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Japan Pflegeheim stellt Babys als Mitarbeiter ein – damit die Bewohner glücklicher werden

Japan: Senioren mit Baby
© Panthermedia / imago images
Für die meisten Jobs mögen Babys vermutlich ungeeignet sein – allerdings nicht für diesen: Ein japanisches Pflegeheim sucht Kleinkinder, um die Bewohner mit ihrer Gesellschaft aufzuheitern. 

Das japanische Pflegeheim Moyai Seiyūkai ist auf der Suche nach ganz besonderen neuen Angestellten: Sie sollen zwischen 0 und 3 Jahren alt sein, noch nicht gut japanisch sprechen und sie können bei der Arbeit erscheinen, wann immer sie wollen. Eine abgeschlossene Ausbildung oder berufliche Vorerfahrung sei nicht nötig. Die Entlohnung soll in Windeln und Babymilch erfolgen. 

Genauer gesagt werden die Babys gesucht, damit sie den älteren Damen und Herren in dem Pflegeheim ein Lächeln entzaubern können und sie glücklich machen. Eine Erziehungsberechtigte- oder ein berechtigter sollte natürlich immer mit anwesend sein, damit sie ihren Nachwuchs bei der Tätigkeit unterstützen können. "Selbst Bewohner, die schlechte Laune hatten oder die ganze Zeit niedergeschlagen aussahen, strahlen jetzt, wenn die Babys kommen, sie scheinen sehr glücklich zu sein", sagt die Leiterin des Pflegeheims Kimie Gondo im Interview mit dem Magazin "Vice".

32 Babys "arbeiten" bereits dort

Auf die ursprüngliche Idee kam Gondo wohl rein zufällig: Sie brachte ihre inzwischen vierjährige Enkelin mit ins Pflegeheim. Die Bewohner sahen extrem glücklich aus, als das Kleinkind zu Besuch war. Jedes Mal wenn Kinder anderer Pflegemitarbeiter ins Heim kamen, wurden die Menschen stets von den Kleinen aufgeheitert. Die Bewohner sagten, dass die Babys sie an die Zeit erinnern würde, als sie selber noch Kinder waren. Nun ist die Leiterin des Heims auf der Suche nach weiteren Glücksbringern.

Inzwischen arbeiten 32 Babys in dem Heim und ihre Hauptaufgabe sei es, den Bewohnern Gesellschaft zu leisten und mit ihnen spazieren zu gehen. Wenn dabei mal ein kleines Nickerchen gemacht wird im Kinderwagen, ist das vermutlich überhaupt kein Problem. Denn welcher Anblick kann noch schöner sein als der von schlafenden Kindern?

Quelle: "Vice"

Dieser Artikel erschien ursprünglich bei stern.de.


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