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Kinderwunsch trotz Krankheit Kurz vor Entfernung des letzten Eierstocks: 39-Jährige erfährt zufällig von ihrer Schwangerschaft

Kinderwunsch trotz Krankheit: Ultraschalluntersuchung am Babybauch
© Gorodenkoff / Shutterstock
Eigentlich hatte die Britin Caroline Darlington ihren lang gehegten Kinderwunsch schon längst aufgegeben und wollte sich aufgrund ihrer Erkrankung den verbliebenen Eierstock entfernen lassen, als beim Ultraschall eine unglaubliche Entdeckung gemacht wurde: Caroline war schwanger.

Caroline Darlington und ihr Ehemann Roy aus Großbritannien sind seit 20 Jahren miteinander verheiratet. Um ihr Glück zu vervollständigen, wünschten die beiden sich ein Kind: "Ich wollte schon immer Kinder haben, seit ich ein kleines Mädchen war und mit Puppen gespielt habe. Ich habe eine Ausbildung zur Kindergärtnerin gemacht, also war ich immer in der Nähe von Kindern", erzählt Caroline der britischen "Daily Mail".

Der Wunsch nach einem leiblichen Kind blieb trotz künstlicher Befruchtung unerfüllt – bis Caroline im Alter von 39 Jahren zufällig von ihrer Schwangerschaft erfuhr. Nach langem Leidesweg hatte sich die Britin dazu entschieden, ihre Eierstöcke entfernen zu lassen und somit unfruchtbar zu werden. Doch während eines Ultraschalls entdeckte ihr Arzt verblüfft, dass sie in der 16. Woche schwanger war. Eine große Freude für Caroline, Roy und ihren sechsjährigen Adoptivsohn.

Caroline leidet unter Endometriose und PCOS

Lange vor der geplanten Operation hatte Caroline ihre Diagnose erhalten: Polyzystisches Ovar-Syndrom (PCOS) und Endometriose. Mehrmals musste sie wegen Eierstockzysten in die Notaufnahme eingeliefert werden – eine Zyste platze am Weihnachtstag. Caroline verlor im Krankenhaus viel Blut. Die Ärzte entschieden, einen Eierstock zu entfernen.

Der Wunsch nach einem Kind blieb, aber nach den traumatischen Erfahrungen und Jahren der Schmerzen, ausgelöst von der Endometriose, war es für sie nicht mehr auszuhalten. Die 39-Jährige traf die traurige Entscheidung, ihren verbleibenden Eierstock ebenfalls entfernen zu lassen. "Am Ende musste ich meinen Arzt anrufen und ihm sagen, dass ich mit den Schmerzen und der Betreuung meines Sohnes, der komplexe Bedürfnisse hat, nicht mehr weitermachen konnte – es war alles zu viel."

"Unser Sohn ist ein Wunder"

Sie begann die OP-Vorbereitung im Februar 2020. Die finale Operation musste aufgrund der Coronapandemie aufgeschoben werden. Während die Vorbereitungen dann erneut im September 2020 startete, fanden die Ärzte heraus, dass sie im 16. Monat schwanger war. "Mein Bauch war geschwollen, aber ich nahm einfach an, dass es die wachsende Zyste war. Ich erinnere mich, dass ich dachte: 'Oh mein Gott, was wird mein Mann sagen'", sagt sie der "Daily Mail".

Am 29. März wurde Carolines und Roys Sohn Jorge Albert Darlington geboren. "Wir empfinden unseren Neuankömmling als ein Wunder, das nie passiert wäre, wenn es keine Pandemie gegeben hätte. Wir sind dankbar (...) und wollen die Leute da draußen wissen lassen, dass man die Hoffnung nie aufgeben sollte", sagt die glückliche Mutter.

Quelle: "Daily Mail"

Dieser Artikel erschien ursprünglich auf stern.de.

fis/stern

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