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Beleidigende Whatsapp und Hitlergruß-Vorwurf: Lehrer darf weiter unterrichten

Lehrer darf weiter unterrichten: Ein Lehrer vor einer Klasse (Symbolbild)
© Monkey Business Image / Shutterstock
Er beleidigte seine Schüler schwer, forderte angeblich sogar zum Hitlergruß auf – nun ist klar: Der Mann darf weiter unterrichten. 

Die Wortwahl des Lehrers sei "unangemessen" gewesen und wurde daher "arbeitsrechtlich geahndet": So zitiert "Spiegel Online" die niedersächsische Landesschulbehörde. Der Fall hatte überregional hohe Wellen geschlagen. In einem Whatsapp-Chat hatte ein Berufsschullehrer seine Schüler schwer beleidigt.

Wüste Beleidigungen per Whatsapp-Chat

In den Nachrichten, die der "Hannoverschen Allgemeinen" vorliegen, schreibt der Pädagoge (Schreibweisen aus dem Original übernommen): "Ihr seid schlaftabletten und RUM-Nörgler!", "Das Leben ist ungerecht" sowie "Und heute werdet ihr mal gefickt 😜 😜 👌 👈".Den im November laut gewordenen Vorwürfen zufolge soll der Lehrer zudem junge Leute mit Migrationshintergrund massiv angegangen sein. Unter anderem soll er die Schüler zum Aufzeigen mit dem Hitlergruß aufgefordert haben. Mädchen soll er als "Kopftuchschlampen" bezeichnet haben

Nach den Vorwürfen hatte sich die Staatsanwaltschaft eingeschaltet. Laut "Spon" laufen dort weiterhin Ermittlungen, konkrete Auskünfte zum Stand der Dinge gebe es daher nicht. Auch ist unklar, welche "arbeitsrechtlichen Maßnahmen" die Landesschulbehörde konkret ergriffen hat.

Behörde: Keine "konkreten Hinweise"

Offenbar erhielt der Pädagoge eine Abmahnung, unterrichtete aber durchgehend weiter an der BBS 3 in Hannover. Eine Befragung der Schüler habe keine "konkreten Hinweise" ergeben, dass der Mann tatsächlich rassistische Aussagen getätigt oder zu strafbaren Handlungen – also dem Hitlergruß – aufgefordert habe, heißt es laut "Spon".

Eine "Team-Teaching-Maßnahme" habe mittlerweile ebenfalls ein Ende gefunden: Der Beschuldigte hatte eine Weile nur im Beisein eines zweiten Lehrers unterrichten dürfen. Dieser sei aber kein "Aufpasser" gewesen, sondern lediglich zur Beruhigung der Situation hinzugezogen worden – und mittlerweile nicht mehr notwendig.


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