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"Veganuary" Neue Studie zeigt: Menschen, die vegan leben, essen günstiger

Menschen, die sich vegan ernähren, essen günstiger – zeigt neue Studie: Frau isst veganes Essen
© mimagephotography / Shutterstock
Vegane Ernährung ist teuer, heißt es gemeinhin. Doch nun kommt eine neue Studie zu dem überraschenden Ergebnis, dass veganes Essen sogar günstiger ist als herkömmliche Lebensmittel.

Vegane Ersatzprodukte – Milch-, Käse- oder Fleischersatz – sind teuer. Deswegen wird oft gesagt, dass vegane Ernährung insgesamt teurer ist als die herkömmliche omnivore Ernährung. Aber stimmt das tatsächlich? Eine neue Kostenstudie, die im Rahmen des "Veganuary" durchgeführt wurde, fand heraus: Das stimmt nicht. Wer vegan isst, isst günstiger.

Für die Studie verglichen die Expert:innen die Preise der Zutaten für 20 deutsche Lieblingsgerichte miteinander. Unter den Gerichten befanden sich Klassiker wie Königsberger Klopse, Pizza Salami oder Rahmgeschnetzeltes mit Spätzle – typisch fleischbasierte Mahlzeiten, die in deutschen Privathaushalten und Kantinen oft auf den Tisch kommen.

Veganes Essen ist günstiger – fast immer

Die Studie wurde vom gemeinnützigen Forschungsinstitut für pflanzenbasierte Ernährung (IFPE) unter der Leitung des Ernährungswissenschaftlers Dr. Markus Keller durchgeführt. Die Ergebnisse des privaten Forschungs- und Beratungsinstituts sind aufgeteilt in fleischbasierte, fischbasierte oder süße Gerichte und stellen die Kosten für den omnivoren Ernährungsstil und die vegane Ernährungsweise gegenüber. Diese unterteilen sich jeweils noch in konventionelle Produkte und deren Bio-Varianten.

Die Ergebnisse sind eindeutig: Bei "Fleisch"-Gerichten sparen Veganer:innen rund 32 Prozent bei Bio-Qualität und zehn Prozent, wenn für das omnivore Gericht Fleisch aus konventioneller Erzeugung verwendet wird. Auch Süßspeisen kaufen Veganer:innen günstiger: Bei konventioneller Produktion liegt die Ersparnis bei durchschnittlich 16 Prozent. Allein Fischgerichte mit konventionell erzeugten tierischen Zutaten sind derzeit noch günstiger als ihre pflanzlichen Alternativen – doch auch hier schneidet die vegane Ernährung bei der Bio-Variante günstiger ab.

Die Studie des IFPE ist nicht die einzige, die zu diesem Ergebnis kommt. Wie in der Pressemitteilung von "Veganuary" erklärt wird, zeigen aktuelle Modellierungsstudien von Forschenden der Universität Oxford, dass die Kosten gesunder und nachhaltiger, pflanzenbasierter Ernährungsformen in Ländern mit hohem Einkommen um 17 bis 34 Prozent niedriger im Vergleich zu üblichen Ernährungsweisen mit einem hohen Konsum an Tierprodukten sind.

Der vegane Januar – was ist der "Veganuary"?

Die Studie des IFPE wurde im Rahmen des veganen Monats Januar – oft "Veganuary" genannt – durchgeführt. Der "Veganuary" ist aber nicht nur ein Monat bzw. ein Projekt, sondern auch eine gemeinnützige Organisation und Kampagne, die Menschen weltweit dazu motivieren will, sich im Januar und darüber hinaus mit veganer Ernährung zu beschäftigen. Laut der Organisation haben sich seit der Gründung im Jahr 2014 mehr als zwei Millionen Menschen offiziell als Teilnehmer:innen registriert.

Die Teilnahme am "Veganuary" ist kostenlos. Nach Anmeldung erhalten alle Teilnehmer:innen einen Monat lang eine tägliche E-Mail mit hilfreichen Informationen rund um Ernährung, Tier- und Klimaschutz sowie mit Rezepten und praktischen Tipps.

Quelle: "New York Post"

Dieser Artikel erschien ursprünglich bei stern.de.

eli/stern

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