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Besser nicht nachmachen Gefährlicher Social-Media-Trend zeigt, wie Alkohol wie Wasser schmeckt

Gefährlicher Social Media Trend: Vodka
© grafvision / Shutterstock
Dieser neue Social-Media-Trend ist wirklich gefährlich: Gemischt mit zwei alltäglichen Lebensmittel, schmeckt Alkohol wie Wasser. Und damit ist kein leichtes Mischgetränk gemeint, nein. Fast purer Vodka und Tequila werden gefährlich harmlos. 

Immer mehr Menschen auf Social Media machen diesen gefährlichen Trend nach. Die Reaktionen nach dem Geschmackstest sind immer gleich: Verblüffung und Unglauben. Deswegen nehmen die Tester:innen gleich noch einen Schluck des hochprozentigen Alkohols, der anscheinend nur nach Wasser schmeckt. Aber was mischen sie in ihr Getränk?

Gefährlicher Social-Media-Trend: So schmeckt Vodka nach Wasser

Hochprozentiger Alkohol wie Vodka, Tequila oder auch Rum schmecken mit dieser Mischung gefährlich harmlos. Und alles, was man braucht, sind zwei Lebensmittel, die sich in jedem Küchenschrank befinden: Salz und Natron. Zusammen mit einem Schluck kalten Mineralwasser soll der Drink nicht mehr nach Ethanol schmecken. 

Gestartet hat den Trend die 19-jährige Tik-Tokerin Jenna Hassen. Und ihr Getränk hat es in sich: Das Misch-Verhältnis von Vodka zu Wasser beträgt fast 1:1. In anderen Videos ist sogar mehr Alkohol als Wasser enthalten. Eine kleine Menge "Baking Soda", also Natron, Salz, gefiltertes Wasser und Eiswürfel vervollständigen die Mischung. 

@jenna.hassen

NOT A LIE WOW 19 years in the dark #bakingsoda

♬ original sound - jen🤗

Was den Trend so gefährlich macht, ist die Zielgruppe der Plattform TikTok. Denn die App benutzen sehr viele Minderjährige und vor allem auch Kinder. Über 30 Prozent der Nutzer:innen sind im Alter zwischen 10-19 Jahren. Das macht TikTok zur jüngsten Social-Media-Plattform im Vergleich zu Instagram und Facebook.

Wieso funktioniert dieser "Trick"?

Natron ist vielseitig im Haushalt einsetzbar. So ist es zum Beispiel ein willkommener Helfer beim Reinigen des Abflusses oder generell zum Neutralisieren von Gerüchen. Deswegen verwenden wird es auch gerne zum Waschen von Badevorlegern oder Teppichen verwendet, um modrige Gerüche loszuwerden.

Auch in der Kosmetik kommt Natron zum Einsatz: Zusammen mit Wasser und Öl lässt sich eine Deodorant-Creme herstellen. Manche putzen sich sogar damit die Zähne, was diese aufhellen soll. Das reibt allerdings nicht nur Ablagerungen, sondern auch den Zahnschmelz ab und ist deswegen nicht zu empfehlen.

Natron hat also eine desododierende und geruchsneutralisierende Wirkung. Doch ist es überhaupt gesund für den Körper? In einer neueren Studie der Augusta University in Georgia wurde festgestellt, dass die Einnahme von Natron Sodbrennen lindern kann. Die darin enthaltenen alkalischen Stoffe reduzieren die Säure in Magen und Speiseröhre und regt die Milz dazu an, ein entzündungshemmendes Milieu zu schaffen. Schädlich bleibt bei diesem Trend aber vor allem eins: der Alkohol. 

Verwendete Quellen: TikTok, praxisvita.de, omnicoreagency.com

mwe Brigitte

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