000 Mitarbeitern das Gehalt kürzen. Ansonsten drohen Job-Verlust und Filial-Schließungen, sagt das Management.

Drastische Maßnahmen für die Mitarbeiter der großen Kaufhauskette Galeria Kaufhof: Das Management will Löhne und Gehälter um drei bis fünf Prozent kürzen, Urlaubs- und Weihnachtsgeld für drei Jahre streichen. Und das bei mehr Arbeit, denn künftig sollen Mitarbeiter wieder 40 Stunden die Woche arbeiten.

Aktuelle Lage "existenzgefährdend"

Möglich soll diese Einschnitte ein neuer Tarifvertrag machen, den die Chefetage mit der Gewerkschaft Verdi aushandeln will. Hintergrund sei die "wirtschaftliche Notlage" des Warenhauses. Das berichtet die Süddeutsche Zeitung. Demnach sei die aktuelle Umsatz-Entwicklung "existenzgefährdend".

Sollte die Gewerkschaft nicht das Okay für die Kürzungen geben, drohe die Insolvenz. Die Folge: Das Unternehmen müsste "mehrere Tausend Arbeitsplätze" streichen und viele Häuser schließen. 

Die kanadische Hudson's Bay Company hatte die Warenhauskette vor zwei Jahren der Metro AG abgekauft. Damals schrieb Galeria Kaufhof schwarze Zahlen – jetzt macht die Kette Verluste, die sich aktuell auf rund 50 Millionen Euro belaufen sollen. Für 2018 seien die Aussichten dabei noch schlechter als für das laufende Jahr. 

kia
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