Boutique-Gründerin Insa Riske: Faire Mode mit Stil

Gemeinsam mit ihrer Geschäftspartnerin Mechthild Schilmöller gründete Insa Riske eine Boutique, in der es nur ökologische und fair gehandelte Designer-Mode gibt.

Insa Riske

Wer sie ist: Die Hamburgerin will zeigen, dass fairer Konsum und hochwertige Designermode sich nicht ausschließen. Gemeinsam mit der Unternehmerin Mechthild Schilmöller gründete sie die Boutique "Maygreen" in Hamburg. Hier gibt es ausschließlich Mode von Designern, die sich auf faire und ökologische Mode spezialisiert haben.

Woher sie kommt: Insa Riske, geboren 1971 in Ostfriesland, war schon immer neugierig auf alles Neue und Unbekannte. Nach ihrem Abitur reiste sie ein Jahr lang mit dem Rucksack durch Asien, Australien und Amerika. Anschließend entschied sie sich, begeistert von den neuen Medien, für eine Ausbildung zur Informatik-Kauffrau und arbeitete für verschiedene Multimedia-Agenturen. Doch diese Arbeit reichte Insa Riske bald nicht mehr aus. Die Themen Nachhaltigkeit und Ökologie beschäftigten die zweifache Mutter sehr: "Ich habe eine Möglichkeit gesucht, wie ich dazu beitragen kann, dass die Umwelt nicht immer weiter vermüllt wird". Im Kindergarten ihres Sohnes lernte sie Mechthild Schilmöller kennen, eine Gleichgesinnte. "Wir beide waren auf der Suche nach fairer und ökologischer Mode, die auch im Job tragbar ist. Aber in Hamburg konnten wir kein Geschäft mit eleganter Öko-Mode finden", erzählt Insa Riske. Die beiden modebegeisterten Frauen beschlossen, diese Marktlücke zu nutzen und selbst eine Boutique zu eröffnen.

Was ihr wichtig ist: Im März 2010 eröffnete das "Maygreen" im Hamburger Stadtteil Ottensen. Der Laden wurde von renommierten Innenarchitekten gestaltet. Riske und ihre Geschäftspartnerin beraten die Kundinnen persönlich, schließlich haben sie jedes Kleidungsstück, das im Laden hängt, selbst ausgesucht. "Wichtig ist, dass wir nicht moralisieren. Wir wollen unseren Kundinnen zeigen, dass sich ein kritisches Konsumverhalten und Spaß beim Einkaufen nicht gegenseitig ausschließen", betont die Geschäftsführerin.

Über die Zukunft von fairer Mode: Bis die breite Masse "fairtrade" trägt, ist es ein langer Prozess, glaubt Insa Riske. "Die Käufer müssen erkennen, dass sie mit ihrem Konsumverhalten etwas verändern können." Dann werden sie auch bereit sein, für faire und ökologische Mode etwas mehr Geld hinzulegen. Auch die Mode von Maygreen hat ihren Preis, eine Bluse oder ein Rock kosten schon mal 130 Euro. Für Insa Riske ist der Kauf von fairer Kleidung eine Frage der Einstellung: "Die Sachen, die wir verkaufen, bezeichnen unsere Kundinnen gern als 'Lieblingsstücke'. Man kann sich vielleicht weniger Kleidungsstücke leisten, besitzt dafür aber einige Teile, die man wirklich liebt." Durch hochwertige Materialien wie Biobaumwolle oder Bioschurwolle hält die Kleidung außerdem länger. Und das Wissen, dass bei der Produktion soziale Mindeststandards eingehalten und keine chemischen Pflanzenschutzmittel verwendet wurden, macht den Preis wieder wett.

Frauen, die sich selbstständig machen wollen, rät sie: Insa Riske und Mechthild Schilmöller ziehen nach drei Jahren im Geschäft eine positive Bilanz. "Unser Konzept wird von den Kundinnen sehr geschätzt, wir haben uns schon eine Stammkundschaft aufgebaut", erzählt Insa Riske stolz. Frauen, die sich ebenfalls selbstständig machen wollen, rät sie: "Haben Sie keine Angst, Fehler zu machen! Aber machen Sie den gleichen Fehler nicht zweimal. Seien Sie mutig und selbstbewusst, aber finden Sie vorab heraus, ob Sie der Typ sind, der selbstständig arbeiten möchte." Wer zum Beispiel mehrmals im Jahr Urlaub brauche, sollte sich das mit der Selbstständigkeit lieber nochmal überlegen.

Mehr erfahren Sie unter: www.maygreen.de

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