Kein Traum in Weiß

Auf den ersten Blick sieht es aus wie ein wunderschönes Hochzeitskleid. Doch das Werk der Künstlerin Kong Ning besteht nicht aus Tüll und Seide, sondern aus Atemschutzmasken.

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Peking ist eine der schmutzigsten Städte der Welt. Wegen des Smogs verlassen viele Menschen nur noch mit Atemschutzmasken ihre Häuser. Bei einem internationalen Marathon am vergangenen Wochenende überschritt die Luftverschmutzung den maximalen Wert, den die Weltgesundheitsorganisation WHO empfiehlt, sogar um das 16-fache. Viele Sportler gaben auf, bevor sie das Ziel erreichten.

Die chinesische Künstlerin Kong Ning will ein Zeichen gegen die Luftverpestung setzen. Sie nähte aus 999 Atemschutzmasken ein ganz besonderes Hochzeitskleid. Zehn Meter lang war die Schleppe, mit der sie am Montag im Smog durch Chinas Hauptstadt flanierte. Viele Menschen blieben stehen und staunten über das Kleid, das auf den zweiten Blick längst nicht mehr so romantisch wirkt. Vermutlich war es nach dem Spaziergang eher grau als weiß.

Die Luftverschmutzung ist ein großes Problem in China. Neben Autoabgasen sind vor allem Kohlekraftwerke schuld an der dicken Luft. Mehr als Dreiviertel des Stroms wird in China durch Kohle erzeugt. Seit Jahren versucht die Regierung vergeblich, die Feinsstaubbelastung in den Städten zu verringern. So gingen 2013 erstmals mehr Ökokraftwerke ans Netz als Kohlekraftwerke. Umweltschützer kritisieren jedoch, dass die Maßnahmen nicht ausreichten.

miro
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