Gegen den Waffenwahn: Amerikas Jugend steht auf

Nach dem Schulmassaker in Florida ist die überlebende Schülerin Emma Gonzalez Wortführerin einer neuen Anti-Waffen-Bewegung geworden. 

Emma Gonzalez: Amerikas Jugend steht gegen Waffengewalt auf
Letztes Video wiederholen
Als nächstes Video folgt in 5 Sekunden:
Michelle Obama: 5 Highlights aus dem BRIGITTE-Interview

Schulmassaker sind in den USA bitterer Alltag

17 Menschen sind am Valentinstag an der "Stoneman Douglas High School" in Florida von einem ehemaligen Schüler erschossen worden. Doch der Amoklauf war kein Einzelfall. In den USA sind Schulmassaker fast an der Tagesordnung. Schon in den ersten eineinhalb Monaten dieses Jahres gab es 18 Amokläufe an US-Schulen.

Emma Gonzalez (18) hielt eine viel beachtete Wutrede gegen den Waffenlobbyismus

Kurz nach der Tragödie in Florida erhoben sich bereits einzelne Stimmen von überlebenden Schülerinnen und Schülern gegen die äußerst waffenfreundliche Trump-Regierung.

Am Wochenende schwollen die einzelnen Stimmen dann zu einem wütenden Chor an: Die Zwölftklässlerin Emma Gonzalez, die das Massaker miterleben musste, hielt bei einer Demonstration für schärfere Waffengesetze in Fort Lauderdale eine glühende Wutrede gegen den Waffenlobbyismus. Sie rief:

"An alle Politiker, die Geld von der NRA nehmen: 'Schämt euch!'"

Die NRA ist die mächtige "National Rifle Association of America", die in den USA als Lobbygruppe fungiert und regelmäßig große Summen an Politiker und Parteien spendet - unter anderem auch an US-Präsident Donald Trump.

Emma Gonzalez klagte an, dass die gewählten Politiker nicht ihren Job machten, um die Menschen zu beschützen, und dass die Schüler diesen Job nun übernehmen werden. Politikern und Lobbyisten drohte sie:

"Wir werden die Drecksarbeit machen - und wir werden sie gut machen!"

Geplant ist ein großer Anti-Waffen-Marsch in Washington

Immer mehr Schüler solidarisieren sich mit den Überlebenden von Florida. Sie wollen es nicht länger hinnehmen, in den Schulen potenzielles Ziel von Amokschützen zu sein. Mit aller Macht fordern sie nun schärfere Waffengesetze.

Cameron Kasky (17), ein Mitschüler von Emma Gonzalez, richtete die Facebook-Seite "Never Again" ein, auf der sich Schüler organisieren können. "Bleibt bei uns auf dieser Reise, die eine wahre Revolution wird", schrieb dort jemand. "Wir wollen die Kinder beschützen und dafür sorgen, dass nie wieder eine Stadt so trauern muss wie unsere."

Die Schnellfeuerwaffe, die der Amokschütze in Florida verwendete, um 17 Menschen zu töten, ist leicht zu bekommen - und erlangte bereits traurige Berühmtheit als beliebteste Waffe von Amokschützen.

Für den 24. März haben die Schüler nun zu einem Anti-Waffen-Marsch in Washington aufgerufen. Amerikas Lehrer wollen mit einem Generalstreik folgen - am 20. April, dem 20. Jahrestag des Massakers von Columbine.

Unsere Empfehlungen

Guten Morgen, Welt!

Guten Morgen, Welt!

Wir servieren euch täglich Trends, Top-Stories und kuriose Netzfundstücke zum Frühstück!

Brigitte-Newsletter

Brigitte-Newsletter

Trends und Tipps aus den Bereichen Mode & Beauty, Reise, Liebe und Kochen - lies zum Wochenstart das Beste von Brigitte.

Neuer Inhalt

Diesen Inhalt per E-Mail versenden

Emma Gonzalez: Amerikas Jugend steht gegen Waffengewalt auf
Gegen den Waffenwahn: Amerikas Jugend steht auf

Nach dem Schulmassaker in Florida ist die überlebende Schülerin Emma Gonzalez Wortführerin einer neuen Anti-Waffen-Bewegung geworden.

Du kannst mehrere E-Mail-Adressen mit Komma getrennt eingeben

Deine Mail wurde versendet
Deine Mail konnte leider nicht versendet werden