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Minus 15 Grad Wartet mit dem Dezember der kälteste Wintermonat auf uns?

Winter
© psynovec / Adobe Stock
News im November, die uns bewegen: Bis zu minus 15 Grad erwarten uns im Dezember +++ Wie stehen die Chancen auf weiße Weihnachten? +++ Das Bürgergeld kommt zum 1. Januar +++ Unwettertief Denise sorgt für schwere Stürme +++ Ausbreitung der Corona-Variante "Höllenhund" +++

Die wichtigsten News im BRIGITTE-Ticker

Was bewegt die Welt? Was bewegt die BRIGITTE-Redakteur:innen? In diesem Ticker fassen wir für euch die wichtigsten News im November zusammen.

29. November 2022

Bis zu minus 15 Grad im Dezember 

Der Dezember steht vor der Tür – und mit ihm kommt eine frostige Abkühlung auf uns zu. Wetterexpert:innen warnen vor sehr kalten Temperaturen, besonders im Norden und Osten von Deutschland. Mit bis zu minus 15 Grad in der Nacht und 0 bis minus 10 Grad am Tag wird in der Zeit zwischen dem 4. und 11. Dezember gerechnet, erklärt Wetter.net-Meteorologe Dominik Jung gegenüber Bild. Damit könnte der Dezember der kälteste – und vermutlich heizintensivste – Wintermonat werden. 

Laut dem amerikanischen Wettermodell "NOAA" sind kalte Luftmassen über Osteuropa und Skandinavien für den Wetterumschwung hierzulande verantwortlich. Ob es zu Schneefällen kommt, ist allerdings noch unsicher. Denn zwar sollen die Temperaturen Anfang Dezember sinken, ob es aber über einen längeren Zeitraum kalt genug für Schnee bleibt, kann nicht mit Sicherheit prognostiziert werden. Die Hoffnung auf weiße Weihnachten sollten wir uns trotzdem noch nicht nehmen lassen, denn möglich ist es laut Wetter-Expert:innen. 

25. November 2022

Weiße Weihnachten in Deutschland? So stehen die Chancen aktuell! 

Die Adventszeit beginnt, die Weihnachtsmärkte öffnen – es fehlt nur noch die schneeweiße Postkartenidylle. Da stellt sich uns die alljährliche Frage: Wie stehen die Prognosen denn in diesem Jahr? In der Vergangenheit war der Wetterwechsel eher mit Glücksspiel gleichzusetzen und weiße Weihnachten in ganz Deutschland hatten wir das letzte Mal im Jahr 2010.

Von milden Temperaturen bis +11,0°C und Sonne, bis hin zu leicht angezuckerten Dächern oder Regen – alles war dabei. In diesem Jahr könnte das schon anders aussehen. Wetterexperte Björn Alexander hat "RTL" einen Blick in die Computervorhersage gewährt und meint: ”Mit dem Dezemberbeginn steigt die Spannung in Sachen Schnee und Frost. Ziemlich sicher erscheint momentan, dass es zum Monatswechsel wieder kälter wird. Selbst Schnee ist bei einem Teil der Wettercomputer nächste Woche wieder möglich.” Das bedeutet im Umkehrschluss: Es bleibt weiterhin spannend um die Frage nach der weißen Weihnacht, aber Anbetracht der sinkenden Temperaturen stehen die Chancen gut.

24. November 2022

Bürgergeld löst Hartz IV ab 

Nachdem das Bürgergeld zunächst vom Bundesrat blockiert wurde, haben die Bundesregierung und die Unionspartei am Mittwochabend einen Kompromiss ausgehandelt. Demzufolge könnte das Bürgergeld zum 1. Januar schon Hartz IV ablösen. Der Arbeitsminister Hubertus Heil (SPD) äußerte sich mit folgenden Worten: "Heute ist klar: Das Bürgergeld kommt zum 1. Januar – Hartz IV geht."

Der Kern der Reform bleibt bestehen. Menschen, die sich weiterbilden möchten, können nicht zur Aufnahme eines Jobs gezwungen werden. Laut SPD sei das ein guter Kompromiss, denn das Bürgergeld soll auch weiterhin eine Grundsicherheit für Arbeitssuchende bieten. Und auch CDU-Vorsitzender Friedrich Merz zeigte sich zuversichtlich: Er gehe davon aus, dass nun alle Länder mit CDU-Regierungsbeteiligung dem neuen Gesetz im Bundesrat zustimmen würden, sodass das Bürgergeld-Gesetz zum 1. Januar 2023 in Kraft treten kann.

Kritik gibt es dennoch beispielsweise aus den Reihen der Linken und der Sozialverbände. Denn durch die Inflation und den damit verbundenen Anstieg der Lebensmittelkosten sei die Anhebung der Regelsätze – mit monatlich rund 50€ mehr –  immer noch zu niedrig. Auch die Anforderungen, um Bürgergeld beantragen zu können, sind verschärft worden. 

22. November 2022

Sturmtief Denise sorgt für Unwetter in Europa

Orkanböen, Gewitter, Starkregengefahr: Die Herbststürme im Mittelmeerraum sind berüchtigt. Wenn das warme Wasser des Mittelmeers auf kühle Herbstluft stößt, kann es heftig werden.Wie heftig zeigt sich aktuell. Seit Montag wütet Sturm Denise in vielen Teilen Südeuropas bis hin zu den Alpen.

Erst hat es Mallorca getroffen, jetzt zieht das Sturmtief weiter in Richtung Sardinien, Korsika, Sizilien, italienisches Festland und Balkan. Auf Bergen oder über dem offenen Meer sind Sturmspitzen bis um die 180 km/h möglich, wodurch es zu Wellenbergen von über sechs bis hin zu acht Metern kommen kann. Der italienische Zivilschutz hat bereits eine Vorwarnung für Venedig herausgegeben. Der Lagunenstadt droht durch die starken Südostwinde ein sogenanntes Acqua alta - also ein schweres Hochwasserereignis mit einem Höchststand von um die 1,70 Meter. Das wäre der dritthöchste jemals gemessene Wert. Eine erste Bewährungsprobe für die neuen Hochwassertore Venedigs. Das Schleusensystem MOSE soll die Lagune von Venedig vor Sturmfluten schützen und das Schlimmste verhindern. Wie hoch das Wasser also tatsächlich steigt, wird sich zeigen.

Parallel wird es durch das Italientief in Österreich, Norditalien und im Bayerische Alpenland zu Dauerschneefällen bzw. -regen kommen. RTL-Wetterexperte Carlo Pfaff warnt hierbei unter anderem vor länger anhaltenden und ergiebigen Schneefällen in den Alpen – zum Teil bis in die Täler mit entsprechend winterlichen Straßenverhältnissen. Andere Regionen hätten vor allem mit Wassermassen zu kämpfen. 

21. November 2022

Ausbreitung der Corona-Variante "Höllenhund"

Die Corona-Variante BQ. 1.1 sorgt zurzeit für zahlreiche Neuinfektionen. Insbesondere in den USA, aber auch in Europa breitet sie sich weiter aus. Wegen ihres hohen Ansteckungspotenzials trägt BQ.1.1 auch den griechischen Beinamen Cerberus, zu deutsch "Höllenhund". Laut der Seuchenschutzbehörde ist die neue Variante seit Mitte November wohl für mehr als die Hälfte aller Corona-Infektionen verantwortlich. Durch eine Veränderung am Spike-Protein kann das Immunsystem das Virus nicht mehr so gut erkennen und abwehren. Deswegen ist die Ansteckungsgefahr höher. 

Eine gute Sache können wir der Variante BQ.1.1 abgewinnen: Beim "Höllenhund" handelt es sich um eine Subvariante von Omikron – keine Delta-Mutation, die im Schnitt gefährlichere Verläufe mitbrachte und zu mehr Klinikeinweisungen führte. Auch herrscht in der Bevölkerung bereits eine gute Grundimmunität. Des weiteren sollen die Omikron-Impfstoffe auch bei dieser Corona-Variante vor schweren Verläufen schützen. 

17. November 2022

Isolationspflicht fällt

Seit Mittwoch müssen sich Corona-Infizierte in Bayern und Baden-Württemberg nicht mehr isolieren. "An die Stelle der Isolationspflicht treten verpflichtende Schutzmaßnahmen für positiv Getestete", sagte Bayerns Gesundheitsminister Klaus Holetschek (CSU). Für Betroffene gelte hier fortan unter anderem eine Maskenpflicht sowie Betretungs- und Tätigkeitsverbote etwa in medizinischen und pflegerischen Einrichtungen. In Baden-Württemberg gilt für Infizierte eine fünftägige Maskenpflicht außerhalb der eigenen Wohnung. Es gelte aber grundsätzlich, dass Infizierte möglichst zu Hause bleiben sollten.

Schleswig-Holstein zieht nach, auch hier müssen sich Infizierte künftig nicht mehr in Isolation begeben. Jetzt sei die Eigenverantwortung der Bürger:innen gefragt, bei Krankheit zu Hause zu bleiben. Es gilt eine fünftägige Maskenpflicht in Innenräumen, draußen soll ein Abstand von 1,50 Metern eingehalten, sonst auf die Maske zurückgegriffen werden. Auch Hessen reiht sich bei der Aufhebung der Isolationspflicht ein – hier sind jedoch noch keine Details bekannt.

16. November 2022

Forscher:innen entwickeln Long-Covid-Test

Ein Biotech-Unternehmen hat eine Möglichkeit gefunden, Long-Covid mit einem Test nachzuweisen. "Es ist für die Betroffenen immer eine große Hilfe, wirklich auch diagnostiziert zu sein, nicht nur über die Beschreibung der Symptome, sondern auch mit objektivierbaren Parametern, die man im Blut nachweisen kann", sagt Kai Schulze-Forster, Entwickler des Long-Covid-Tests, der "Tagesschau". Jördis Frommhold, Präsidentin des Ärzte und Ärztinnenverband Long Covid, sieht die Entwicklung des Tests als wichtigen Schritt, weist jedoch darauf hin, dass "sicherlich nicht alle Long-Covid-Patienten durch diesen Test erfasst werden können."

Mindestens 17 Millionen Europäer:innen waren nach Schätzungen der Weltgesundheitsorganisation (WHO) in den Jahren 2020 und 2021 von Long Covid betroffen. Dies entspricht rund 16 Prozent der insgesamt 102,4 Millionen Menschen, die in den ersten beiden Jahren der Pandemie in 53 europäischen Ländern mit dem Coronavirus infiziert waren. Laut Schätzungen der WHO – die auf Berechnungen des Institute for Health Metrics and Evaluation beruhen, sind Frauen doppelt so häufig von Long Covid betroffen wie Männer. Sie plagen Symptome wie Erschöpfung, Husten, Kurzatmigkeit, Geschmacks- und Geruchsverlust sowie Depressionen. Diese treten gewöhnlich innerhalb der ersten drei Monate nach der Infektion auf und dauern mindestens zwei Monate an.

15. November 2022

Ab jetzt leben 8 Milliarden Menschen auf dieser Welt

Eines der Babys, die in diesen Novembertagen das Licht der Welt erblicken, war oder wird es sein: der:die achtmilliardenste Erdenbürger:in. Welcher Tag und welche Stunde genau, das kann niemand sagen, sicher ist aber, dass wir die Marke im November knacken. Für die erste Milliarde brauchte die Menschheit etwa 300.000 Jahre, so "Die Zeit". Zwischen der sechsten und siebten Milliarde vergingen gerade einmal zwölf Jahre. Und nur elf Jahre später ist nun die Acht-Milliarden-Schwelle überschritten. Die Vereinten Nationen haben den 15. November 2022 für dieses Ereignis festgelegt – den genauen Zeitpunkt kann aber niemand wissen.

Doch wird das jetzt immer so weiter gehen? Prognosen zeigen, dass das schnelle Wachstum jetzt vorbei sein könnte. Denn: Seit etwa zehn Jahren geht die jährliche Zunahme zurück. Die Menschheit steht damit an einem historischen Wendepunkt. Erstmals verlangsamt sich das Wachstum nicht aus der Not heraus – Kriege, Seuchen etc. – sondern weil die Menschen es wollen. Die neunte Milliarde wird laut Expert:innen erst in 16 Jahren erreicht sein, also 2038. Bei 10 Milliarden wird die Kurve langsam abflachen. Höchste Zeit, denn der Planet platzt jetzt schon aus allen Nähten.

14. November 2022

Das Bürgergeld ist vorerst gescheitert

Das Bürgergeld wird seit Wochen kontrovers diskutiert. Jetzt ist es vorerst gescheitert. Die vom Bundestag beschlossene Umwandlung der Hartz-IV-Grundsicherung fand in der Sondersitzung der Länderkammer keine Mehrheit. Denn: Im Bundesrat ist die Ampel-Koalition aus SPD, Grüne und FDP auf zusätzliche Stimmen der unions-geführten Länder angewiesen. CDU und CSU fordern allerdings eine Änderung am Gesetzentwurf.

Es geht um die Frage: Bekämen Bürgergeldbezieher:innen mehr als Geringverdiener:innen? Fakt ist: Wer arbeitet, hat am Ende des Monats immer noch mehr Geld über als jemand der Sozialleistungen bezieht. Auch der "Lohnabstand", von dem immer wieder die Rede ist, wird weiterhin vorhanden sein. Knifflig wird es bei der Frage, ob sich Arbeit in der Wahrnehmung von Geringverdiener:innen lohnt, wenn sie mit ein bisschen weniger Geld mehr Freizeit hätten. Diesen Vorwurf macht auch die CDU/CSU den Ampelparteien und kündigte bereits vor dem Entscheid im Bundesrat an, gegen das Gesetz zu stimmen oder sich zu enthalten. Ihrer Meinung nach würde das Bürgergeld die Menschen in der Arbeitslosigkeit halten, anstatt sie wieder auf den Arbeitsmarkt zu bringen.

11. November 2022

Grippewelle hat begonnen

Während der Lockdowns war sie fast ganz verschwunden – jetzt kommt sie mit voller Wucht zurück: die Grippewelle. Das Robert Koch-Institut (RKI) datiert den Start der Welle auf die letzte Oktoberwoche, heißt es im wöchentlichen Bericht zu akuten Atemwegserkrankungen. Ärzt:innen nehmen routinemäßig Proben, um Erreger wie etwa Rhinoviren, Sars-CoV-2 und Influenza zu identifizieren. Diese Ergebnisse sind die Grundlage für das RKI.

"Während der letzten Monate wurden deutlich mehr Influenzameldungen an das RKI übermittelt als in den vorpandemischen Saisons um diese Zeit", heißt es im Bericht weiter. Grund könnte auch die Empfehlung sein, dass seit der Corona-Pandemie bei Atemwegssymptomen auch auf Influenzaviren getestet werden sollte. Bislang seien für die vergangene Woche mehr als 2.100 Grippe-Fälle übermittelt worden – seit Saisonbeginn sind es insgesamt 8.330. Besonders viele Meldungen kamen aus Bayern und Nordrhein-Westfalen.

In den Jahren vor der Pandemie begann die Grippesaison laut RKI meist im Januar und dauerte circa drei bis vier Monate an. Während der Pandemie wurde der Verlauf durch die Schutzmaßnahmen verändert. 2020/2021 fiel die Grippewelle weltweit aus. Und auch 2021/2022 kam es in Deutschland nicht zu einer Welle im gewohnten Maßstab. Die Meldungen gingen erst nach den Osterferien, also sehr spät, etwas in die Höhe. Der aktuelle Verlauf lasse sich nur schwer vorhersagen. Eine Grippeschutzimpfung wird in Deutschland unter anderem Menschen ab 60, Schwangeren, chronisch Kranken, Bewohner:innen von Alten- und Pflegeheimen und Menschen mit erhöhtem beruflichen Risiko empfohlen.

10. November 2022

Das Kindergeld wird angehoben

Im Koalitionsvertrag wurde es bereits sichtbar: Im Bereich Familienpolitik sind einige Änderungen geplant. Die Ampel-Fraktionen haben sich am Mittwoch darauf geeinigt, dass die staatliche Unterstützung in Form des Kindergeldes auf 250 Euro monatlich angehoben wird. Für die ersten beiden Kinder bekommen Familien damit 31 Euro mehr im Monat. Der Bundestag wird am Donnerstag über die neue Summe abstimmen.

Aufgrund der Inflation und Energiekrise war ebenfalls eine Erhöhung des Kindergeldes geplant – doch war nur eine Erhöhung auf 237 Euro für die ersten drei Kinder vorgesehen. Jetzt legt die Ampel "bei der Entlastung von Familien noch eine Schippe drauf", sagt SPD-Fraktionschef Rolf Mützenich. Besonders für Familien mit kleinem und mittlerem Einkommen bedeutet die Erhöhung eine zusätzliche Entlastung. "Das ist die größte Erhöhung des Kindergelds in der Geschichte der Bundesrepublik", sagt FDP-Fraktionsvize Christoph Meyer.

9. November 2022

Kann Kaffee gegen eine Corona-Infektion helfen?

Ein Team der Jacobs Universität in Bremen, um Professor Nikolai Kuhnert, hat die Wirkung von Kaffee auf eine Ansteckung mit dem Coronavirus untersucht. Tatsächlich zeigen die Beobachtungen, dass das Heißgetränk die Wahrscheinlichkeit für eine Infektion halbieren kann. Das liege vor allem an den Inhaltsstoffen. Kaffee enthält die chemische Verbindung 5-Caffeoylchinasäure, diese könne das Andocken des Spike-Proteins an menschliche Zellen hemmen, so die Wissenschaftler:innen.

Der Inhalt einer Tasse Filterkaffee (200 Milliliter) enthält etwa 100 Milligramm Caffeoylchinasäure und reicht laut Laboruntersuchungen bereits aus, um das Andocken des Spike-Proteins zu verhindern. Die Erkenntnisse aus der Studie legen demnach nahe, dass Kaffeekonsum dabei hilft, sich vor einer Ansteckung zu schützen. Um die Wirkung jedoch in der Praxis zu belegen, bedarf es weiterer Forschung. Professor Nikolai Kuhnert sagt dazu: "Als Chemiker können wir die praktische Frage nicht beantworten, ob Kaffeetrinken wirklich als vorbeugende Maßnahme zum Schutz vor Infektionen dienen könnte. Aber wir können sagen, dass es plausibel ist."

8. November 2022

Katarischer WM-Botschafter: Nach menschenverachtenden Äußerungen – Interview wird abgebrochen

"Während der WM werden viele Dinge hier ins Land kommen. Lass uns über Schwule reden", sagte der katarische WM-Botschafter und frühere Fußball-Nationalspieler Khalid Salman in einem Interview in der ZDF-Dokumentation "Geheimsache Katar" von Jochen Breyer und Julia Friedrichs, die am heutigen Dienstag (8. November 2022) ausgestrahlt wird. Seine menschenverachtenden Aussagen waren schon im gestrigen "heute-journal" zu hören.

Salman sagte weiter: "Das Wichtigste ist doch: Jeder wird akzeptieren, dass sie hierherkommen. Aber sie werden unsere Regeln akzeptieren müssen." Er habe vor allem ein Problem damit, wenn Kinder Schwule sehen würden. Denn so würden sie etwas lernen, was nicht gut sei. Seiner Meinung nach ist Schwulsein "ein geistiger Schaden.“ Nach dieser Aussage wurde das Interview durch den Pressesprecher des WM-Organisationskomitees abgebrochen.

Die WM in Katar ist höchst umstritten. Dem Emirat werden unter anderem Verstöße gegen Menschenrechte, schlechter Umgang mit ausländischen Arbeiter:innen und mangelnde Frauenrechte zur Last gelegt. Offiziell hieß es, dass auch Menschen aus der LGBTQIA+-Community willkommen seien. Khalid Salman zeigte nun jedoch eindrücklich, dass die Aussagen mehr Schein als Sein sind.

3. November 2022

Es ist beschlossen – das 49-Euro-Ticket kommt

Bund und Länder haben sich geeinigt – es wird tatsächlich einen Nachfolger zum 9-Euro-Ticket geben. Künftig soll ein deutschlandweites Ticket für Regional- und Nahverkehr 49 Euro im Monat kosten. Die Kosten von drei Milliarden Euro werden sich Bund und Länder teilen. Wann genau das neue "Deutschlandticket" an den Start geht, ist allerdings noch offen.

Bundesverkehrsminister Volker Wissing bewertete die Einigung als historisch: "Jetzt ist der Weg frei für die größte ÖPNV-Tarifreform in Deutschland", sagte der FDP-Politiker. "Noch nie war es für die Menschen in unserem Land so einfach, Bus und Bahn zu nutzen. Wir denken Mobilität neu und schützen das Klima durch attraktive Angebote."

Das "Deutschlandticket" wird es digital oder als Plastikkarte zu einem Einführungspreis von 49 Euro im Monat im monatlich kündbaren Abonnement geben, heißt es in einem Beschlussvorschlag des Kanzleramts. Der Preis des Tickets könne im Laufe der Zeit allerdings ansteigen, da er an die Inflationsrate angepasst wird. Dennoch wird das Deutschlandticket deutlich günstiger als viele Tarife, die aktuell in den Großstädten gelten.

Wo genau das Ticket erworben werden kann, ist noch unklar und wird bis zur Einführung geklärt. Da das 49-Euro-Ticket für viele Pendler:innen billiger sein wird, sollte man sich vor der Einführung mit seinem aktuellen Anbieter austauschen, inwieweit ein Umstieg auf das "Deutschlandticket" möglich ist.

2. November 2022

Erfolg in Krebsforschung: Substanz gegen Metastasen gefunden

Eine halbe Millionen Meschen erkranken jährlich in Deutschland an Krebs. Ob sie geheilt werden können, hängt von Art und Stadium des Krebses ab. Haben sich bereits Metastasen gebildet, verschlechtern sich die Heilungsprognosen in vielen Fällen dramatisch. Um das zu verhindern, wird der Tumor operativ entfernt, bevor er streuen kann. Doch nicht selten bilden sich dennoch Metastasen. Daher gehen Mediziner davon aus, dass der Primärtumor das Wachstum der Metastasen unterdrückt. Doch wie das funktioniert, konnte lange nicht geklärt werden.

Dieses Rätsel konnten Forscher des Deutschen Krebsforschungszentrums und der Medizinischen Fakultät Mannheim konnten nun lösen. In einer Studie wurde der Botenstoff Angiopoietin-like 4 (ANGPLT4) untersucht. Der Botenstoff sei nicht nur krebsfördernd, sondern hemme gleichzeitig das Wachstum von Metastasen, erklärt Hellmut Augustin einer der federführenden Autoren der Studie im Gespräch mit FOCUS online. Diese Eigenschaften hat sich das Forscherteam genauer angeschaut.

Bereits bekannt war, dass ANGPLT4 von den Zellen des Primärtumors gebildet wird, dessen Wachstum fördert und dass der Botenstoff in der Blutbahn in ein n-Fragment und c-Fragment aufgespalten vorkommt. Die Eigenschaften, die das Tumorwachstum fördern, befinden sich im c-Fragment und die hemmenden Eigenschaften im n-Fragment, erklärt Augustin. Während sich das c-Fragment vor allem im Primärtumor befinde, komme das n-Fragment fast ausschließlich in der Blutzirkulation vor. Gerade bei Menschen mit schwarzem Hautkrebs, konnten die Forscher eine ganz eindeutige Beobachtungen machen: „Wenn die Konzentration des n-Fragments im Blut abnahm, dann verschlechterte sich die Überlebensprognose von Patienten mit Metastasen“, führt der Wissenschaftler aus. „Es gibt also eine ziemlich starke klinische Evidenz dafür, dass dieses n-Fragment protektiv wirkt und Metastasen in Schach hält“.

Ein Meilenstein also in der Krebsforschung, der Hoffnung macht und die Überlebensprognosen für Krebspatienten verbessern könnte. Doch bevor daraus möglicherweise ein Medikament entwickelt werden könne, bedürfe es extrem aufwändiger und teurer klinischer Studien, die Jahre in Anspruch nehmen. Einiger solcher Wirkstoffe, die die Metastasierung unterdrücken, seien außerdem schon in klinischen Studien gescheitert, so Augustin.

Noch mehr News

Das waren die News im Oktober.

Verwendete Quellen: Focus online, tageschau.de, adac.de, spiegel.de, morgenpost.de, zeit.de, fr.de, rnd.de, ndr.de, rki.de, mdr.de, istagram.com, rtl.de

jba / slr / eke / mre Brigitte

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