Bombendrohung? Heidi und Promis zuerst!

Der Abbruch des GNTM-Finales wegen einer Bombendrohung lässt viele Fragen offen. Eine, die uns besonders umtreibt: Warum durften Heidi Klum und andere Promis den Saal viel früher verlassen als das Publikum?

So etwas hat das deutsche Fernsehen noch nicht erlebt: Mitten in der Live-Übertragung musste gestern das Finale von "Germany's Next Topmodel" abgebrochen werden - wegen einer Bombendrohung.

Alles war zunächst höchst verwirrend: Statt des Casting-Spektakels in Mannheim sendete Pro7 unvermittelt den Film "Blind Side" mit Sandra Bullock, angeblich wegen "technischer Störungen". Nachrichtenseiten brachten kurz darauf die ersten Infos über eine angebliche Bombendrohung und die Evakuierung des Saals. Eine Stellungnahme von Pro7 ließ lange auf sich warten. Erst um 22:30 Uhr ging dieser Tweet raus:

Was wir bislang über den Abend wissen:

Laut Polizei ging die Bombendrohung gegen 21 Uhr bei den Veranstaltern ein. Eine Frau habe angerufen und mit einem Bombenanschlag gedroht. Sicherheitskräfte und die Polizei berieten sich sofort und fingen mit der Durchsuchung an. Als in einer der Garderoben ein verdächtiger Koffer gefunden wurde, habe man entschieden, den Saal zu räumen.

Zunächst sei die Jury, also Heidi Klum, Wolfgang Joop und Thomas Hayo, in Sicherheit gebracht worden. Heidi Klum nahm auch ihre 11-jährige Tochter Leni mit. Laut Augenzeugen wurde das Publikum, in dem zahlreiche Minderjährige saßen, erst 20 Minuten später aufgefordert, den Saal zu verlassen.

Auch die beteiligten Musiker seien sehr schnell aus der Arena gebracht worden. Auftreten sollten an dem Abend Olly Murs, Lena, KYGO und Jason Derulo.

Der Inhalt des Koffers erwies sich schließlich als harmlos. Die Halle wurde vier Stunden lang mit Spürhunden durchsucht, doch auch sie konnten keine Bombe finden. Der Sender konnte Entwarnung geben. Die Suche nach der anonymen Anruferin geht weiter.

War die Extra-Behandlung der Jury nötig?

Die Polizei ist laut einer Mitteilung zufrieden über den Ablauf der Evakuierung. Alle hätten ruhig und ohne Zwischenfälle die Halle verlassen.

Dennoch schlug in den sozialen Medien die Empörung hoch. Und auch wir fragen uns: Warum wurde die Jury so rasend schnell an einen geheimen Ort gebracht, während die rund 8.500 Zuschauer warten mussten? Sind manche Menschen eben doch gleicher als andere?

Laut Spiegel Online könne es daran liegen, dass die Drohung direkt gegen Heidi Klum gerichtet war.

Dass Heidi Klum die Halle "schreiend" verlassen habe, wie einige Augenzeugen berichteten, hat Pro7 inzwischen per Twitter dementiert. Es sei auch niemand bei der Evakuierung verletzt worden, wie in den Medien zunächst berichtet wurde.

Die Moderatorin hat sich mittlerweile auch per Twitter gemeldet, allerdings ohne konkreter über die Umstände ihres Abgangs zu werden:

Pro7 will auf jeden Fall noch eine Siegerin dieser GNTM-Staffel küren. "Das GNTMFinale steigt am 28. Mai in der Prime Time", so der Sender via Twitter. Allerdings werde es dieses Mal keine Live-Übertragung sein.

miro Aktualisiert am 15.5., 12:37 Uhr
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