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Good News Das Kuschelhormon macht es möglich: Hunde können Glückstränen weinen

Das Kuschelhormon macht es möglich: Hunde können Glückstränen weinen
© nuzza11 / Adobe Stock
Good News: Hunde können Glückstränen vergießen +++ Schottland macht es vor: Binden, Tampons und Co. sind jetzt gratis +++ Wasser für alle! +++ 59 Prozent der Männer würden die Pille nehmen – aber nur ohne Nebenwirkungen 

Die schönsten Nachrichten im BRIGITTE-Good-News-Ticker für August 2022

Die Nachrichten zeigen häufig den Schrecken dieser Welt – aktuell zum Beispiel die Corona-Pandemie und den Ukraine-Krieg. Doch es gibt nicht nur die dunklen Seiten, unsere Welt hält so viel Schönes für uns bereit. Wir wollen die kleinen Alltäglichkeiten feiern und euch etwas Positives mit auf den Weg geben. Es ist Zeit für Good News – wenn nicht jetzt, wann dann?

23. August 2022

Hunde können Glückstränen vergießen

Das Herrchen und Frauen hier und da mal eine Träne vergießen bei dem süßen Anblick ihrer Fellnase ist ja nichts Neues – jetzt stellte ein Forscherteam aus Japan jedoch fest, dass auch Hunde durchaus Glückstränen vergießen können. Beim Wiedersehen mit Herrchen oder Frauchen können die Tränen fließen, schreibt ein Team um den japanischen Forscher Takefumi Kikusui von der Azabu University in der Fachzeitschrift "Current Biology".

"Wir haben festgestellt, dass Hunde Tränen vergießen, die mit positiven Emotionen verbunden sind", sagte Kikusui laut einer Mitteilung. Eine entscheidende Rolle könnte dabei möglicherweise Oxytocin spielen – das sogenannte "Kuschelhormon". Das Hormon wird im Gehirn produziert und ist unter anderem dafür zuständig, die Wehen einzuleiten, stimuliert die Milchproduktion und stärkt die Bindung zwischen Mutter und Kind. Unter Erwachsenen kann die Paarbindung gestärkt und das Vertrauen zu anderen Menschen aufgebaut werden.

Dieses Hormon wird auch bei der Interaktion zwischen Halter:in und Hund freigesetzt, das ergaben frühere Beobachtungen der Forscher:innen. Sie wollten nun herausfinden, ob bei der Wiedervereinigung von Hund und Halter:in auch Tränen bei den Fellnasen entstehen – und genau das war der Fall. Sie fügten den Augen der Hunde ebenfalls Oxytocin zu und beobachteten einen Anstieg der Tränenmenge. Es ist also möglich, dass Hunde Tränen in Situationen produzieren, die Menschen als "glücklich" ansehen.

22. August 2022

Ab sofort! Periodenprodukte kostenlos

Mittlerweile gibt es die unterschiedlichsten Periodenprodukte – eines haben sie alle gemeinsam: Sie sind teuer. Und noch immer werden in Deutschland alle Artikel mit 19 Prozent versteuert. In Schottland gibt es ab heute Menstruationsartikel gratis. Der kostenlose Zugang sei "grundlegend für Gleichheit und Würde", erklärte die schottische Ministerin für soziale Gerechtigkeit, Shona Robison, am Sonntag in einer Mitteilung. Die Produkte stehen jedem Menschen zur Verfügung, der sie benötigt. Bekommen kann man sie in der Stadtverwaltung und in Bildungseinrichtungen.

Denn: Die Kosten für Periodenprodukte können immens sein. Studien und Umfragen zeigen eine Spanne von 7.000 bis 20.000 Euro innerhalb eines Lebens. Gerade wenn die Verhütungsmittel noch hinzugerechnet werden, steigen die Kosten stark an. Nicht zu vergessen sind Schmerzmittel oder Krampflöser, die wahrscheinlich viele während der Periode nutzen. Mittlerweile gibt es mit Periodenunterwäsche und Cups auch nachhaltige Alternativen. Am Ende muss jedoch jede menstruierende Person selbst entscheiden, womit sie sich am wohlsten fühlt.

15. August 2022

Trinkwasser für alle!

Die Temperaturen steigen an und jedes Jahr werden die Hitzeperioden länger, da ist es wichtig, immer frisches Wasser dabei zu haben – oder zumindest die Flasche auffüllen zu können. Künftig soll es mehr Trinkwasserbrunnen in Parks, Fußgängerzonen oder auf Parkplätzen geben. Die Bundesregierung hat in der vergangenen Woche beschlossen, dass Trinkwasser aus dem Leitungsnetz an möglichst vielen öffentlichen Orten frei verfügbar sein sollte. Der Zugang zu Trinkwasser solle für alle Menschen in Deutschland so einfach wie möglich sein, sagte Umweltministerin Steffi Lemke (Grüne).

Derzeit gibt es laut Angaben des Umweltministeriums bundesweit rund 1.300 Trinkwasserbrunnen. In einem ersten Schritt sollen Städte und Gemeinden jetzt 1.000 zusätzliche Brunnen aufstellen. Bisher werden die meisten der Brunnen von Städten oder ihren Wasserversorgern finanziert. In Zukunft müssen dann das Land und der Bund bei der Finanzierung unterstützen. Helmut Deby, der Hauptgeschäftsführer des Deutschen Städterates, sagte gegenüber dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND): Vorsorge gegen Hitze und ein besserer Schutz gegen die Folgen des Klimawandels seien gemeinsame Ziele. Die auch gemeinsam realisiert werden sollten.

10. August 2022

Umfrage zeigt: 59 Prozent der Männer würden eine Pille zur Verhütung nutzen

Die Mehrheit der Männer in Deutschland hätte gerne die "Pille für den Mann", das zeigt jetzt eine repräsentative Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Norstat im Auftrag des Magazins "Playboy". 59 Prozent der Männer und 77 Prozent der Frauen wünschen sich diese Alternative zu den derzeitigen Verhütungsmethoden. Der Umfrage zufolge empfinden die Deutschen die Sorgen um die Empfängnisverhütung als ungleich zwischen den Geschlechtern verteilt. 85 Prozent der Frauen und 68 Prozent der Männer sind der Meinung, dass Frauen einen deutlich höheren Aufwand in Sachen Verhütung betreiben – und auch die Last der Nebenwirkungen von Hormonpräparaten tragen. Jede dritte Frau in Deutschland nutzt zur Verhütung Hormonpräparate wie die Antibabypille – bei den unter 30-Jährigen ist es sogar jede zweite Frau.

Das Positive an der Umfrage: 59 Prozent der Männer wären bereit, die "Pille für den Mann" einzunehmen. Die Voraussetzung für die mehrheitliche Bereitschaft der Männer, wären aber vergleichsweise geringe Nebenwirkungen. Das Negative: Hätte die "Pille für den Mann" dieselben Nebenwirkungen wie die handelsüblichen Präparate für Frauen, wären nur noch 19 Prozent der Männer bereit, sie einzunehmen. 50 Prozent würden die Einnahme in diesem Fall ablehnen.

8. August 2022

So schön: Heiratsantrag bei Harry Styles Konzert

Mitten im Konzert fragt ein Fan Harry Styles nach dem Mikro. Zunächst schaut der Sänger etwas verdutzt. Der junge Mann erklärt, er würde gerne zwei Zeilen für seine Freundin singen. Wie lange sie denn schon zusammen wären, möchte Styles wissen. Für eine frische Beziehung von zwei Wochen gäbe er das Mikro nicht her. Nein, seit über einem Jahr seien sie zusammen. Styles gibt das Mikro in die Menge.

Dann erklingen die Töne von Elvis Presleys "Can’t Help Falling In Love", der junge Mann singt gar nicht so schief. Das Stadion jubelt und steigt ein – sogar Megastar Harry Styles ist überrascht. Dann kommt eine Überraschung: Der junge Mann holt einen Ring aus der Tasche, geht auf die Knie und macht seiner Freundin einen Heiratsantrag. Sie hat Ja gesagt! Das ganze Stadion freut sich mit den beiden.

5. August 2022

Die telefonische Krankschreibung ist zurück

Aufgrund der weiterhin ansteigenden Corona-Infektionszahlen ist die telefonische Krankschreibung wieder möglich – ganz ohne Besuch in der Praxis. Vorerst gilt diese Regelung befristet bis zum 30. November, wie der Gemeinsame Bundesausschuss von Ärzten, Krankenkassen und Krankenhäusern (G-BA) mitteilte. Die ansteigenden Corona-Zahlen und die anstehende Erkältungs- und Grippesaison könnten zu einer sehr hohen Belastung der Praxen führen.

Die telefonische Krankschreibung greift jedoch nur bei leichteren Atemwegserkrankungen. In einem solchen Fall könnten Patient:innen in der Praxis eines:einer niedergelassenen Arzt:Ärztin anrufen, um dann ein eingehendes telefonisches Beratungsgespräch mit dem:der Mediziner:in zu führen. Erst dann kann eine Arbeitsunfähigkeit für bis zu sieben Tage ausgestellt werden. Sollten die Symptome bis dahin nicht abgeklungen sein, dann darf die Bescheinigung einmalig um sieben Tage verlängert werden.

Die Krankenkasse DAK hat für den Fall leichter Atemwegserkrankungen eine dauerhafte Etablierung der telefonischen Krankschreibung gefordert. Eine Reduktion des Ansteckungsrisikos helfe dabei auch, die Zahl der Arbeitsausfälle zu senken, so DAK-Vorstandschef Andreas Storm.

3. August 2022

E-Auto filtert Kohlenstoffdioxid

Sind E-Autos die Zukunft? Zumindest sind sie ein guter Anfang. Ein Team von Studierenden der TU Eindhoven in den Niederlanden hat ein Elektroauto konstruiert, das CO2 aus der Luft filtert. Mit einem speziellen Filter reinigt der Prototyp die Luft und fängt mehr Kohlendioxid ein, als während der Fahrt ausgestoßen wird. Das CO2 wird im Auto gespeichert und anschließend entsorgt, so soll es dazu beitragen, die Erderwärmung zu reduzieren. Das Ziel: Der komplette Lebenszyklus des Autos soll kohlenstoffneutral sein.

Nach eigenen Angaben des Teams kann das E-Auto bei 20.000 gefahrenen Kilometern im Jahr zwei Kilogramm CO2 aufnehmen. Entsorgt werden könnte das CO2 während des Ladens der Batterie an der Säule. Derzeit arbeiten die Studierenden an einem Patent.

1. August 2022

Da ist der Beweis: Weniger Arbeitsstunden bedeuten nicht weniger Leistung

Endlich! Ein Land zeigt, dass es funktioniert: Weniger Arbeitswochenstunden bedeuten nicht gleichzeitig, dass weniger geschafft wird. In Island wurde die 4-Tage-Woche ausprobiert und wissenschaftlich begleitet. Es wurde dabei 35 Stunden pro Woche gearbeitet bei gleichem Gehalt, gleichem Urlaubsanspruch und Co. Das wichtigste Ergebnis: Obwohl die Testpersonen weniger arbeiteten, leisteten sie genauso viel. Und hinzukam, dass die Proband:innen eine bessere Work-Life-Balance vermeldeten. Die Studie ist also ein voller Erfolg.

Im Anschluss an die Studie wurden in Island neue Tarifverträge verhandelt. 86 Prozent der Isländer:innen können ihre Arbeitszeit bei gleichem Lohn reduzieren. In Deutschland gibt es zwar ebenfalls Unternehmen, die eben solche Versuche gestartet haben, jedoch sehen nicht alle die Zukunft mit weniger Arbeitswochenstunden. Der Präsident des Arbeitgeberverbandes Gesamtmetall, Stefan Wolf, fordert jetzt einen Renteneintritt erst mit 70 Jahren. Siegfried Russwurm, der Präsident des Bundesverbands der Deutschen Industrie, hatte sich für eine 42-Stunden-Woche ausgesprochen. Geht es also nach ihnen, soll in Zukunft länger und mehr gearbeitet werden.

Noch mehr Good News gefällig?

Für noch mehr gute Laune schaut doch einfach in unseren Good-News-Ticker aus Juli.

Verwendete Quellen: instagram.com, ard.de, tue.nl, tagesschau.de, PM Playboy-Umfrage, rnd.de, spiegel.de, statista.de

slr Brigitte

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