Kollegen helfen Vater eines krebskranken Mädchens

Unverhoffte Hilfe: Die Kollegen des Franzosen Frédéric Maire spenden geschenkte Zeit, damit er bei seiner krebskranken Tochter sein kann.

Die Diagnose Leukämie, Blutkrebs, verändert im November 2014 das Leben der französischen Familie Maire von einem Tag auf den anderen. Seit Vater Frédéric weiß, dass seine fünfjährige Tochter Louann an dieser schrecklichen Krankheit leidet, will er möglichst oft bei ihr sein. Schließlich musste die Kleine bereits eine Operation über sich ergehen lassen und auch die Chemotherapie hat inzwischen begonnen.

Er fragte deshalb seinen Arbeitgeber, ob er für November unbezahlten Urlaub einreichen könne. Doch die Kollegen von der Firma Omnitrans, einem Unternehmen für Kühltransporte, hatten anderes im Sinn - sie schenkten ihm Zeit. Das ist durch ein neues Gesetz in Frankreich seit April 2014 möglich: Kollegen können Urlaubstage abtreten, wenn der Chef damit einverstanden ist. Damit soll Familien mit Schicksalsschlägen geholfen werden. Bei Frédéric Maire kamen so 262 Urlaubstage zusammen, also fast 13 Monate. Nun kann er freinehmen und bekommt weiterhin Gehalt.

Aber noch mehr Menschen wollten helfen. Die Lehrerin von Louann kommt zwei Mal die Woche vorbei, damit das Mädchen in der Klasse nicht den Anschluss verliert. Die Klassenkameraden schicken Bilder und Genesungswünsche und die Patentante hat eine Facebook- und Spenden-Seite gestartet, um Geld zu sammeln. Louann möchte so gern einmal Paris sehen. Bislang kamen rund 3200 Euro zusammen - das wird für eine schöne Reise reichen.

Text: bia

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