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Stecknadeln in Lebensmitteln: Neuer Fund in weiterem Markt

Backwaren im Supermarkt-Regal
© gpointstudio / Shutterstock
Unter anderem in Brötchen und Kuchen haben Supermarkt-Kunden Stecknadeln gefunden. Jetzt wurde ein neuer Fall bekannt. Diesmal platzierte jemand eine Nadel in einer Packung Suppengrün.

Trittbrettfahrer oder ein und derselbe Täter? Darüber rätselt die Polizei in Baden-Württemberg, nachdem immer mehr Supermarkt-Kunden von Stecknadeln in Lebensmittel-Verpackungen berichten. Klar ist: Der oder die Verantwortlichen gehen perfide vor – und nehmen üble Verletzungen in Kauf.

Nadeln sind drei bis vier Zentimeter groß

Es begann in einer Filiale der Kaufland-Kette im badischen Offenburg. Dort entdeckten Kunden im Dezember erstmals Stecknadeln in Toastbrot-Packungen und Verpackungen von Salami-Snacks. Die Fremdkörper waren drei bis vier Zentimeter groß. Nachdem Medien über die Fälle berichteten, meldeten sich laut Polizei weitere Betroffene – die hatten zunächst gar nicht an eine mögliche Erpressung oder Ähnliches gedacht.

So berichtete eine Frau laut Polizeibericht, sie habe eine Stecknadel in einer Packung Burger-Brötchen gefunden. Erst beim Aufschneiden der Brötchen sei ihr diese entgegengefallen. Verpackung und Nadel warf die Frau weg, der erst jetzt bekannt gewordene Vorfall ereignete sich aber laut Polizei bereits vor den Weihnachtsfeiertagen.

Neuer Fall – nicht in Kaufland-Filiale

Der nächste Fall ging bereits über die Grenzen Offenburgs hinaus. Im 20 Kilometer entfernten Kehl hatte eine Kundin ein Stück Kuchen gekauft. Zu Hause entdeckte sie in dem Stück, das in einer Kunststoffbox verpackt war, eine Stecknadel. Diese unterschied sich "in Art und Größe" allerdings von den bisher verwendeten Nadeln. Betroffen war auch in Kehl erneut eine Kaufland-Filiale. 

Wie die Polizei mitteilte, fand sich nun aber eine weitere Nadel (mittlerweile die achte) in einer Verpackung von Suppengrün, gekauft in einem Geschäft in Schutterwald, Baden-Württemberg. Der spitze Gegenstand fiel der Kundin ebenfalls beim Auspacken der Ware entgegen. Anders als zuvor soll diesmal laut Polizei jedoch eine andere Supermarktkette betroffen sein. 

Die Polizei geht davon aus, dass die Waren ordnungsgemäß in den Supermarktfilialen angeliefert wurden und erst in den Regalen präpariert wurden. Ob es sich um den gleichen Täter oder um einen Nachahmer handelt, ist bislang unklar. 

Möglicherweise weitere manipulierte Produkte im Umlauf

Die Kaufland-Filialen im Umkreis der Funde leiteten "Kontrollmaßnahmen" ein, teilte die Polizei mit. "Es kann jedoch nicht ausgeschlossen werden, dass sich weitere manipulierte Produkte im Umlauf befinden." Hinweise nehmen die Ermittler unter Telefon 0781/21-2200 entgegen.


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