Australierin saß zehn Jahre unschuldig in Haft

Wegen gefälschter Beweise saß Roseanne Beckett zehn Jahre unschuldig im Gefängnis. Erst 26 Jahre nach ihrer Festnahme erhält die Australierin eine Millionenentschädigung.

Zehn Jahre ihres Lebens verbrachte Roseanne Beckett hinter Gittern. Zu Unrecht. Wegen versuchten Mordes an ihrem Ehemann wurde die Australierin 1989 festgenommen und zu zwölf Jahren Haft verurteilt. Ein Polizist hatte Beweise gegen sie vorgelegt. Doch die hatte er gefälscht - aus Rache für seine nicht erwiderten Gefühle.

Erst zehn Jahre nach ihrer Verurteilung wurde Becketts Unschuld festgestellt. Sie kam damals zwar frei, doch wegen veralteter Gesetze mit praktisch unerfüllbaren Auflagen musste sie bis heute auf eine Entschädigung für die verlorenen Jahre warten. Der Supreme Court in Sydney sprach ihr jetzt 2.310.350 australische Dollar zu, umgerechnet rund 1,5 Millionen Euro.

"Ich bin 26 Jahre mit dieser Sache schlafen gegangen und 26 Jahre damit aufgewacht", sagte Beckett erleichtert und mit Tränen in den Augen nach der Urteilsverkündung. "Es ist eine Schande, dass es so lange gedauert und die australischen Steuerzahler Hunderte Millionen Dollar gekostet hat", sagte sie gegenüber dem australischen Nachrichtensender 9news.

Beckett hatte den Polizisten in den Achtzigerjahren kennengelernt. Damals habe er wegen eines Brandes in ihrem Laden ermittelt, sagte sie vor Gericht aus. Er habe sie umworben, doch sie sei nicht darauf eingegangen. Stattdessen heiratete sie einen Bekannten des Polizisten. Der Beamte kam später mit dem Gesetz in Konflikt, Gerichtsakten zufolge war er psychisch krank. Nach Aussage des Richters hat der Mann Beckett gehasst - und das Justizsystem genutzt, um sich an ihr zu rächen.

Für sein Verbrechen wird er nicht büßen müssen. Dre Polizist verstarb 2014.

nw
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