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Arbeitsunfähigkeit Der gelbe Krankenschein ist ab Januar Geschichte

Ist der gelbe Krankenschein ab 2023 Geschichte?
© nmann77 / Adobe Stock
Der "gelbe Schein" hat ab Januar ausgedient. Die Änderung bei Krankmeldungen hat für viele gesetzlich versicherte Arbeitnehmer:innen einen großen Vorteil.

Grippe, Corona, RS-Viren und Erkältungen haben Deutschland im Griff. Wer in den vergangenen Wochen krank wurde und dafür vom Arzt oder der Ärztin eine Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung (AU) ausgestellt bekommen hat, wird bemerkt haben, dass es nur noch zwei statt der üblichen drei Blätter gab: eine für den Arbeitgeber und eine für den Patienten oder die Patientin. Die AU-Meldung an die Krankenkasse übernehmen die Arztpraxen auf digitalem Weg inzwischen selbst. Ab 1. Januar 2023 wird das digitale Meldesystem dann für alle zur Pflicht.

Ab 2023 ist die eAU verpflichtend

Die eAU – also die elektronische Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung – bringt auch Änderungen für den:die Arbeitnehmer:in mit sich. Ab dem 1. Januar erhalten Beschäftigte nur noch einen "gelben Schein" für die eigene Ablage, sie müssen keine Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung mehr beim Arbeitgeber einreichen. Die Unternehmen müssen die AU selbst bei der Krankenkasse abfragen. 

Vorsicht! Krankmelden müssen sich Arbeitnehmer:innen weiterhin

Die eAU ersetzt aber nicht das Krankmelden! Arbeitnehmer:innen müssen dem Arbeitgeber weiterhin selbst mitteilen, wenn sie krank sind. Es entfällt lediglich die Pflicht, die Krankmeldung einzureichen.

Die meisten Unternehmen haben Vorschriften entwickelt, über welchen Weg Arbeitnehmer:innen sich krankmelden sollen. Grundsätzlich ist eine Krankmeldung in Schriftform der beste Weg, da bei einer E-Mail oder SMS in der Regel Datum und Uhrzeit erfasst werden. Eine Krankmeldung per Telefon ist jedoch ebenfalls zulässig, hier sollte möglichst eine weitere Person zuhören, damit der Anruf im Zweifelsfall bezeugt werden kann. Mitteilungsdienste wie Whatsapp oder Telegram sollten eher nicht verwendet werden, denn das Risiko einer fehlerhaften Datenübertragung trägt der:die Arbeitnehmer:in.

Verwendete Quellen: stern.de, arbeitsschutzgesetze.com, tk.de

slr Brigitte

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