Isolation wegen Coronavirus: Fünfjährige schreibt an alten Nachbarn

Die Corona-Einschränkungen zwingen viele zum Daheimbleiben, sie können aber auch Generationen verbinden. So entstand in England eine Brieffreundschaft zwischen einer Fünfjährigen und einem 93-Jährigen.

In der sozialen Isolation fühlt sich gerade kaum jemand rundherum wohl – das gilt sowohl für die alten Menschen als auch für die Kinder. Die Älteren müssen besonders vorsichtig sein, sich nicht mit dem Coronavirus anzustecken und leiden deshalb oft unter Einsamkeit. Den Kindern wird schnell langweilig, weil sie seltener rausdürfen und ihre Freunde nicht zum Spielen treffen können. Trotzdem sollten beide Gruppen zusammenhalten und sich gegenseitig unterstützen. Wie das geht, hat die fünfjährige Kirah vorgemacht.

Das Mädchen aus der englischen Stadt Wolverhampton hatte gesehen, dass in der Nachbarschaft ein 93 Jahre alter Nachbar lebte und sich dazu entschlossen, diesem einen Brief zu schreiben. Darin erkundigte sie sich, ob es dem Mann gut gehe. Außerdem schickte sie ihm auch noch ein kleines Geschenk zu: "Ich habe dir einen Regenbogen gemalt, um dich daran zu erinnern, dass du nicht allein bist", schrieb Kirah. Die Enkelin des Empfängers teilte den Brief auf Twitter – ebenso wie die Antwort ihres Großvaters.

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Brieffreundschaft verbindet Generationen

Der Senior schrieb seiner jungen Brieffreundin zurück, dass er sich sehr über ihre Nachricht gefreut habe. Ihm gehe es gut und er habe es schön gefunden, dass sich jemand Sorgen um ihn machte. "Die Lage mit dem Coronavirus ist sehr schlimm und wir müssen alle unser Bestes geben, um sie zu überstehen und hoffentlich mit guter Gesundheit wieder herauszukommen", antwortete er Kirah.

Auch über das Geschenk des Mädchens habe er sich gefreut: "Ich fand deine Regenbogen-Zeichnung großartig und werde sie ins Fenster hängen, damit die Leute sie sehen." In verschiedenen Ländern sind Regenbogenbilder im Fenster mittlerweile zu einem Symbol geworden, dass dort ebenfalls Kinder leben, die das Haus nicht verlassen können.

Auf Twitter bekamen die Brieffreunde schon mehr als 20.000 Retweets und 145.000 Likes. Auch Promis wie der Schauspieler Stephen Fry verbreiteten den Briefwechsel. Bisher habe ihr Opa die Familie von Kirah nur vom Sehen gekannt, erzählte seine Enkelin, die den Tweet verfasst hatte – nach dem Ende der Corona-Einschränkungen werden sich beide hoffentlich auch mal persönlich kennenlernen.

Dieser Artikel ist ursprünglich auf stern.de erschienen.

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