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Instagram: Warum fassen sich Frauen ständig ins Haar?



Wer sich auf Instagram präsentiert, stellt eine Menge Fotos von sich online. Auffällig oft fassen sich die Frauen auf den Bildern ins Haar. Warum tun sie das?
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Eine unbewusste Geste? Eher nicht

Hand ins Haar - warum nur? Das „Frankfurter Allgemeine Magazin“ ist dieser Frage nachgegangen und hat Influencerinnen und Experten nach den Gründen für die beliebte Geste gefragt.

Instagram-Star Caro Daur begründete sie damit, dass ein Foto dadurch „optisch besser“ und dynamischer wirke. Außerdem sagte sie, dass der Griff ins Haar unbewusst geschehe, was in einer komplett durchinszenierten Welt jedoch eher unwahrscheinlich erscheint.

"Subtiler als der dämliche Biss auf die Lippe"

Christian Janecke hingegen sieht die Hand im Haar als Ausdruck sexueller Kommunikation. Der Professor der Kunstgeschichte an der Hochschule für Gestaltung in Offenbach hat sich ausgiebig mit der Inszenierung von Haaren beschäftigt. Schon immer habe man den Haarschopf als „mittelbare Form weiblicher Erotik" gesehen, wird er zitiert.

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Dabei ist die Hand im Haar eine deutlich subtilere Form der Erotik, als Po oder Brüste in Richtung Kameralinse zu strecken. „Diese Erotik", so Janecke, „fällt nicht mit der Tür ins Haus. Und sie ist subtiler als der dämliche Biss auf die Lippe." Und damit scheinbar weniger anbiedernd als die offensiv sexuelle Pose.

Schon Ovid stand auf scheinbar beiläufig zerwuschelte Frisuren

Erfinder der subtilen Haar-Erotik soll übrigens der römische Dichter Ovid gewesen sein, der schon vor mehr als 2000 Jahren die Unfrisiertheit feierte, bei der die Frau ihr Haar scheinbar beiläufig mit den Händen in Form bringt. Er soll Frauen sogar dazu angeleitet haben, damit sie den Männern gefallen.

Allerdings ist der scheinbar beiläufige Griff ins Haar auch schon lange Zeit eine gängige Modelpose, wie nicht nur das FN-Cover mit Alexa Chung zeigt. Und irgendwo muss Frau ja auch hin mit den Händen. Warum dann nicht auch mal ins Haar, um den Blick auf den sorgfältig gepflegten Kopfputz zu lenken.

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