Las Vegas-Massaker: Er starb – um seine Ehefrau zu retten

Heather Melton hat das Attentat in Las Vegas überlebt – dank ihres Mannes. Der 29-Jährige starb, als er sie beschützen wollte.

Es ist das schlimmste Schusswaffen-Massaker in der Geschichte der USA: Jetzt werden immer mehr Details über das Attentat auf ein Country-Konzert in Las Vegas bekannt. Heather Melton ist eine der Überlebenden. Ihr Mann Sonny starb bei dem Angriff – als er versuchte, sie in Sicherheit zu bringen.

„Er hat mein Leben gerettet“, sagte Heather Melton in einem Interview. „Er packte mich und fing an zu rennen.“ Dann habe sie gespürt, wie ihren Mann Schüsse in den Rücken trafen. Die beiden seien zu Boden gegangen, überall um sie herum seien Schüsse eingeschlagen. Irgendwann hörte der Kugelhagel auf – und Sonny begann aus dem Mund zu bluten. Kurze Zeit später erlag der 29 Jahre alte Krankenpfleger seinen Schussverletzungen. Heather überlebte unverletzt.

Mindestens 59 Tote, hunderte Opfer verletzt

Todesschütze Stephen Paddock hatte aus dem 32. Stock des Mandalay Hotels am Las Vegas Strip auf mehr als 20.000 arglose Konzertbesucher gefeuert. Mindestens 59 Menschen starben, hunderte erlitten Schussverletzungen.

Sie könne nicht ertragen, dass der Attentäter mehr Aufmerksamkeit erhalte als die Menschen, deren Leben er nahm, sagte Heather Melton gegenüber Medienvertretern. Ihr Mann habe jeden Raum mit guter Laune gefüllt und sei die selbstloseste Person gewesen, die ihr je begegnet sei. „Ich will, dass jeder erfährt, was für ein gutherziger, liebevoller Mensch er war“, sagte die Witwe unter Tränen. 

Das Paar stammt aus dem US-Bundesstaat Tennessee. Familienmitglieder beschreiben Sonny Melton als liebenden Ehemann. 2015 hatte der Krankenpfleger seinen Abschluss an der Union University gemacht. Die Hochschule bekundete ihr Beileid mit einem Foto des Paares bei Twitter.

„Er hat sein Leben für meines gegeben, aber ich denke, er hätte das auch für andere Menschen getan, die er nicht einmal kannte“, sagte Heather Melton. Dabei habe es noch weitere Helden an jenem Abend gegeben – ihr Mann sei nur einer von vielen guten Menschen gewesen. „Da war nur ein schlechter Mensch dort an diesem Abend", sagte sie – mit bitterem Bezug auf den Attentäter.

kia

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