Will die nur spielen? Ivanka Trump beim Frauen-Gipfel in Berlin

Ivanka Trump nahm am Women20-Gipfel in Berlin teil, um die Stärkung von Frauen voranzutreiben. Alle Augen waren auf sie gerichtet.

Diese Frau hat eine atemberaubende Karriere hingelegt: Ivanka Trump hat es vom Model zur Mode-Unternehmerin und mit 35 Jahren zur wichtigsten Beraterin des US-Präsidenten gebracht – und zwischendurch drei Kinder geboren. Allerdings war bei ihrem kometenhaften Aufstieg ihre Herkunft nicht ganz unwichtig. Schließlich war es ihr Vater, der ihr ein Büro im Weißen Haus verschaffte.

Was sie mit ihrem Vater eint: die fehlende politische Erfahrung. Was die beiden trennt: Ivankas erklärter Wunsch, Frauen zu stärken. Donald Trump dagegen hat sich als Sexist und „Pussy-Grabber“ einen Namen gemacht.

Ivanka stahl allen die Show

Heute reiste die „First Daughter“ auf Einladung Angela Merkels zur W20-Frauenkonferenz nach Berlin. Ziel des hochkarätigen Treffens war die wirtschaftliche Stärkung von Frauen weltweit - im Rahmen des G20-Gipfels im Juli in Hamburg will man entsprechende Empfehlungen einbringen.

Bei der W20-Podiumsdiskussion zur „Förderung von Unternehmerinnen“ im Berliner Hotel Intercontinental stahl Ivanka Trump den acht anderen mächtigen Frauen auf der Bühne klar die Show – darunter Bundeskanzlerin Angela Merkel und IWF-Chefin Christine Lagarde. Alle Kameras waren auf sie gerichtet, alle hörten ganz genau hin, was die amerikanische Präsidententochter zu sagen hatte.

"Ich möchte, dass Frauen mehr Macht bekommen"

Trump bestätigte ihre bereits früher geäußerte Absicht, sich für Frauen einsetzen zu wollen. „Nicht nur als Beraterin meines Vaters, auch als Unternehmerin und als die Person, die ich bin, kümmere ich mich sehr stark darum, wie Frauen in der Arbeitswelt mehr Macht bekommen können“, sagte sie. Und versprach: „Die Ratschläge und das Wissen“, das sie am heutigen Tag erwerbe, möchte sie „mit zurück in die Vereinigten Staaten nehmen und damit auch zu meinem Vater, dem Präsidenten“.

Ihr erster Tag in Deutschland dürfte auch jenseits des internationalen Frauen-Gipfels die eine oder andere Erkenntnis bringen: Die konvertierte Jüdin hat am Nachmittag das Holocaust-Denkmal besichtigt, zuvor hatte sie sich bei Siemens über das Ausbildungsprogramm informiert. Am Abend steht ein Dinner in den Räumen der Deutschen Bank auf dem Programm.

sar
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