Stehen diese zwei deutschen Mode-Labels vor dem Aus?

Einige deutsche Kult-Labels schreiben rote Zahlen - und manche können sich davon nicht erholen. Aktuell machen zwei Unternehmen, die schon ewig am Markt sind, mit Stellenkürzungen und Filialschließungen Schlagzeilen.

Es ist schon lange kein Geheimnis mehr: Viele deutsche Labels haben zu kämpfen - und das Ladensterben scheint nicht aufzuhören: Auch das deutsche Modelabel Esprit schreibt rote Zahlen. Und damit ist das Unternehmen nicht alleine. Auch Gerry Weber hat große Schwierigkeiten.

Mehr Gewinn mit weniger Umsatz

In einem Interview mit "Textilwirtschaft" bestätigt Gerry-Weber-Konzernchef Johannes Ehling, dass Filialschließungen und das Abbauen von Stellen wohl unausweichlich seien. Schlechte Nachrichten für alle Fans des Modelabels. Auch die Marken Taifun, Samoon und Hallhuber gehören zu dem Konzern. "Wir müssen mit weniger Umsatz mehr Gewinn machen. Und mit weniger Mitarbeitern mehr arbeiten", sagt er.

Dasselbe Schicksal blüht auch dem deutschen Unternehmen Esprit: Vorgesehen seien hier etwa die Schließungen von unrentablen Läden und die Verschlankung der Organisation. Laut n-tv beschäftigt Esprit in Deutschland rund 2.800 Vollzeit-Mitarbeiter, davon knapp 1.600 in den Geschäften und 1.200 in der Verwaltung. Weltweit sind es 6.400 Vollzeit-Beschäftigte. Schon seit fünf Jahren schreibt Esprit rote Zahlen.

Deutsche Unternehmen in der Abwärtsspirale

Stellenabbau und Co. sollen beiden Kult-Marken dabei helfen, wieder auf die Beine zu kommen. Das ist allerdings leichter gesagt, als getan. Wenn eine Marke bereits in einer Abwärtsspirale sei, sei es schwer, sich dagegen zu wehren, sagte der Sprecher des Textilhandelsverbands BTE, Axel Augustin, gegenüber n-tv. Bleibt also nur noch abzuwarten, wie es mit den beiden Unternehmen weitergeht - oder besser gesagt, ob es weitergeht ...

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