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Krieg in der Ukraine Was kann ich tun, um zu helfen?

Ukraine: Was kann ich tun?
© shurkin_son / Shutterstock
Untätig dabei zuzusehen, wie Russland die Ukraine überfällt und großes Leid über die Menschen bringt, ist nicht einfach. 5 Tipps, wie wir helfen können.
 

Protestieren und Gesicht zeigen

Auf die Straße gehen bringt's nicht? Doch. Wenn die Welt dauerhaft und sichtbar gegen einen Krieg aufsteht, kann sich das destabilisierend auf den Aggressor auswirken – und der angegriffenen Nation Kraft geben. Und sei es durch die einfache Botschaft: "Wir schauen nicht weg, ihr seid nicht allein!"

Geld spenden

In den Medien werden wir mit Spendenaufrufen für die Opfer des Krieges überhäuft. Doch wohin spendet man am sinnvollsten? Wichtig ist in jedem Fall, dass die Organisationen das Spendensiegel des "Deutschen Zentralinstituts für soziale Fragen" (DZI) tragen. Wer sich nur schwer entscheiden kann, kann seinen Beitrag auch an ein Bündnis aus Hilfsorganisationen spenden. "Bündnis Entwicklung Hilft" und "Aktion Deutschland Hilft" etwa rufen im Namen von 23 deutschen Hilfsorganisationen gemeinsam zu Spenden auf: www.spendenkonto-nothilfe.de.

Sachen spenden

Wer flieht, kann nicht viel mitnehmen, und es ist völlig offen, wann oder ob die geflüchteten Ukrainer:innen jemals in ihre Heimat zurückkehren können. Nach Angaben des UN-Flüchtlingshilfswerks (UNHCR) sind bereits Hunderttausende auf der Flucht – und es werden mehr. Viele suchen innerhalb der Ukraine in weniger umkämpften Gebieten Schutz, andere in Nachbarländern wie Polen oder Moldawien. Aber auch in Deutschland kommen erste Kriegsflüchtlinge an. Windeln, warme Kleidung, Hygieneartikel, Schlafsäcke und auch Möbel für die Unterkünfte von Geflüchteten werden gebraucht. Hier ist es am sinnvollsten, sich vor Ort zu erkundigen, ob lokale Initiativen oder Organisationen zu Sachspenden aufrufen, was wo benötigt wird, und wo und wann man seine Spenden abgeben kann.

Geflüchtete beherbergen

Heute Morgen hat die Bundespolizei die Einreise von mehr als 3.000 Kriegsflüchtlingen aus der Ukraine in Deutschland registriert, so ein Sprecher des Bundesinnenministeriums. Da an den EU-Binnengrenzen keine Grenzkontrollen stattfänden, könne die Zahl jedoch deutlich höher sein. Wer privat jemanden unterbringen kann und will, kann sich zum Beispiel auf der Seite www.unterkunft-ukraine.de registrieren. Ansonsten: recherchieren, ob es bereits regionale Netzwerke gibt, wo man Unterkünfte anbieten oder anderweitig helfen kann, Menschen unterzubringen. 

Zur Hacker:in werden

Auch das kann ein kleiner Mosaikstein sein, um der eigenen Hilflosigkeit Luft zu verschaffen. Bekannt ist, dass der Kreml mit Desinformationskampagnen und Falschmeldungen Menschen auf seine Seite zieht. Im Gegenzug ruft die Hackergruppe Anonymous bei Twitter dazu auf, sich auf Google Maps ein beliebiges Restaurant in Russland zu suchen und dort eine Bewertung zu hinterlassen, die einen Aufruf zur Beendigung des Krieges enthält.

Ein User etwa schrieb zu einem Restaurant in Russland: "Wie könnt ihr essen, wenn wir wisst, dass in der Ukraine Menschen sterben? Stoppt den Krieg in der Ukraine!" 

Weitere Infos und Aktionen: Auf der Website https://supportukrainenow.org bündeln die "Global Shapers" Tipps und Informationen auf der ganzen Welt, mit denen man die Ukraine unterstützen kann. Die Community der "Global Shapers"  erwuchs aus dem Weltwirtschaftsforum und besteht aus jungen Menschen, die es sich zur Aufgabe gemacht haben, globale Herausforderungen zu adressieren.

sar Brigitte

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