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Good News NRW-Familienministerin fordert bundesweites Recht auf öffentliches Stillen

NRW-Familienministerin fordert bundesweites Recht auf öffentliches Stillen
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Good News: Grundsätzlich ist öffentliches Stillen erlaubt +++ Endlich barrierefrei! Bahn stellt neuen ICE L vor +++ "Sie ist schwarz.Yay!": So reagieren Kinder auf die neue Arielle

Die schönsten Nachrichten im BRIGITTE-Good-News-Ticker für September 2022

Die Nachrichten zeigen häufig den Schrecken dieser Welt – aktuell zum Beispiel die Corona-Pandemie und den Ukraine-Krieg. Doch es gibt nicht nur die dunklen Seiten, unsere Welt hält so viel Schönes für uns bereit. Wir wollen die kleinen Alltäglichkeiten feiern und euch etwas Positives mit auf den Weg geben. Es ist Zeit für Good News – wenn nicht jetzt, wann dann?

20. September 2022

NRW-Familienministerin fordert bundesweites Recht auf öffentliches Stillen

Zuletzt hatte es in Nordrhein-Westfalen mehrere Fälle gegeben, in denen stillende Mütter unerwünscht waren. NRWs Familienministerin Josefine Paul wirbt jetzt für ein bundesweites Recht auf Stillen in der Öffentlichkeit, denn immer wieder kommt es dazu, dass Mütter in Restaurants, Freibädern oder anderen öffentlichen Orten aufgefordert werden, das Stillen zu unterlassen oder sich gar auf die Toilette "zurückzuziehen".

In einem Essener Hallenbad wurde beispielsweise eine Mutter beschimpft, weil sie ihr Kind stillte. In Oberhausen wurde eine Frau aus einem Geschäft geworfen. In Mönchengladbach untersagte der Hausverwalter das Stillen während einer Eigentümerversammlung – das ist in diesem Fall tatsächlich im Hausrecht so verankert. Es gehöre zu einer kinder- und familienfreundlichen Gesellschaft, "dass es Müttern möglich sein muss, in der Öffentlichkeit ihre Kinder zu stillen", sagte Paul am Donnerstag in Düsseldorf.

Eine gesetzliche Klarstellung würde den Müttern den Rücken stärken. Ein Gutachten des Bundestags aus dem Jahr 2016 stellt dabei klar: Stillen in der Öffentlichkeit ist grundsätzlich zulässig. Allerdings kann beispielsweise ein:e Gastwirt:in sein:ihr Hausrecht ausüben.

16. September 2022

Komplett Barrierefrei – Deutsche Bahn stellt neuen Waggon vor

Während man an sehr alten Zügen noch ziemlich steile Stufen hochklettern musste, um in den Zug zu gelangen, waren neuere zumindest mit ein oder zwei bodentiefen Türen ausgestattet – meist im Fahrradwaggon. Jetzt stellt die Deutsche Bahn in Berlin den ersten Wagen des neuen ICE L vor – mit ebenerdigem Einstieg. Die Barrierefreiheit erleichtert den Einstieg für alle Menschen.

Ab Herbst 2024 werden die Züge des spanischen Herstellers Talgo die Fernverkehrsflotte der DB schrittweise verstärken, heißt es in einer Mitteilung der Bahn. Die ersten sind die Intercity- und Eurocity-Züge. Der ICE L wird von einer Lok gezogen, die unterschiedliche Antriebe haben kann. Das unterscheidet sie zum klassischen ICE, der ausschließlich aus Elektrotriebwagen besteht. Zuerst sollen die Züge auf der Linie Berlin-Amsterdam zum Einsatz kommen.

14. September 2022

So süß reagieren Kinder auf die Arielle der Realverfilmung von Disney

Schon 2019, als Disney die Besetzung der Neuverfilmung von "Arielle, die Meerjungfrau" veröffentlichte, häuften sich im Netz negative und schlimmer noch rassistische Kommentare. Denn: Die neue Arielle wird von der schwarzen Schauspielerin und Sängerin Halle Bailey gespielt. Einige Twitter-User:innen versuchten gar mit wissenschaftlichen Ansätzen zu erklären, warum ein Fabelwesen aus einem Fantasie-Film nicht schwarz sein könnte. Jetzt ist der erste Trailer der Neuverfilmung veröffentlicht worden und wieder gab es Kritik.

Doch das Negative und der Hass werden überflutet von den Glücksgefühlen und strahlender Kinderaugen, die zum ersten Mal den Trailer sehen und begeistert sind, dass ihre Lieblings-Disney-Prinzessin schwarz ist – wie sie selbst. Eltern von schwarzen Kindern teilen aktuell weltweit Videos mit den Reaktionen ihrer Kleinen. In einem der zahlreichen Videos sitzen drei Mädchen vor einem Laptop, als sie zum ersten Mal Halle Bailey als Arielle sehen, sagt eine von ihnen: "She is black. Yay!" Andere können es gar nicht fassen und starren mit großen Augen und einem riesigen Lächeln auf den Bildschirm.

Inwieweit es sich bei all den Videos um spontane Reaktionen handelt, lässt sich nur schwer nachverfolgen. Auch bleibt Arielle eine Prinzessin, die höchstwahrscheinlich wieder ihrem Traumprinzen begegnet und für die Liebe ihr altes Leben aufgibt. Was gerade aus feministischer Sicht kritisch zu betrachten ist. Doch geht es hier vielmehr darum, die Repräsentation von Schwarzen Menschen in Kinderfilmen zu stärken und damit hoffentlich irgendwann allen Kindern dieser Welt das Gefühl zu geben, Teil dieser Gesellschaft zu sein.

Noch mehr Good News gefällig?

Für noch mehr gute Laune schaut doch einfach in unseren Good-News-Ticker aus August.

Verwendete Quellen: spiegel.de, twitter.de, tagesschau.de

slr Brigitte

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