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Good News Schon der vierte HIV-Patient konnte jetzt geheilt werden

Good News: Schon der vierte HIV-Patient konnte jetzt geheilt werden
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Good News: HIV-Patient mit Stammzellenspende geheilt +++ Schluss mit Prospektbergen +++ Schwimmen lässt uns intelligenter werden +++ Wegen der Hitze: Berggorillas sind nicht mehr vom Aussterben bedroht

Die schönsten Nachrichten im BRIGITTE-Good-News-Ticker für Juli 2022

Die Nachrichten zeigen häufig den Schrecken dieser Welt – aktuell zum Beispiel die Corona-Pandemie und den Ukraine-Krieg. Doch es gibt nicht nur die dunklen Seiten, unsere Welt hält so viel Schönes für uns bereit. Wir wollen die kleinen Alltäglichkeiten feiern und euch etwas Positives mit auf den Weg geben. Es ist Zeit für Good News – wenn nicht jetzt, wann dann?

29. Juli 2022

Vierter HIV-Patient konnte geheilt werden

Nach Angaben von Aids-Forscher:innen konnte ein vierter HIV-Patient von dem Virus geheilt werden. Der 66-Jährige teilte in einer Erklärung mit: "Als bei mir 1988 HIV diagnostiziert wurde, glaubte ich, wie viele andere damals auch, es wäre mein Todesurteil. Ich hätte niemals gedacht, dass ich den Tag erleben würde, an dem ich kein HIV mehr habe. Ich bin unendlich dankbar.“

2019 wurde bei ihm eine Leukämie diagnostiziert, daraufhin erhielt er eine Knochenmark-Transplantation mit Stammzellen eines:einer nicht verwandten Spender:in mit einer seltenen Mutation, bei der ein Teil des CCR5-Gens fehlt. Menschen, die dieses Gen nicht in sich tragen, kann die Immunschwächekrankheit AIDS nichts anhaben. Insgesamt war der 66-Jährige 31 Jahre mit dem HI-Virus infiziert. 2021 nach der Corona-Impfung konnte er seine antiretroviralen Medikamente absetzen und gilt seither als vollständig geheilt.

Die Bekanntgabe des vierten geheilten Patienten erfolgte am Freitag auf der internationalen Aids-Konferenz im kanadischen Montréal. Bereits im Februar konnte die als "New Yorker Patientin" bekannte US-Bürgerin für genesen erklärt werden. Zuvor wurden schon Patient:innen aus Berlin und London geheilt.

27. Juli 2022

Schluss mit den Prospektbergen!

Drei Tage nicht zu Hause gewesen und der Briefkasten ist zum Anschlag voll. Aber nicht etwa mit netten Briefen, sondern Dutzenden Prospekten von diversen Unternehmen, kostenlosen Zeitungen und Speisekarten von Pizzalieferanten, Sushi und Co. Prospekte und Handzettel gehören zu den verbreitetsten Werbemitteln in Deutschland. Nach der Baumarktkette Obi wird jetzt auch Rewe ab Mitte kommenden Jahres auf die Prospekte verzichten. "Zum 1. Juli 2023 wird der Druck und die Verteilung der Prospekte eingestellt", teilte das Unternehmen jetzt mit.

Die Umstellung spare mehr als 73.000 Tonnen Papier, 70.000 Tonnen CO2, 1,1 Millionen Tonnen Wasser und 380 Millionen Kilowattstunden Energie pro Jahr. Ein Gewinn für das Unternehmen und die Umwelt. Nach Brancheneinschätzungen landen über 28 Milliarden Prospekte ungefragt in den Briefkästen. Umweltschützer:innen kritisieren zu Recht, dass die Art der Werbung zu Unmengen unnötigen Abfalls führt, Ressourcen vergeude und den Klimawandel anheize.

Statt auf Prospekte will der Rewe-Konzern jetzt stärker auf digitale Kanäle und Anzeigen in klassischen Medien setzen. Man kann nur hoffen, dass einige Wettbewerber nachziehen und die Briefkästen endlich nicht mehr vollgestopft werden.  

21. Juli 2022

So hilft schwimmen unserer Gehirnleistung 

Gerade im Sommer genießen wir die Zeit im Wasser besonders, denn dort bekommen wir etwas Abkühlung und können direkt ein paar Runden schwimmen, womit wir etwas Gutes für unseren Körper tun. Ein paar Bahnen zu ziehen ist aber nicht nur ein tolles Ganzkörpertraining, bei dem wir Muskulatur aufbauen, sondern auch gut für unser Gehirn. Laut der Neurobiologin Seena Mathew, die an der University of Mary Hardin-Baylor im US-Bundesstaat Texas arbeitet, erneuere regelmäßiges Schwimmen neuronale Verbindungen im Gehirn. Die Forscherin erklärt, dass es durch Stress ausgelöste Schäden regeneriere und auch die mentale Gesundheit sowie die allgemeinen Gehirnfunktionen verbessere. 

Die Wissenschaftlerin ist noch nicht ganz sicher, warum das ausgerechnet beim Schwimmen der Fall ist. Es zeigt sich jedoch, dass durch den Sport der Spiegel des Proteins BDNF steigt, welches verantwortlich dafür ist, dass Nervenzellen wachsen. Die brauchen wir, damit unser Gehirn gut funktioniert und kommunizieren kann, wodurch sich unsere Lernfähigkeit und unser Gedächtnis verbessert. Außerdem wird beim Schwimmen Serotonin freigesetzt, was unsere Stimmung zusätzlich verbessert. Der Ausdauersport ist also der perfekt für Körper und Seele. 

20. Juli 2022

Berggorillas sind nicht mehr vom Aussterben bedroht

Lange standen Berggorillas auf der Liste bedrohte Arten. Im Vulkan-Nationalpark im Nordwesten Ruandas gibt es mittlerweile so viele von ihnen, dass die Schutzzone sogar erweitert wird. Sie sind die einzige Menschenaffenart, deren Bestand in freier Wildbahn zunimmt. Inzwischen schätzen Fachleute die Zahl der Gorillas dort auf mehr als 600. In der Bergregion zwischen Uganda, Ruanda und der Demokratischen Republik Kongo leben nun sogar mehr als 1.000 Individuen. Vor knapp 40 Jahren waren es noch 254.

Sie gelten zwar nicht mehr als vom Aussterben bedroht, aber noch immer stark gefährdet. Die Bestände der Gorillas sind nun allerdings so stark angewachsen, dass die Tiere beginnen, um die begrenzten Reviere innerhalb der Schutzzone zu konkurrieren – bei den Kämpfen seien bereits sieben ausgewachsenen Männchen ums Leben gekommen sowie einige Jungtiere. Daher wurde nun entschieden die Schutzzone zu erweitern. Für die Erweiterung des Gebietes sollen sogar Dörfer umgesiedelt werden.

19. Juli 2022

Wegen der Hitze: Die Bahn bietet an, die Reise zu verschieben

Die schlechte Nachricht: Die Bahn kündigt am 19. und 20. Juli 2022 aufgrund der Hitzewelle Einschränkungen im Bahnverkehr an. Die gute Nachricht: Die Bahn bietet eine Sonderkulanz. Wer flexibel ist beim Reisen, kann sein Ticket noch bis zum 27. Juli 2022 nutzen. Die Zugbindung ist dann aufgehoben, es kann also einfach jeder Zug genutzt werden. Diese Sonderkulanz gilt ebenfalls bei Spar- und Supersparpreisen.

Die Cityfunktion ist jedoch von der Kulanz nicht erfasst. Das bedeutet, dass für die Fahrt zum Bahnhof ein normales Ticket der ÖPNV gelöst werden muss. Sitzplatzreservierungen können kostenfrei umgetauscht werden, dafür kann man sich an die DB Verkaufsstelle wenden.

Fällt der Zug komplett aus, gibt es die Möglichkeit, auf die Reise zu verzichten. Hier gelten die normalen Fahrgastrechte. Von der Reise kann zurückgetreten werden und der volle Preis für das Ticket wird erstattet.

12. Juli 2022

Das Schwein, das malt

Ein Schwein, das Bilder malt, sieht man vermutlich auch nicht jede Woche und dass diese dann noch in namhaften Kunstmetropolen wie Amsterdam und London ausgestellt werden, überrascht ebenfalls. Doch das Künstler-Schwein Pigcasso hat es geschafft und sammelt mit dem Verkauf der Bilder Geld für die Farm Sanctuary SA in Südafrika, auf der es lebt. Mit dem Geld werden Rettungs-, Rehabilitations- und Bildungsinitiativen auf dem Gnadenhof finanziert.

Jetzt werden die Werke erstmals auch in Deutschland ausgestellt. Seit dem 1. Juli 2022 sind die Bilder in Dr. Wolfs Wunderkammer in Hann. Münden zu sehen. Die Ausstellung wird noch bis zum 23. September 2022 gehen und kann donnerstags bis samstags jeweils von 12 bis 18 Uhr besucht werden.

Pigcasso wurde 2016, einen Monat nach der Geburt, aus einer industrialisierten Schweinehaltung am Stadtrand von Kapstadt von ihrer jetzigen Halterin Joanne Lefson gerettet. Schnell viel Lefson auf, dass die Sau Interesse an den Pinseln hatte, die im Stall zurückgelassen wurden. Sie baute eine Leinwand auf, passte die Pinsel an und ermutigte Pigcasso zu malen. Seit sechs Jahren macht sie jetzt nichts anderes mehr und hat mittlerweile 500 Originalkunstwerke geschaffen.

Lefson geht es nicht nur um die Spenden, sondern vor allem darum, mit dieser ungewöhnlichen Zusammenarbeit eine Verbindung zwischen unserer Nahrung, Nutztieren und dem Klimawandel zu schaffen, um eine freundlichere, nachhaltigere Welt zu ermöglichen.

11. Juli 2022

Niederlande: Exoten dürfen nicht ins Wohnzimmer

Seit 2015 ist die sogenannte Positivliste in den Niederlanden in Kraft – eine Liste, auf der alle Tiere aufgeführt sind, die in den Niederlanden gehalten werden dürfen. Eine endgültige Überprüfung der Tierarten stand noch aus. Jetzt wurde die endgültige Liste veröffentlicht. Neben Hund und Katze sind auch einige Wildtiere erlaubt, die allerdings bereits domestiziert sind, wie beispielsweise das Damwild. Nicht zu finden sind die durchaus beliebten Servale. Dabei handelt es sich um Raubkatzen, die zwar kleiner als ihre Verwandten Tiger, Löwe und Co. sind, aber nicht weniger pflegeintensiv.

Viele, die sich eine solche Raubkatze zugelegt haben, können den Anforderungen an die Haltung nicht gerecht werden. Hinzu kommt, dass Raubkatzen gefährlich werden können. Viele Exoten landen in Tierheimen, weil die Halter:innen überfordert sind. Doch die Heime sind auf die Aufnahme solcher Tiere häufig gar nicht vorbereitet. 

Die neuen Regelungen greifen ab 2024. Wer vorher ein exotisches Tier erworben hat, darf es jedoch bis zum Tod behalten. 

4. Juli 2022

Norwegen führt Kennzeichnungspflicht für retuschierte Bilder und Filter ein

Wer hat nicht schon einmal einen Filter bei Instagram aktiviert, auch wenn es nur darum ging, das Foto ein bisschen heller, dunkler oder strahlender zu machen. In der digitalen Welt wird mit künstlichen Filtern und retuschierten Bildern dafür gesorgt, dass Menschen möglichst glattgebügelt und meistens recht unnatürlich aussehen: Damit die Schönheitsideale möglichst gar nicht mehr erreichbar sind. Norwegen setzt dem Filter-Wahn jetzt ein Ende – zumindest teilweise.

Denn: Influencer:innen und Werbeschaffende müssen in Norwegen von nun an explizit kennzeichnen, wenn das Aussehen von Personen in Werbeanzeigen geändert wurde. Die Gesetzesänderung gilt also nur bei bezahlten Anzeigen. Diese müssen mit einem kreisrunden einheitlichen Hinweis versehen werden. Unter die zu kennzeichnenden Veränderungen fallen Körperform, -größe und Haut, etwa Veränderungen der Gesichtsform, breitere Schultern und schmalere Hüften.

Eine erste Hürde hat Norwegen mit dem neuen Gesetz genommen. Sie wollen, dass gerade jungen Menschen bewusst wird, dass in der Werbung nicht immer die Wirklichkeit gezeigt wird. Eine generelle Kennzeichnungspflicht für die sozialen Medien gibt es jedoch nicht. Für Deutschland werden ähnliche Forderungen laut. Die Bundesregierung sei bereits mit großer Mehrheit aufgefordert worden, rechtliche Regelungen zur Kennzeichnungspflicht von retuschierten Werbebildern und den Einsatz von Beauty-Filtern einzuführen – auch hier liegt der Fokus auf der Werbung.

1. Juli 2022

E-Schrott kann jetzt beim Einkaufen abgegeben werden 

Wer kennt es nicht, der Föhn gibt den Geist auf und aus dem Toaster kommen einfach keine knusprigen Brotscheiben mehr – doch wohin jetzt mit den alten Geräten? Ab dem 1. Juli 2022 wird es für Verbraucher:innen deutlich einfacher, gebrauchte Elektrogeräte zu entsorgen. Diese können ab Freitag nämlich einfach bei Supermärkten und Discountern abgegeben werden – egal, ob sie auch dort gekauft wurden.

Hintergrund ist eine Neufassung des Elektro- und Elektronikgerätegesetzes, die im vergangenen Jahr beschlossen wurde. Es gibt jedoch ein paar Einschränkungen, daher solltet ihr euch zunächst erkundigen, ob der Supermarkt an der Ecke auch wirklich euren alten Föhn annimmt.

  • Die Supermärkte müssen mehr als 800 Quadratmeter Verkaufsfläche haben.
  • Die Märkte selbst müssen mehrmals im Jahr oder dauerhaft Elektro- und Elektronikgeräte verkaufen (um diese Anforderung zu erfüllen, reichen schon elektrische Zahnbürsten im Angebot).
  • Die Altgeräte müssen eine bestimmte Größe haben. Die Kantenlänge darf nicht mehr als 25 Zentimeter betragen. Das bedeutet, erlaubt sind Gegenstände wie ein Wasserkocher, Rasierer, aber auch das Smartphone.
  • Die Rücknahmepflicht ist auf drei Geräte pro Geräteart beschränkt.
  • Eine Rücknahme von großen Geräten ist nur dann möglich, wenn der:die Kund:in ein neues Gerät der gleichen Art kauft.

Noch mehr Good News gefällig?

Für noch mehr gute Laune schaut doch einfach in unseren Good-News-Ticker aus Juni.

Verwendete Quellen: spiegel.de, rundschau-online.de, tagesschau.de, mdr.de, bahn.de, geo.de, rewe.de, meedia.de, zdf.de

slr Brigitte

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