Lehrerin wird gefeuert – weil sie eine Frau heiratet

An einer Grundschule in Miami müssen Schüler künftig auf eine ihrer Lieblingslehrerinnen verzichten: Der Frau wurde gekündigt, nachdem sie ihre Partnerin geheiratet hatte.

Ein von @kettyelena geteilter Beitrag am

Jocelyn Morffi hatte alles: Einen Job als Lehrerin, in dem sie voll aufging, und die Liebe ihres Lebens an ihrer Seite. Doch als sie ihrer Partnerin die ewige Treue schwört und die beiden nach der Hochzeit aus den Florida Keys heimkehren, erlebt Morffi eine böse Überraschung: Die katholische Grundschule, an der sie unterrichtet, kündigt ihr.    

"Nicht die richtige Art von Katholikin"

Bei Instagram schreibt Morffi: "In ihren [Arbeitgeber] Augen bin ich wegen meiner Partnerwahl nicht die richtige Art von Katholikin." 

Von ihren Followern gibt's Support für die Vollblut-Lehrerin: "Es tut mir so unglaublich leid, dass es in unserem "fortschrittlichen" und "zivilisierten" Land keine Gesetze gibt, die dich vor solch einer hasserfüllten Diskriminierung schützen", heißt es etwa in einem Kommentar.

Auch Eltern stehen hinter der Lehrerin: Als sie von der Kündigung erfahren, versammeln sich 20 von ihnen auf dem Schulgelände, um eine Erklärung von der Schule zu bekommen – Pustekuchen! Die Schule schweigt. Stattdessen meldet sich eine Sprecherin des Erzbistums Miami zu Wort. Morffi sei vertragsbrüchig geworden, indem sie offenbar die Traditionen oder Richtlinien der katholischen Schule nicht wahre – whatever. 🙄 

Seit 2015 sind gleichgeschlechtliche Ehen in Florida offiziell erlaubt – doch gern gesehen sind sie deshalb offenbar noch lange nicht. So hat Erzbischof Thomas Wenski 2015 direkt ein Memo rausgeschickt, in dem er darauf hinwies, dass zum Beispiel Lehrer an katholischen Schulen Repräsentanten der katholischen Kirche seien. Wer sich nicht an die Richtlinien der Kirche halte, dem drohen disziplinarische Maßnahmen bis hin zur Kündigung.

Jocelyn Morffi lässt sich dadurch aber nicht von ihrer Berufung abhalten: Ihr Projekt #TeachHope – Kindern die Hoffnung auf ein besseres Morgen zu schenken – setzt sie jetzt ohne Festanstellung fort. Auf ihre Ehefrau kann sie dabei sicher zählen!   



 

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