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Good News Patient:innen profitieren von neuem Auswahlverfahren im Medizinstudium

Eine Ärztin im Gespräch mit einer Patientin
© fizkes / Adobe Stock
Good News: Patient:innen profitieren von neuem Auswahlverfahren im Medizinstudium +++ Immer mehr Mädchen bei "Jugend forscht" +++ Menopause darf kein Tabuthema mehr sein

Die schönsten Nachrichten im BRIGITTE-Good-News-Ticker für Dezember 2022

Die Nachrichten zeigen häufig den Schrecken dieser Welt – aktuell zum Beispiel die Corona-Pandemie, den Ukraine-Krieg und die Inflation. Doch es gibt nicht nur die dunklen Seiten, unsere Welt hält so viel Schönes für uns bereit. Wir wollen die kleinen Alltäglichkeiten feiern und euch etwas Positives mit auf den Weg geben. Es ist Zeit für Good News – wenn nicht jetzt, wann dann?

27. Dezember 2022

Von diesem neuen Auswahlverfahren fürs Medizinstudium könnten Patient:innen profitieren

Bisher waren für Medizinstudierende vor allem die Abiturnote und Ergebnisse aus medizinisch-fachlichen Eignungstestverfahren relevant. In Zukunft könnte sich das zumindest an der Medizinischen Fakultät Heidelberg der Universität Heidelberg (MFHD) ändern. Dort wurde nämlich ein neuer Test für "Interaktionelle Kompetenzen Medizin" (kurz: IKM) mit aufgenommen, der die sozial-kommunikative Eignung für den Ärzt:innenberuf einschließen soll.

Typische Herausforderungen des Alltags von Ärzt:innen werden dabei in diversen Situationen mit geschulten Patient:innen-Schauspieler:innen nachgestellt und kommunikativ gelöst. Simulationen beinhalten unter anderem Terminunstimmigkeiten oder nicht eingehaltene Medikamentenpläne. Das Testverfahren soll ab Wintersemester 2023/ 2024 zum Einsatz kommen. Voraussichtlich für die besten 15 Absolvent:innen sollen dann Plätze im Studium Humanmedizin reserviert werden. Der zuvor notwendige "Test für Medizinische Studiengänge" (TMS) ist weiterhin Pflicht. Der IKM bietet aber Menschen sozial-kommunikativen Kernkompetenzen eine Chance.

"Zahlreiche Studien belegen, dass Patientinnen und Patienten gesundheitlich und seelisch von sozial-kommunikativen Fähigkeiten ihrer Behandler profitieren", so Professorin Sabine Herpertz, Studiendekanin der MFHD. Die Bewertung beruhe auf wissenschaftlich bewährten Verfahren und: "Es enthält Kriterien, die entscheidend sind für die Arzt-Patienten-Beziehung beispielsweise Einfühlungsvermögen, Zugewandtheit und die Fähigkeit, Gespräche zu strukturieren." Medizin sei dem Patient:innenwohl verpflichtet, führt sie weiter in einer Pressemitteilung aus. Der IKM sei nun eine wichtige Herangehensweise, um diesen Kern stärker in die Lehre zu integrieren. Die Anmeldung zum IKM ist nach Bestehen des TMS ab dem 03. Januar 2023 möglich.

23. Dezember 2022

Mädchen-Anmeldungen bei "Jugend forscht" auf Rekordhoch

"Mädchen sind nicht so gut in Naturwissenschaften", das war sehr lange eine weitverbreitete Annahme. Dass diese Annahme absolut falsch ist, zeigt sich spätestens an dem Rekordanteil an Mädchen bei "Jugend forscht". 2023 nehmen prozentual so viele Mädchen teil wie nie zuvor. Bei der 58. Wettbewerbsrunde übersteigt die Anmeldemarke erstmals die 41 Prozent. Ebenfalls positiv: Der Gesamtanteil der jungen Forscher:innen steigt ebenfalls an – um ganze 10,1 Prozent. Leider jedoch noch 20 Prozent unter dem Vor-Corona-Niveau.

Der Favorit unter den Fachgebieten ist wie im vergangenen Jahr die Biologie mit 24,4 Prozent aller angemeldeten Forscher:innen. Im Anschluss kommen die Fachgebiete Technik und Chemie auf den Plätzen zwei und drei. Die jungen Forscher:innen treten Anfang Februar 2023 erst einmal in ihrer Region an. Die Besten qualifizieren sich für die Landeswettbewerbe im März. Und vom 18. bis 21. Mai 2023 bildet das Bundesfinale "Jugend forscht" den Abschluss.

22. Dezember 2022

Bank of Ireland bietet Frauen im Klimakterium mehr freie Tage

"Ich fühlte mich dem eigenen Körper ausgeliefert wie einem unkontrollierbaren Vulkan, der völlig unerwünschtes Zeug herausschleudert, Sekrete, Blut, Schweiß. Dann Schmerz und Schlaflosigkeit", beschreibt die britische Autorin Marina Benjamin ihre Wechseljahre. Wie bereits zuvor die Periode waren auch die Wechseljahre lange Zeit ein Tabuthema und wurden lediglich auf das Ende der Fruchtbarkeit und Hitzewallungen reduziert. Dass Frauen teilweise jedoch so stark leiden, dass sie in den Vorruhestand gehen müssen, ist vielen nicht bewusst.

Erste Arbeitgeber:innen scheinen sich dessen jedoch mittlerweile bewusst zu werden. Die Bank of Ireland bietet ihren Mitarbeiterinnen jetzt bezahlte Auszeiten in den Wechseljahren an, so der "Spiegel". Bis zu zehn Tage Jahr sollen Frauen mehr zu Hause bleiben dürfen, verkündete die Bank. Weltweit arbeiten dort 9.800 Menschen. Hinzu kommt, dass Führungskräfte geschult werden sollen, wie sie die Betroffenen am besten unterstützen können. Die Leiterin der Abteilung für Mitarbeiterbeziehungen der Bank sagte: "Das wird uns helfen, weiterhin ein Arbeitsumfeld zu schaffen, in dem jeder mit Fairness, Würde und Respekt behandelt wird."

19. Dezember 2022

Ein kleines Mädchen erhält die erste Lizenz zum Halten eines Einhorns

Ein eigenes Einhorn besitzen; für viele Kinder wäre das der absolute Traum und wie cool wäre man dann erst in der Schule? Die kleine Madeleine aus Kalifornien hat sich da jetzt schon einmal abgesichert. Sollte sie ein Einhorn finden, ist sie die Erste, die vom Amt für Tierpflege und Kontrolle im Bezirk Los Angeles eine entsprechende Lizenz bekommen hat.

Allerdings ist die Haltung an einige Bedingungen geknüpft – wie das bei ganz besonderen Haustieren nun mal der Fall ist. Die Behörde fordert, dass das Einhorn genügend Sonnenlicht, Mondstrahlen und Regenbögen abbekommen muss. Das Horn müsse mindestens einmal im Monat mit einem weichen Tuch poliert werden. Glitter und Glitzer – mit dem das Einhorn bestreut wird, um besonders schön zu glänzen – muss biologisch abbaubar und ungiftig sein. Und mindestens einmal in der Woche müsse das Einhorn mit einer Wassermelone gefüttert werden, schrieb das Amt, so "ZDF heute".

Dann steht der Haltung eines Einhorns jetzt also nichts mehr im Weg. Was bei Madeleine dieses Jahr wohl auf dem Wunschzettel für den Weihnachtsmann steht?

13. Dezember 2022

Diese Hochschule erhält ein Qualitätssiegel für Vielfalt an Förderung

Die Vereinbarkeit von Beruf, Bildung und Familie ist nicht immer selbstverständlich. Umso schöner, wenn Barrieren abgeschafft werden – so an der Apollon Hochschule in Bremen. Der Hochschule für Gesundheitswirtschaft wurde im Rahmen einer feierlichen Ehrung für zwei weitere Jahre das Qualitätssiegel “ausgezeichnet familienfreundlich“ des RKW Bremen verliehen. Es ist bereits die dritte Zertifizierung seit 2017.

Grund hierfür ist die Vielfalt an verschiedenen Angeboten für Studierende und auch für Mitarbeitende. Ob Studierende mit Kindern oder Studierende, die sich um pflegebedürftige Angehörige kümmern: Die Hochschule bietet finanzielle Förderung in Form eines Baby-Bonus', Partner- oder Pflegerabatts bis hin zu einer persönlichen, respektvollen Beratung und Begleitung bis zum Studienabschluss.

Die Mitarbeiter:innen der Hochschule profitieren zudem von familienfreundlichen Maßnahmen, wie flexibler Arbeitszeitgestaltung oder individueller Beratung durch Pflege- und Familienbeauftragte. “Wir freuen uns sehr, dass wir den hohen Anforderungen an die Familienfreundlichkeit, die mit dieser Re-Zertifizierung verbunden sind, erneut gerecht werden konnten. Sowohl als Arbeitgeber als auch als Hochschule setzen wir weiterhin alles daran, eine gute Vereinbarkeit von Familie, Studium und Beruf zu ermöglichen“, so Michael Timm, Kanzler der Apollon Hochschule, im Rahmen der Ehrung im Bremer Rathaus.

7. Dezember 2022 

Dieses Verfahren könnte in Zukunft Leben retten 

Je früher eine Krebserkrankung entdeckt wird, desto höher ist grundsätzlich die Wahrscheinlichkeit, dass die Krankheit besiegt werden kann. Ein internationales Forschungsteam gibt jetzt Anlass zur Hoffnung. Sie berichten im Fachblatt "Proceedings" der US-Nationalen Akademie der Wissenschaften (PNAS) über eine Methode zur Früherkennung von 14 verschiedenen Krebsarten, so der "Spiegel". Regulär anwendbar ist die Methode aktuell noch nicht.

Im Rahmen einer Studie hat das Forschungsteam Blut- und Urinproben von rund 1260 gesunden sowie krebskranken Menschen untersucht. Im Fokus stehen dabei sogenannte Glykosaminoglykane (GAGs). Dabei handelt es sich um Zuckerverbindungen, deren Struktur in Krebszellen anders ist als in gesunden. Anhand dieser GAGs konnten 14 bestimmte Krebsarten im frühen Stadium erkannt werden – darunter Blasenkrebs, Brustkrebs und Prostatakrebs.

In Zukunft könnte dieses Verfahren dazu beitragen, einen einfachen und kostengünstigeren Test anzubieten, der sich auch für Massenuntersuchungen eigne. Aktuell sei von circa 50 US-Dollar pro Test auszugehen.

Noch mehr Good News gefällig?

Für noch mehr gute Laune schaut doch einfach in unseren Good-News-Ticker aus November.

Verwendete Quelle: spiegel.de, instagram.com, idw-online.de, zdf.de, klinikum.uni-heidelberg.de

slr / mre / lkl Brigitte

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