Barbie-Konkurrenz mit Pickeln und Dehnungsstreifen

Lammily, die Alternative zur Barbie, gefällt uns immer besser: Jetzt kann man Pickel und Dehnungsstreifen zum Aufkleben dazu kaufen. Barbie-Hersteller Mattel steht derweil mit seiner Informatik-Barbie in der Kritik.

Die Barbie von morgen ist fit und stark, hat braune Haare und bewegliche Gelenke, trägt kaum Make-Up und bequeme Kleidung - auf einem Körper, der den Proportionen einer 19-Jährigen nachempfunden ist. Ihr Schöpfer, der amerikanische Künstler Nickolay Lamm, will Kindern damit realistische Schönheitsideale vermitteln und dafür werben, "sich selbst treu zu bleiben - in einer Welt, die dich in bestimmte Normen zwängt".

Per Crowdfunding hatte er Geld für die Produktion der Alternativ-Barbie gesammelt. Und traf damit offenbar einen Nerv: Innerhalb eines Tages kamen die benötigten 95.000 US Dollar Startkapital zusammen. Aktuell hat die Puppe mit dem Markennamen "Lammily" mehr als 13.621 Unterstützer, die mehr als 19.000 Puppen vorbestellt haben. Seit November kann Lammily online bestellt werden. Eine Puppe kostet 25 Dollar. Auch nach Deutschland wird Lammily geliefert. Dann kommen allerdings noch rund 14 Dollar Versandkosten hinzu.

Video: Kinder reagieren auf Lammily

Wie finden Kinder die Puppe? In diesem Video ist eine Gruppe von Zweitklässlern recht angetan von Lammily.

Die Accessoires: Kleine Makel zum Aufkleben

Wie ernst es Nickolay Lamm mit den realistischen Schönheitsidealen ist, zeigen die "Lammily Marks", die man zusätzlich zur Puppe im Shop bestellen kann. Die kleinen Sticker zaubern kein Glitter auf die Puppe, sondern Pickel, Tattoos, Kratzer, Grasflecken, Brillen oder auch Dehnungsstreifen für den Bauch.

Für Lamm ist dieses Unperfekte nichts, was Kinder abschrecken würde, im Gegenteil. "Ich habe gesehen, wie Kinder mit den Stickern gespielt haben, wie sie sie lachend immer wieder umgeklebt haben und ihre individuelle Puppe ihren Eltern gezeigt haben", so Lamm gegenüber BuzzFeed News. Die Kinder könnten sich so mehr mit der Puppe identifizieren.

Kritik für das Barbie-Buch "I Can Be a Computer Engineer"

Während die Konkurrenz immer beliebter wird, bemüht sich Barbie-Hersteller Mattel, seiner Puppe einen modernen Anstrich zu geben. Mit wenig Erfolg: Mattel brachte ein Buch namens "I Can Be a Computer Engineer" auf den Markt, in dem gezeigt wird, wie Barbie Programmiererin wird. Eigentlich eine löbliche Idee, doch dummerweise stellt die Geschichte Barbie eher als ungeschickte Blondine dar statt als taffe Informatikerin. Sie braucht nicht nur beim Programmieren die Hilfe der Jungs, die Herren müssen sie am Ende auch noch retten, weil sie einen Computer mit einem Virus verseucht hat. Autsch. Für so viele Klischees gab es von den Kunden bitterböse Kritiken und einen Shitstorm in den sozialen Netzwerken. Mattel hat sich mittlerweile für die Darstellung entschuldigt.

Wer hier schreibt:

Nicole Wehr

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