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Lidl & Co. Supermärkte klären auf, wieso es keine neue Ware gibt

Lidl & Co.: Leere Supermarkt-Regale
© Steeve Raye / Shutterstock
Nicht nur bei Lidl stehen Kund*innen gerade vor teils leeren Regalen. Jetzt klären Supermärkte auf, wieso sie gerade keine neue Ware bekommen.

Wer diese Woche einkaufen war, der dürfte bereits über sie gestolpert sein: Leere Regale, wie wir sie noch aus Pandemiebeginn kennen. Haben die Hamsterkäufer*innen wieder zugeschlagen? Gibt es ein Angebot, von dem ich nichts mitbekommen habe? Keine Sorge, nichts dergleichen ist der Grund. Der liegt 4.000 Kilometer und einige Wochen entfernt.

Suezkanal-Stau sorgt für leere Supermarkt-Regale

Das Suezkanal-Drama macht sich in Deutschland bemerkbar. Wir erinnern uns: Vor gut einem Monat steckte ein Frachterschiff fest und blockierte damit mehrere Tage die Schiffahrtsstraße. Daraufhin kam es innerhalb kürzester Zeit zu einem riesigen Stau auf dem Wasser. Etwa 400 Schiffe warteten auf die Durchfahrt. Diese Verzögerung bekommen wir heute hierzulande zu spüren: Es fehlen Waren.

Ende März kündigten Experten im Handelsblatt bereits an, es würde ab Mitte April zu leeren Regalen in deutschen Geschäften kommen. Denn die Frachterschiffe im Suezkanal enthielten Waren internationaler Händler – unter anderem von Lidl. Die Experten sollten Recht behalten.

Der Discounter weist seine Kund*innen nun in den Filialen auf die fehlenden Produkte hin: "Lieber Kunde, leider kommt es aufgrund der Suezkanal-Problematik momentan zu Lieferengpässen aus Asien bei unseren Werbeaktionen", steht dort auf Plakaten geschrieben. 

Derweil sind im Internet bereits zahlreiche Beschwerden zu finden. In mehreren Läden sollen Kund*innen vor leeren Regalen gestanden haben, weil bestimmte Produkte ausverkauft und auch nach dem Wochenende nicht nachgeliefert worden waren. Insbesondere Aktionsware aus den Prospekten soll betroffen sein.

Es dürfte nicht bei Lidl bleiben – die Schiffe der Handelsunternehmen, zu denen die Schiffe im Suezkanal angehörten, sollen laut RTL unter anderem auch beispielsweise den Discounter Aldi beliefern. In den nächsten Wochen könnte es also bei mehreren Supermärkten zu Lieferausfällen kommen. Grund zur Panik gibt es trotzdem nicht: Frische Lebensmittel für den täglichen Bedarf dürften weiterhin ausreichend verfügbar sein.

Verwendete Quellen: Lidl, Handelsblatt, RTL

mjd

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