13-Jährige entdeckt Opas Grabstein in Gruselkabinett

Echter Grabstein in Gruselkabinett entdeckt: Friedhof mit Grabsteinen

Echter Horror statt Freizeitspaß: Eine Schülerin hat in einem Freizeitpark den Grabstein ihres Großvaters entdeckt – als Accessoire vor einem Gruselkabinett.

Wer ein Geisterhaus besucht, der erwartet das: blutverschmierte Gestalten, klappernde Skelette, und ja, vielleicht auch Grabsteine. Nur gehen Besucher – bei allem Grusel-Feeling – irgendwie auch davon aus, dass es sich bei der Ausstattung um Kostüme und Attrappen handelt. Und nicht um die Hinterlassenschaften echter Menschen.

Doch genau das ist offenbar in einem Freizeitpark in Unterfranken der Fall gewesen. Eine 13-Jährige entdeckte dort nämlich das Grabmal ihres Großvaters – und zwar den Original-Stein mit vollem Namen und Inschrift.

Lustiger Ministranten-Ausflug wird zum Horror-Trip

Der Fall ereignete sich bereits im August 2017. Die Schülerin war damals mit ihrer Ministranten-Gruppe zu Besuch im "Freizeit-Land Geiselwind". Eine der Attraktionen dort: das "Dr. Lehmann Horror-Lazarett". Richtig gruselig wurde es tatsächlich – als die Jugendliche beim Blick in den Vorgarten des Horrorhauses ihren Augen kaum traute. 


Dort, neben Wildwasserbahn und Break Dancer, stand das Grabmal ihres Großvaters. Die 13-Jährige erkannte den Stein sofort: "Ich kann­te sei­nen Grab­stein doch, ich habe die Stief­müt­ter­chen auf dem Fried­hof oft ge­gos­sen", zitiert der "SPIEGEL" (Ausgabe 5/2018) das Mädchen. 

Zwar hatte sie ihren Opa nie kennengelernt – er starb vor mehr als 20 Jahren. Doch für die Schülerin war der Anblick trotzdem ein Schock. Ihr brach die Stimme, als sie ihre Mutter anrief und ihr von ihrem Fund berichtete. Und auch die Großmutter zeigte sich bestürzt über den Vorfall.

Witwe wollte "fachgerechte Entsorgung"

"Es hat lange gedauert, bis ich den Tod meines Manns vor über 21 Jahren verarbeitet hatte und jetzt kommt alles wieder hoch – und noch dazu auf so grausame Art und Weise", zitiert das Portal "infranken" die Witwe. Sie hatte das Grab ihres Mannes im Dezember 2016 auflösen lassen.

Für 130 Euro beauftragte sie einen Steinmetz mit der Räumung und "fachgerechten Entsorgung". Doch der nahm es mit der Beseitigung wohl nicht so genau – oder wollte doppelt absahnen. Der Verdacht: Der Handwerker soll den Stein gezielt an den Freizeitpark verkauft haben. 

Als der Fall Ende vergangenen Jahres bekannt wurde, wiesen sowohl Steinmetz als auch Freizeitpark jede Verantwortung von sich – der jeweils andere hätte die Metallbuchstaben an dem Grab beseitigen müssen. Das Geld erhielt die Witwe immerhin zurück. Ob die anderen Grabsteine vor dem "Horrorhaus" ebenfalls zu echten Toten gehören, ist unklar. Die Inschriften hat der Park vorsichtshalber aber entfernt.


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